Zu Besuch bei Ochi
Trip Start
Mar 05, 2009
1
11
16
Trip End
Mar 25, 2009
Wir kommen um 7.30 ziemlich gerädert in Ulan Bataar an. Petra geht es nicht so gut, der Magen spielt nicht ganz mit. Zum Glück holt uns Ochi, der uns von unserem Guesthouse vermittelt wurde, ab und fährt uns zu sich nach Hause. Seine Frau Zooge hat bereits Frühstück gemacht und wir haben ein bisschen Zeit uns zu erholen. Leider geht es Petra nach zwei Stunden nicht besser und wir beschliessen, doch nicht in die alte Hauptstadt nach Kharokarom zu fahren. Die Strecke ist sehr anstrengend, weil die Straßen nicht gut sind und Ochi meint, dass wir für die 350 Kilometer etwa acht Stunden brauchen würden. Petra bleibt also zu Hause, um sich auszukurieren. Christine und ich fahren gemeinsam mit Zooge in die Berge zum Kloster Manzushir Khiid. Nach den ersten paar Metern wird uns klar, warum wir für die 350 Kilometer acht Stunden gebraucht hätten. Zooge fährt fast im Schritttempo - 20 Miles per Hour. Dafür können wir die Landschaft besser geniessen, die an uns vorbei zieht. Während der Fahrt erfahren wir viel über Zooge und die mongolische Kultur.
Ochi und Zooge haben eine interessante Lebensgeschichte. Beide sind in Jurten aufgewachsen. Zooge hat uns erzählt, dass sie als Kind schwer arbeiten musste. Noch bevor sie in die Schule ging, musste sie die Ziegen melken und das war vor allem im Winter sehr schwer, weil die Milch auf den Fingern gefroren ist. Die beiden waren aber so gut in der Schule, dass sie ein Stipendium für ein Studium in Deutschland erhielten. Ochi war sogar mehrere Male in Deutschland, insgesamt fast zehn Jahre. Ochi hat in Deutschland sogar ein mongolisches Restaurant besessen, das dann aber von Neonazis angezündet worden ist und da er keine Versicherung abgeschlossen hatte, war alles dahin. Auf jeden Fall haben sie sich auch in Deutschland kennen gelernt. Als Zooge dann schwanger wurde, sind sie wieder nach Ulan Bataar zurück. Auch dort haben sie einiges aufgebaut. Zooge hat ein Fitness Studio gegründet, Ochi gemeinsam mit einem deutschen Partner eine Saftfabrik. Die Saftfabrik ist mittlerweile die größte in der Mongolei und beschäftigt rund 300 Mitarbeiter. Auch eine Wodkaproduktion hat ihnen mal gehört.
Mongolen sind unglaublich abergläubisch. Neben den Straßen gibt es oft Steinhaufen, die mit blauen Fähnchen geschmückt sind und eine besondere Stelle kennzeichnen. Etwa Stellen, an denen sich zwei Gebirge treffen. Dem Brauch zufolge muss man diesen Steinhaufen mit dreimal Hupen begrüßen. Das erste Hupen heißt "Hallo!", das zweite "Danke, dass es Dich gibt" und das letzte "Tschüss!".
Am Abend geht es Petra schon wieder besser und wir besuchen eine mongolische Tanz- und Gesangsvorführung. Wie in Sibirien die Tuva sind die Mongolen für das Kehlkopfsingen bekannt. Die schaffen es irgendwie, zwei Töne gleichzeitig zu produzieren. Das Ganze klingt dann wie ein menschliches Didgeridoo.
Ochi und Zooge haben eine interessante Lebensgeschichte. Beide sind in Jurten aufgewachsen. Zooge hat uns erzählt, dass sie als Kind schwer arbeiten musste. Noch bevor sie in die Schule ging, musste sie die Ziegen melken und das war vor allem im Winter sehr schwer, weil die Milch auf den Fingern gefroren ist. Die beiden waren aber so gut in der Schule, dass sie ein Stipendium für ein Studium in Deutschland erhielten. Ochi war sogar mehrere Male in Deutschland, insgesamt fast zehn Jahre. Ochi hat in Deutschland sogar ein mongolisches Restaurant besessen, das dann aber von Neonazis angezündet worden ist und da er keine Versicherung abgeschlossen hatte, war alles dahin. Auf jeden Fall haben sie sich auch in Deutschland kennen gelernt. Als Zooge dann schwanger wurde, sind sie wieder nach Ulan Bataar zurück. Auch dort haben sie einiges aufgebaut. Zooge hat ein Fitness Studio gegründet, Ochi gemeinsam mit einem deutschen Partner eine Saftfabrik. Die Saftfabrik ist mittlerweile die größte in der Mongolei und beschäftigt rund 300 Mitarbeiter. Auch eine Wodkaproduktion hat ihnen mal gehört.
Mongolen sind unglaublich abergläubisch. Neben den Straßen gibt es oft Steinhaufen, die mit blauen Fähnchen geschmückt sind und eine besondere Stelle kennzeichnen. Etwa Stellen, an denen sich zwei Gebirge treffen. Dem Brauch zufolge muss man diesen Steinhaufen mit dreimal Hupen begrüßen. Das erste Hupen heißt "Hallo!", das zweite "Danke, dass es Dich gibt" und das letzte "Tschüss!".
Am Abend geht es Petra schon wieder besser und wir besuchen eine mongolische Tanz- und Gesangsvorführung. Wie in Sibirien die Tuva sind die Mongolen für das Kehlkopfsingen bekannt. Die schaffen es irgendwie, zwei Töne gleichzeitig zu produzieren. Das Ganze klingt dann wie ein menschliches Didgeridoo.


Comments
gut informiert
Wenn man deinen Blog so liest, hat man den Eindruck, ihr hättet in der Mongolei deutlich mehr Spaß haben können, wenn ihr gründlicher vorinformiert gewesen wärt.
Eine empfehlenswerte Informationsquelle zur Mongolei ist der Reise-Know-how Blog unter http://blog.mongol-tour.de