Traumhafter Flug in den Planespotter-Himmel

Trip Start Jun 20, 2010
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Trip End Sep 15, 2010


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Where I stayed

Flag of United States  , Alaska
Saturday, September 11, 2010

Nein, nicht wirklich im Himmel natürlich. Weiss nicht, ob die dort Internet haben. Aber dieses Anchorage kommt also schon sehr nahe. Auf der einen Seite der internationale Airport, wo sich Jumbos und anderes Grossgeflügel im 10-Minuten-Takt die Klinke in die Hand geben. Auf der anderen Seite Lake Hood - die grösste Seaplane-Basis der Welt. Und mitttendrin, mit wunderbarem Blick auf ebendiesen See mein Hotelzimmer. Doch der Reihe nach. Denn der Flug hier hoch war eben auch himmlisch!





 
Los ging's in Juneau. Wiederum wartet der Milk Run auf mich. Diesmal sind es nur zwei Stops, in den Städtchen namens Yakutat und Cordova, bevor wir in Anchorage aufschlagen. Doch im Gegensatz zu gestern sind die Zwischenlandungen heute (fast) nur unwillkommene Unterbrüche im sonstigen dreistündigen Schaulaufen der Naturschönheiten Alaskas. Mein Glück hatte mir nämlich einen fast wolkenlosen Himmel beschert, und das war gut so. Was ich da alles zu sehen bekam stellt wohl so etwa alle anderen Sehenswürdigkeiten in den Schatten. Wir flogen während drei Stunden einem Wunderland entlang, das seinesgleichen sucht. Gletscher von der Grösse kleiner Staaten, endlose Eiswüsten und Berglandschaften, idyllische Flussläufe. Und das nahm kein Ende mehr, sondern wurde von Minute zu Minute besser! So gut, dass ich echt beinahe keine Zeit hatte, über meine kleine Snackpackung vom Bordservice herzufallen. Und das will bei mir also was heissen!


Tja, Worte können das ganze nicht beschreiben (Bilder auch kaum), daher versuche ich dem Erlebten mit einer Ladung Fotos beizukommen. Zudem bin ich mal wieder während dem Schreiben eingepennt. Nein, um genau zu sein, beim Bearbeiten der Bilder. Jedenfalls geht draussen schon die Sonne auf und der Knipsfinger juckt bereits wieder beträchtlich - ich muss also bald wieder auf die Jagd. Naja, ich hoffe die Bilder haben nicht die gleiche einschläfernde Wirkung wie auf mich (und unten geht's dann also noch weiter mit Text, imfall!)



 

  










  











 
















 
 


 

Aber damit war auch heute noch lange nicht Feierabend! Schon aus dem Fliegerfenster sah ich mehr Frachter, als sich jährlich nach Zürich verirren würden! Erst checkte ich aber in meinem Hotel ein, auf das ich schon seit Monaten hingeplangt hatte. Das Lake Hood Inn, direkt am Ufer ebendieses Sees gelegen und damit mitten in der weltgrössten Wasserflieger-Basis drin. Idyllisch stehen hier entlang des ganzen Seeufers die Floatplanes Flügel an Flügel. Aber auch an Action wird einiges geboten - es vergeht echt keine Minute, in der es nicht aus irgendeiner Ecke des Sees knattert und röhrt und ein weiterer Flieger durchs Bild planscht. Wunderbar!


Eigentlich wären die restlichen drei Stunden des heutigen Tages ja ebendiesem Lake Hood gewidmet gewesen. Aber als ich dann so da sass und hinter mir eine MD-11 nach der anderen vom Flughafen in die Luft steigen sah, konnte ich nicht mehr länger widerstehen. So schön die Floatplanes ja sind, aber gegen das Heavy Metal haben sie halt bei mir trotzdem keine Chance. Und wer weiss denn, ob das Wetter morgen nochmals so perfekt sein wird?  Der Besitzer meines Inns lieh mir netterweise sein Fahrrad aus - auch wenn das bei *dem* platten Hinterreifen nicht wirklich ein Segen war. 



Nach einer halben Stunde Abmühen war's dann aber geschafft, ich stand an der Piste 32 des Ted Stevens International Airport. Und woher kam der einzige Mensch, den ich dort traf? Genau, aus der Schweiz. Das englisch blieb uns aber doch nicht erspart - er aus der Romandie, ich aus der Deutschschweiz, und keiner war fliessend genug in des anderen Sprache. Irgendwie traurig. Aber da war genug, um uns aufzuheitern: Im besten Licht schwang sich vor uns ein Heavy-Frachter nach dem andern in den Himmel, sodass das Zuschauen und Knipsen eine reine Freude war. Das taten wir dann bis Sonnenuntergang, als sich Cathay's Silver Bullet in Gold Bullet verwandelte und als Grande Finale des Tages davonschwebte.


 











  











 
 
English
I really thought after the scenic airliner flight to Juneau yesterday, it couldn't get any better. Boy was I wrong! Did the second part of the route today - all the way up to Anchorage via the small towns of Yakutat and Cordova. Luck really kicked in, and I got nearly blue skies for the whole flight. The scenic views of endless mountains, unbelievably giant glaciers, and idyllic river settings was one of the most beautiful things I've ever seen - and this is coming from a Swiss, remember! But the day was far from over upon touchdown in Anchorage. Checked into my hotel right on Lake Hood, which happens to be the world's largest seaplane base. While there was more than enough seaplane action here, after an hour of seeing all the heavy freighters climb out of the airport proper, I couldn't resist any longer. And this was about as good as planespotting gets - Jumbos and MD-11 by the dozens, lifting off right in front of me in the perfect evening light. Heavenly!
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