Von einem Airport zum nächsten

Trip Start Jun 20, 2010
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Trip End Sep 15, 2010


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Flag of United States  , California
Monday, August 23, 2010

Zwei Airport-Besuche und eine Busfahrt habe ich zu bieten. Letztere war ein Katzensprung, kurze 200 Kilometer von San Diego aus nordwärts. Wieso man dafür trotzdem 5 Stunden braucht, das gibt's unten zu lesen. Erst noch: 
California



 

Die Nacht im Motel in San Diego war wider erwarten angenehm ruhig, oder immerhin kam der Lärm, der mich ab und zu aus dem Schlaf riss, nicht von den bösen, bösen Fliegern. Nach dem Aufstehen versuchte ich mich noch etwas im Spotten, aber der eigentlich so schöne San Diego Airport macht es einem unnötig schwer. Vom Doppelzaun habe ich ja bereits berichtet. Aber dann wären da noch die Parkhäuser. Zwei gibt's von ihnen, und sie würden so wunderschönen Pistenblick bieten, dass dem Spotter das Wasser im Mund zusammenläuft (siehe Video).  Leider prangen da grosse Schilder, dass jeder, der von dort Fotos oder Videos mache, sofort verhaftet und dem Richter zugeführt werde. Ich hab' natürlich noch mit meinem nettesten Hundeblick (in dem Masse, wie dieser unausgeschlafen, unrasiert morgens um 8 halt so gelingen will) die Parkwächter nach einer Ausnahme gefragt. Nix zu machen, das seien nationale Regeln, und sie kämen sonst in "big trouble". Welcome to the land of the Free!

 
 
Ich fand dann schliesslich noch eine Fussgängerbrücke, von der aus ich immerhin die Anflüge knipsen konnte. Pistenblick (für Line-ups und Abflüge) war zwar so etwas wie vorhanden, allerdings durch drei Dutzend Stromleitungen verdeckt. Und das Licht stimmte im übrigen auch nicht so wirklich. Wenn's nicht will, dann will's nicht, und das muss auch der Meyer irgendwann anerkennen. Oder um es mit der Kartenspiel-Metapher eines weiteren Country-Songs auszudrücken: "You gotta know when to hold 'em, know when to fold them, know when to walk away, and know when to run." (The Gambler von Kenny Rogers). So legte ich dann meine Karten beiseite, verliess diesen Spieltisch - und machte mich auf den Weg zum nächsten.

 Schade, dass die Zeit so drängte, denn San Diego hätte auch noch viele schöne nicht-aviatische Sehenswürdigkeiten zu bieten gehabt. Und so wurde es dann zur ersten Stadt, in der ich gerne noch länger geblieben wäre. Punkt zwölf Uhr hätte der Bus nach LA fahren sollen, es wurde dann 12:30. War wiedermal full house, aber ich schlüpfte grad noch so rein. Der Kurs lief unter der Bezeichnung "Local Bus" und hielt in jedem Kaff auf dem Weg. Stört mich nicht, wenn die so schöne Namen wie Oceanside und Santa Ana tragen, und jedes noch fantastischere Blicke auf das Meer bietet wie das letzte. Die Autobahn schien im Minutentakt an Spuren zu gewinnen - untrügerisches Zeichen dafür, dass wir dem Moloch LA immer näher kamen. Nach 3 Stunden Fahrt für 150 Kilometer hüpfte ich dann in einem weiteren Kaff namens Long Beach vom Bus - okay, eigentlich die fünftgrösste Stadt Kaliforniens. 

Der Flughafen LA's liegt nämlich im Süden der Stadt, und der Transfer von downtown ist nicht unter einer Stunde zu bewältigen. Statt sich also erst ins Zentrum reinzumühen, nur um dann durch den langsamen Abendverkehr wieder zurück nach Süden zu schleichen, machte ich es mir einfacher: Vom "Vorort" Long Beach aus kann man -mit zweimal umsteigen, aber immerhin- auch nach LAX gelangen. Dauert zwar auch seine 90 Minuten - wenn denn nichts Verspätung hat und das Umsteigen reibungslos funktioniert. War dann natürlich nicht der Fall, aber nach 2 Stunden war's trotzdem geschafft. 



Einen Block vor meinem Hotel kurz Halt gemacht; Meinen heruntergekommenen Backpacker-Rucksack mit wenigen Handgriffen in eine etwas netter ausschauende Sporttasche umgewandelt, das zerschlissene Leibchen durch ein nach langem Wühlen gefundenes chices Poloshirt ausgetauscht. Kleider machen Leute, und nun war ich perfekt gerüstet für das teuerste Hotel auf meinem Trip (was mit 136 Franken pro Nacht aber immernoch im Rahmen liegt, wie ich finde). Hilton Embassy Suites heisst das. So ungerne ich der nicht gemochten Hilton-Göre noch mehr Partygeld zukommen lasse, und so noch ungerner ich überhaupt so viel für eine Übernachtung ausgebe: Das musste sein. Zimmerreservation im obersten Stockwerk wurde brav befolgt, und der Ausblick vom Balkon auf den Flughafen ist so nett wie erhofft. 


Konnte mich ja kaum vom Pistenblick losreissen, aber auch das musste sein. Wieder eine Busfahrt später stand ich bei *dem* Spotterpunkt schlechthin, dem In n' Out Burger. Zwar war er nur noch gut eine Stunde lang, aber trozdem entwickelte sich ein traumhafter Abend. Flieger im Minutentakt, alle 5 Minuten was grosses oder spezielles - mal bedrohlich tief über dem Kopf, mal imposant von vorne mit Sonnenschein in den Triebwerken. Keine Doppelzäune, keine abgesperrten Parkhäuser, keine Cops. So einfach und schön kann unser Hobby sein. Als Abendessen den berühmt berüchtigten vierfachen Animal Style-Burger (mit vier Lagen Fleisch und Käse) verdrückt - perfekt, nun bin ich für zwei Tage gesättigt!

 
English
After getting up, I tried some more spotting at San Diego, but soon had to realize that despite the airport's fantastic location, nestled between the city and the wonderful bay, pictures are hard to get. Two wonderful parking garages would offer an amazing view, but have signs everywhere to scare spotters away. Was able to optain some pictures from a foot bridge, but nothing too fancy. After 5 hours for 200km, I finally reached LAX - Los Angeles Airport. No time to enjoy the fantastic view from my hotel room yet, I headed straight  to a burger joint named In n' Out. While the burger with its four layers of meat was sure delicious and should keep me nourished for the next two days, the main reason for my visit were the planes, heavy after heavy roaring over my head in beautiful, warm afternoon sunlight. What a lovely evening, and no sign of any San Diego-like hassles!
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