Küstensaga, Teil 2

Trip Start Jun 20, 2010
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Trip End Sep 15, 2010


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Where I stayed

Flag of United States  , California
Thursday, August 26, 2010

Heute stand das nächste Küsten-Teilstück an. Doch das war nur ein Teil der Reise. 400 Kilometer standen auf dem Programm und wiederum habe ich mich der Bahngesellschaft Amtrak anvertraut. Eigentlich wollte ich ja schon auf den Morgenzug (gutes Licht bei Blick nach Westen und so - jaja, immer das gleiche Thema...:-)). Aber da war er wieder, der Nebel. Dicht wie in London im November. Lustigerweise nur in einem Band von 200 Metern Breite der Küste entlang, dahinter gab's den gewohnt stahlblauen Himmel. Naja, halt noch ein paar Pelikane im Nebel geknipst, bis es dann kurz nach 12 Uhr endlich losging. Der Nebel war noch immer nicht weg, aber viel länger konnte ich die Fahrt auch nicht mehr herauszögern...

Der Zug fand sich mehr oder weniger rechtzeitig in der Station ein. Sofort spurtete ich zum Panoramawagen und ergatterte mir wieder einen Sitz auf der linken Seite.  Zuerst gab's noch nicht allzu viel zu sehen. Sobald wir uns irgendwo der Küste näherten, verschluckte uns sofort der dichte Nebel. Schade! Doch je weiter nach Norden wir kamen, desto mehr ging das grau in blau über. Endlich fanden die ersten Sonnenstrahlen ihren Weg auf den Boden und bereicherten die teils atemberaubenden Aussichten endlich auch mit etwas Licht. Mittlerweile fuhr der Zug auf einem Abschnitt, der nicht einmal per Strasse zu erreichen ist. Und das in den USA. So etwas wie ÖV-exklusive Aussicht also, nett!

Viel zu schnell war das schöne Spektakel dann auch wieder vorbei. Erst eroberte sich der Nebel den Himmel zurück, wenig später drehten wir auch noch von der Küste weg und drehten ins Landesinnere. Es wurde eine ansehnliche Hügelkette durchquert, mit einigen engen Umkehrkurven und Tunnels. Hatte ich so wiederum nicht erwartet und war daher eine gelungene Überraschung. Kurz darauf wurde ein Stop im Ort mit dem klingenden Namen San Luis Obispo eingelegt. Auch hier gäbe es wieder eine Mission, aber ich kann mir ja nicht alle anschauen...




Die verbleibenden 3 Stunden Fahrt führten dann über ziemlich flache Farmlandschaften und sanfte Hügelzüge. Farblich stimmte das so gar nicht mit meiner Vorstellung von Küsten-Kalifornien überein: Während ich eine Fahrt durch einen tropischen Regenwald erwartete, breiteten sich vor mir meilenweite, braune Steppen aus. Doch auch die hat ihren Reiz - besonders wenn die immer tiefer sinkende Abendsonne dem ganzen noch einen kräftigen Schuss gelb verleiht. Okay, die Zugfenster halfen auch noch kräftig mit, aber es war trotzdem ganz schön. Ankunft in einem Örtchen namens Salinas, doch es geht gleich weiter. Ich hüpfe auf den Regionalbus (ja schau an, sogar das gibt es hier). Innerhalb von einer guten Stunde bringt mich dieser in den bekannten Ferienort Monterey. Und wenn sich der Nebel morgen nicht ganz blöd anstellt, gibt's von hier aus Teil 3 der Küstenstrassensaga!
 
English
Next part of my quest to see as much of the scenic California Coast as possible. Once again riding the Amtrak train, it took me from Santa Monica up north to Salinas, from where I hopped onto a local bus to well-known Monterey. The train ride once agan lived up to the high expectations, even though the dense fog almost spoiled the party. Fortunately, about half-way up the coastal segment it finally lifted and revealed rugged cliffs, sandy beaches and long stretches of waves picture perfectly crashing onto the shoreline. Too bad we turned inlands after two hours. However, the remainder of the trip was far better than I had anticipated. First we passed through some rolling hills, negotiating some more switchbacks and tunnels. And then we sped across wide open fields, whose brown-ish colour was turned into an amazing gold by the setting evening sun (and the tinted windows, I must admit).
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