Wir entdecken das wilde Korsika!

Trip Start Sep 09, 2008
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Trip End Sep 24, 2008


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Flag of France  , Corsica,
Sunday, September 14, 2008

Die Ankunft auf Korsika koennte nicht imposanter sein!Direkt ueber unseren Koepfen trohnt, malerisch gelegen,die jahrhundealte Burg von Bonifacio auf einem rund 60 meter hohen Kalksteinfelse. Die Kalksteinwände fallen seeseitig steil ins Meer hinab. Der von der Brandung ausgewaschene Fels ist mit Buchten und Grotten durchsetzt. Sie boten seit jeher den Schiffen Schutz gegen die gefährliche Meerenge. Bis in das 18. Jh. bildete Bonifacio Angriffspunkt für fremde Mächte und Seeräuber und so wurden der Hafen und die Siedlung zur Festung ausgebaut. Kaum angekommen, und den Platz reserviert auf dem lokalen Campingplatz, nur wenige Gehminuten von der touristischen Altstadt, sind wir auch schon unterwegs mit Fotoapparat und Sonnenbrille, heute ist es ziemlich heiss, die Temperaturen klettern bis zu 36 Grad, und es ist gerade waehrend dieser Mittagshitze, wo wir die Altstadt erklimmen; oben angekommen, brauchen wir dringend eine Flasche Mineralwasser fuer den Durst!
Die engen Gassen der Oberstadt sind dicht bebaut mit turmartigen, hohen Häusern und vermitteln eine mittelalterliche Atmosphäre.
 Die meisten der Gebäude besitzen Brunnen, Zisternen und Lagerräume für Lebensmittel. Zum Schutz vor Feinden konnten die schmalen Holztreppen oder Strickleitern, zum ersten Stock, jederzeit eingezogen werden.
 Mittels Strebebögen sind gegenüberliegende Häuser verbunden, sie bergen ein Leitungssystem zur Ableitung von Regenwasser in die hauseigenen Zisternen.
Weitere Stationen unserer  Korsikarundfahrt sind Porto Vecchio, Zonza im Landesinnern, wo wir auch uebernachten, ganz in der Naehe des Bavella Massifs mit seinen hohen Berg-
gipfeln.Das Wetter hier oben ist sehr wechselhaft, und wir muessen zweimal hinfahren, um
eine gute Sicht auf die imposanten Bergketten zu bekommen.Deshalb ist eine Uebernachtung im Dorf Zonza eine gute Entscheidung, auch hat es hier einheimische Restaurants mit feinen lokalen Spezialitaeten, im Herbst natuerlich mit gejagtem Wild aus der Umgebung.
Die Weiterfahrt durch typische korsische Doerfchen wie Ste-Lucie de Tallano oder Levie,ist
sehr abwechslungsreich, wenn auch etwas kurvig.Kurz vor Sartene sehen wir auf einmal viele Touristenbusse der Strasse entlang parkiert: es handelt sich um eine malerische Bogenbruecke , die Spina'a Cavallu, die viele Besucher anzieht.
Sartene ist das traditionelle Korsika, eine wunderbar restaurierte Altstadt, enge Gassen und beibehaltene religioese Festivals wie die Prozession des 'Catenacciu' geben der Stadt einen
eigenen Charakter.Wir übernachten am 4km langen Sandstrand von Portiliolo, schneeweiser Sand und hohe Wellen, es koennte ebensogut auch im entfernten Neuseeland sein..!Ueberhaupt erinnert mich Korsika sehr stark, gerade wegen seinen Naturschoenheiten, an Neuseeland!
Wir fahren anderntags weiter der Westkueste entlang hoch ueber Propriano mit seinem intimen Plage de Lido, und dem gleichnamigen Restaurant, wo die Wellen frische Langusten praktisch direkt auf den Essteller katapultieren!
Naechster Stop ist Ajaccio, Korsika's wichtigste und groesste Stadt, bekannt als Geburtsort von Napoleon Bonaparte.Wir verbringen den ganzen Nachmittag damit, das Zentrum von Ajaccio zu entdecken, natuerlich alles zu Fuss, obwohl es einen Touristenzug gehabt haette, der die wichtigsten Sehenswuerdigkeiten abklappert (le petit train d'Ajaccio)!
Auch der Hafen und die Marina sind von Bedeutung, und Ajaccio hat gute Schiffsverbindungen mit dem Festland von Frankreich.
Wir fahren weiter ins schmucke Doerfchen Cargèse, wo wir in einem Hotel uebernachten, das eine fantastische Aussicht auf den Yachthafen hat, von unserem Balkon aus.Cargese
hat als Besonderheit eine ziemlich grosse griechische Bevoelkerungsgruppe, die schon anno
1676 hier angesiedelt wurden, auf Befehl der Besatzungsmacht Genua.Die Griechen waren auf der Flucht vor der tuerkischen Invasionstruppen, und baten die Seemacht Genua um Asyl und Schutz.So landeten sie in diesem unberuehrten Fleckchen Erde im weit entfernten Korsika!Mehr Exil als Asyl!Cargese bietet sich als idealer Zwischenstop an, es hat einige gute Straende in der Umgebung, wie der Plage de Péro, ein ueber 1 km langer Sandstrand, oft menschenleer.Cartege hat sogar eine Top Bäckerei, ein Delikatessengeschäft, und ein
eine Schmuckboutique mit Designs aus der ganzen Welt, eine Auswahl die seinesgleichen sucht!Von der kulinarischen Seite allerdings gibt es nicht viel zu erzaehlen, und wir muessen uns mit einer Pizza begnuegen, eine Art Take away, die Strasse hoch vom Kriegsdenkmal.
Am anderen Tag fahren wir durch die Felsenformationen der 'Les Calanques', allerdings im Schneckentempo, da sich auf dieser kurvenreichen Bergstrasse alles trifft, was auf Korsika
touristisch unterwegs ist, viele Touristenbusse hat es, und noch mehr Privatautos, und alle fahren wie die Landschaft eben ist, wild,  drauflos!So fluechten wir an den Strand von
Ficajola, und geniessen dort die einsame Bucht, den feinen  schokoladenfarbigen Sand, und die roten Felsformationen, sehr aehnlich zu den Seychellen, nur nicht schneeweisser Sand!
Hier gefaellt es mir, die Welt is perfekt, und nur ungern verlassen wir diese kleine Oase der
Ruhe, zirka  5km unterhalb des Doerfchens Piana, gut mit dem Auto zu erreichen.Zurueck auf der Hauptstrasse fahren wir durch die surreale Welt der UNESCO anerkannten  'Les
Calanques' Berggipfel, ein irrsinniges Gemisch von ausgefransten Bergmassiven, und den tollsten Farbkombinationen, besonders natuerlich im Abendlicht der Sonne.Alles das Resultat einer jahrtausendalten Erosion durch das Meer und den Wind.Sicher ist diese Gegend ein Hoehepunkt jeder Korsikareise,am besten man laesst aber das Auto stehen, und entdeckt die Gegend zu Fuss auf einer kleinen Wanderung durch die Pinien- und Kastanienwaelder.Naechster Fotostop ist Porto, mit idylischer Lage, direkt am Gulf von Porto, es bietet sich auch als Zwischenstop an, und hat eine gute Auswahl an Hotels und Restaurants.
In Calvi, der Touristen Hochburg im Nordwesten der Insel herrscht immer noch Hochbetrieb, und praktisch
alle Hotels sind ausgebucht, es dauert etwas laenger ein Bett zu finden, aber dann klappt es doch, und erst noch
mitten in der Altstadt, einige Gehminuten von der historischen Burg.Stadtrundgang, natuerlich auch zum Yachthafen, wo sich die teuersten Yachten aus ganz Europa treffen.Aber auch beruehmte Speiserestaurants und
Bars sind in dieser Gegend.Am anderen Tag fahren wir bereis weiter nach St.Florent; unterwegs gibt es noch den
Traumstrand von Saleccia, hierhin lohnt sich ein Abstecher auf jeden Fall, man spart sich so ein Ticket in die
Karibik, denn der kilometerlange Strand ist schneeweiss, das Wasser tuerkisfarbig, und die Temperaturen waren
im September noch sehr gut.Der 11km lange Anweg von der Hauptstrasse aus ist zwar muehsam, und man kommt nur im Schneckentempo vorwaerts, aber man wird belohnt mit einem der feinsten Straende der ganzen
Mittelmeergegend.Uebernachten in St.Florent.Am naechsten Tag ist dann die letzte Etappe unser kleinen Korsikarundreise, das Cap Corse hoch, und dann ueber die Bergstrasse hinueber an die Ostkueste nach
Erbalunga.Prompt verfahren wir uns, dank einem Fehler auf der Karte des Lonely Planet Guide Books, und zweigen zu frueh ab, folgen der kurvenreichen Strasse hinauf zu korsischen Bergdoerfchen, bis die Strasse vor
einem Dorfbrunnen endet, und wir die ganze Strecke zurueckfahren muessen..
In Erbalunga machen wir einen wohlverdienten Erfrischungsstop, und besuchen den Turm.
Uebernachten in Bastia, das mit seinen vielen Geschaeftsstrassen und Strassencafes einen typisch franzoesischen
Eindruck auf uns macht, selbst Parkieren wird zu einem nervenaufreibenden Spielchen, wir muessen fast eine
Stunde um die verschiedenen Wohnblocks der Innenstadt fahren, bis der Opel schlussendlich gut versorgt ist.
Am anderen Tag gehts zurueck nach Nizza mit der Autofaehre, unterwegs treffen wir noch auf ein Segelboot in
Seenot, und unsere Corsica Ferry aendert ploetzlich Kurs, um den verzweifelten Seglern einige Kanister
Treibstoff  zu uebergeben; ein ziemliches Schauspiel auf offenem Meer fuer alle Passagiere.
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