Tag 2 im Spotterhimmel

Trip Start Jun 20, 2010
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Trip End Sep 15, 2010


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Where I stayed

Flag of United States  , Alaska
Sunday, September 12, 2010

Heute stand nun der eigentliche Spottertag an. Das Wetter war wiederum wolkenlos von morgens bis abends, was wohl etwa einem Sechser im Lotto an Glück entsprechen dürfte. Natürlich gab's auch wieder einiges zu fotografieren, auch wenn sonntags nicht ganz so viel läuft und sich das wirklich interessante Geflügel einen freien Tag genehmigt. 





 

 Stilecht begann ich den Tag vom Balkon meines Zimmers aus, wo ich (neben dem Schreiben des gestrigen Blogs) einige 'early birds' auf den ruhigen und wunderschön spiegelnden Wassern des Lake Hoods erlegen konnte. So gefällt das natürlich besonders! Schliesslich ging's noch kurz "mein" Fahrrad pumpen - was zwar eine Fahrt von drei Kilometern pro Weg bedeutet, aber bittesehr. Immerhin fand ich danach endlich wieder zu alten Velo-Geschwindigkeiten zurück. Ich legte noch einen ganz kurzen Boxenstop in meinem Inn ein um mein Foto-Equipment zu schnappen - und als ich nach 5 Minuten wieder aus der Türe trat, war das Bike plötzlich weg. Ohoh!


So verbrachte ich dann die nächste Stunde damit, die nähere Umgebung abzuklappern. Doch die Suche blieb erfolglos. Der klapprige türkise Drahtesel ward unauffindbar. Eigentlich konnte der ja nur von einem Blinden gestohlen worden sein, der irgendwie nach 50 Jahren wieder aus dem Koma aufgewacht ist. Und sowieso, wer stiehlt hier schon Fahrräder, wenn sich alle 20 Meter eine Cessna anbietet? Nach einer Stunde gab ich die Suche auf und fotografierte zum entspannen halt noch ein paar Seaplanes mehr.


 

 Als ich dann das nächste Mal aus der Türe trat, war das türkise Fahrrad plötzlich wieder da - als wäre nichts geschehen. Stellte sich heraus, dass der Besitzer meines Inns -soeben per Flieger von seinem Ferienhäuschen zurückgekommen- als erstes nach seiner Ankunft das Velo schnappte, und es selber zur gleichen Tankstelle zum pumpen fuhr. Irgendwie hatte da was mit der Kommunikation nicht so ganz geklappt, und wie wir uns überhaupt verpassen konnten ist mir auch ein Rätsel. Trotzdem sinnbildlich für die alaskische Gastfreundschaft - auch wenn ich dadurch ne Lynden Air Cargo Herkules verpasste...




So ging's dann halt "nur" zum Nachmittags-Fotopunkt. Mr. Romandie war auch wieder da - wobei, das ist er immer. Der Typ weilt schon seit 2 Wochen in Anchorage und war jeden Tag am Airport, sunrise to sunset. Hat aber auch nur gleich viele Sonnentage auf dem Konto wie ich. Ja, den ganzen Sommer über gab es offenbar nur Dauerregen - als Rekord offenbar 35 Regentage am Stück. Erst am Tag meiner Ankunft klarte es auf, und nun joggt und radelt und skated ganz Anchorage wie wild durch die Gegend. Ich bin schon ein Glückskind!  
Bei all dem Wetterglück haperte es leider mit dem Traffic etwas - leider blieb mir aber keine andere Wahl, als Anchorage auf einen Sonntag zu legen. Naja, ein Bisschen was gab's dann schon noch, auch wenn sich der Verkehr speziell im erneut traumhaften Abendlicht viel zu rar machte.


Netterweise zieht sich die Dämmerung hier oben über zwei Stunden lang hin: Sonnenuntergang 8 Uhr, aber auch um 10 war noch immer ein oranger Streifen am Horizont erkennbar! So konnte ich dann erst am Lake Hood und in den verlorenen Winkeln des Airports noch einige nette Dinge einsammeln, bevor ich dann endlich in einen der gemütlichen 'rocking chairs' sank und von meinem Balkon aus die traumhafte Aussicht auf den abendlichen Lake Hood genoss. 



 
Zimmername 'Bravo' übrigens, falls es jemand buchen möchte, und auch sonst ist das Inn mit lauter Aviatik-Zeugs aufgepeppt: Vom Logbook als Gästebuch über die Airline-SItzreihen in der Lobby bis zum Piper-Propeller, der den Ventilator mimt. Achja, und die Betten sind natürlich auch viel zu bequem...bin schon wieder voll eingepennt. Deshalb musste ich diesen Eintrag auch im Bus schreiben, wodurch sich angesichts der schnatternden Spanier und Italiener um mich herum (mal wieder...) auch die bescheidene Textqualität erklären sollte *gg*

 

 

English
Another day in paradise, so to speak. Started the day with some seaplane shots from my room's balcony, the planes mirrored perfectly by the calm waters of beautiful Lake Hood. Quickly went to get my bike pumped (a mere 30 minutes roundtrip), returned to my room to grab my stuff - and when I returned, the bike was gone. Oh no! How would anyone steal a bike when there are literally hundreds of Cessnas floating all around the lakeshore? When coming back after an hour of looking for it all over the lake and piecing together just how to break it to the owner of my Inn that I had just managed to lose his bike - it was standing there again! Turns out the owner just went all the way to pump it himself, too. Now that's hospitality! 
All set now, I finally headed for the airport again. Not too much action there on Sundays - which in Anchorage terms means you'll only get 15 freighters instead of 30. Ended the day finally savouring the idyllic view from my room, as Lake Hood enjoyed the 2 hour afterglow of a perfect day!




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