Die "Blonden" von Seaford Town

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Trip End Ongoing


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Flag of Jamaica  , Westmoreland,
Saturday, November 26, 2011

Vergangenen Samstag machte ich mich wieder gemeinsam mit Karoline auf den Weg. Dieses Mal wollten wir ein kleines verschlafenes Dörfchen in Westmoreland (oder wie meine Englischlehrerin sagte: "im Busch") besuchen: Seaford Town.

Das Besondere an Seaford Town ist seine für Jamaika besondere Geschichte:

Zwischen 1834 und 1838 kamen mehr als 1200 deutsche Einwanderer nach Jamaika. Ungefähr 250 von ihnen siedelten sich in der von ihnen gegründeten Siedlung "Seaford Town" an.
Die weißen Siedler blieben im Gruppen- oder "Familien"verband zusammen... heirateten untereinander... starben an tropischen Krankheiten... versuchten den wenig fruchtbaren Boden zu bestellen... auch unter Hilfe von "ehemaligen" Sklaven... lernten tropische Früchte zu pflanzen und zu essen... sie verlernten im Laufe der Zeit die deutsche Sprache... deutsch zu kochen, zu denken... wurden zu Jamaikanern... aber eben keinen Richtigen - weil weiß... und dadurch kaum von den "richtigen" (weil schwarzen) Jamaikanern als Jamaikaner akzeptiert... ein Dilemma... und in der Zwischenzeit sind die letzen 200 Weißen von Seaford Town (20 % der Dorfbevölkerung) eine langsam aber sicher aussterbende "Attraktion"... denn der Anteil der Mischligskinder nimmt nun stetig zu...

Die Deutsche Botschaft in Kingston half bei der Einrichtung eines Museums, dass die Geschichte der "glücklosen Buschdeutschen" erzählt.
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