Monumental II

Trip Start Jun 20, 2010
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Trip End Sep 15, 2010


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Where I stayed

Flag of United States  , Arizona
Tuesday, August 17, 2010

So, letzter Tag in Page. Und es wurden nochmals kräftig Sights eingesammelt. Naja gut, eigentlich ja nur zwei. Aber immerhin. Im Nachhinein bin ich froh, dass mir der Arches-Park abhanden gekommen ist, und mir damit die letzten paar Tage ermöglicht hat. Zumal ich dort unmotorisiert eh kein leichtes Spiel gehabt hätte.







Okay, auch in Page fallen einem die Sehenswürdigkeiten nicht einfach in den Schoss. Vor den Toren der Stadt liegt ein weiteres Naturschauspiel: Der Horseshoe Bend. Nicht, dass ein Canyon alleine noch nicht sehenswert wäre. Aber wenn er direkt unter einem eine 180-Grad-Kurve hinlegt, ist das schon eine Klasse für sich. Beste Zeit für Fotos: Morgens um 10, wenn die Sonne gerade hoch genug steht, dass die Schlucht frei von Schatten ist. Eigentlich wäre auch das mit dem Fahrrad gedacht gewesen, aber nun stellte ich mich auf einen weiteren Marsch ein: 1h38 veranschlagte das GPS. Auch diesmal alles dem Highway entlang durchs endlose Nichts - bloss, dass es heute viel heisser war, und das Ziel nie wirklich sichtbar.
Kein Damm, der langsam näher rückte, nur eine Strasse und endlose Wüste. Wie in einem alten Western. Aber man gewöhnt sich dran, und nach nur 1h20 war's dann auch schon geschafft. Und natürlich hatte sich die Plackerei gelohnt - was für ein Anblick! Zum Grössenvergleich: Der weisse Punkt im Fluss ist ein Motorboot.

Für den Nachmittag stand nochmals ein Abenteuer mit meinem geliebten Bundu-Bus an. Aber die Herrschaften überraschten mich wirklich: Die scheue Anfrage, ob sie vielleicht unter Umständen so nett sein könnten, mich direkt am Horseshoe Bend aufzugabeln (mit Sessel muss man behutsam umgehen), wurde ohne zu zögern mit ja beantwortet - obwohl der nun wirklich nicht am Weg lag. Na das ist doch mal Service! Dar weisse Minibus war diesmal sogar pünktlich und gut gefüllt, halb Europa war vertreten - obwohl man die Italiani natürlich wieder am besten raushörte (sorry JP :-)). Zwei Stunden dauerte die Fahrt, und schon unterwegs wartete Arizona mit einigen netten kleinen Häppchen am Strassenrand auf.


  Das war aber noch nichts im Vergleich zu unserem Ziel, versteht sich. Nichts geringeres als der Inbegriff des Westens schlechtin wartete auf uns, hunderte Male verfilmt, fotografiert und beworben. Na, klingelt's? Okay, der Titel hat's ja eh schon wieder verraten, die Rede ist vom Monument Valley. Auch hier sind wir im Reich der Navajos - und begeben uns damit auf eine Reise durch die Zeit. Nein wirklich jetzt, das muss ich schon noch kurz einflechten. Diese Zeitzonen hier verwirren ja sogar mich. Und als Gast auf den Chathams (UTC + 12:45) und Nepal (UTC + 5:45) dachte ich, ich hätte allen krummen Zeit-Dinger gesehen. Denkste.




Also: Arizona liegt in der selben Zeitzone wie andere Staaten rundherum, Utah oder Colorado zum Bleistift. Nur, die Jungs in Arizona mögen die Sommerzeit nicht - und lassen sie einfach links liegen. Schwupps, sind sie ne Stunde zurück. Dann kommen aber die Indianer und finden: Hey, cool, Sommerzeit, da können wir am Abend länger Antilopen jagen (oder was auch immer die tun, wenn sie nicht gerade Touristen auf Pickup-Ladebrücken rumkutschieren). Häuptling fliegender Pick-up hat gesprochen, in den Indianerreservaten gibt's Sommerzeit. Und damit eilen die Navajos dem Rest von Arizona wieder ne Stunde voraus. Ich habe den Überblick längst verloren und halte es mit Alan Jackson: It's five o'clock somewhere...


So, genug gelabert. Aber irgendwie muss ich ja Text generieren, um ein paar Bilder in gross zeigen zu können. Von der zweistündigen Fahrt durch die Monumenten-Wüste gibt's nämlich nicht allzu viel zu berichten. Ja, wieder auf einer Pick-up-Ladebrücke. Ja, wieder auf 'ner Schotterpiste. Ja, der Driver war Indianer und fuhr auch entsprechend. Nein, den Geist von John Wayne habe ich nicht gesehen. Dafür hat offenbar ein Indianer den Auftrag gefasst, alle 15 Minuten seinen Gaul auf einen Felsvorsprung zu reiten und damit die Touri-Fotos zu bereichern. Naja, für mich müssen Indianer durch die Prärie galoppieren, und nicht die 20 Meter zwischen Visitor Center und Felsvorsprung hin- und herschlurfen. Ist ähnlich wie mit dem Maulkorb-Alligator in den Everglades. Aber zugegeben, im schönen roten Mänteli machte er sich dann doch ganz nett auf dem Foto. Der Indianer natürlich.

Fazit zu Monument Valley: Ja, sehr schön, sicherlich, und toll, die weltbekannten Felsformationen auf dem Chip zu haben. Ganz so umgehauen wie erwartet haben sie mich allerdings nicht. Vielleicht bin ich langsam etwas Sightseeing-müde (obwohl ich am Morgen noch zwei Stunden lang fasziniert ins Hufeisen starren und mich kaum davon losreissen konnte). Vielleicht lag's daran, dass ich entlang der Strasse immer wieder ähnlich imposante Steinbrocken vorbeiziehen sah. Vielleicht fährt bei mir halt nur die Vogelperspektive so richtig ein - verständlich wär's ja. Oder es lag einfach daran, dass wir vor dem Sonnenuntergang schon wieder abdampften, und damit wohl die schönste Stimmung verpassten. Immerhin, einen feuerroten Arizona Sunset gab's dann auf der Heimfahrt doch noch, sogar auch mit einem Felsen auf dem Bild - dem gleichen wie oben im Blumenmeer.

English
Continuing where I left off last night, with a nice stroll down the highway. Other direction this time, a little longer even, but the destination was totally worth every step and every trucker honking at me. What a view down on impressive Horseshoe Bend, with the deep blue river meandering through the red sandstone hundreds of feet below.
Afternoon attraction was another ride with the Bundu Bus, taking me to just about the most iconic area of the southwest, starring in countless movies, photographs and adverts: The Monument Valley. Got up close with the giants on a Navajo-led pick-up tour across the bumpy dirt roads, and snapped away at the surreal scenery unfolding as the sun sank towards the horizon. Unfortunately, we left before sunset, and so I never got to see the real magic. Yes, the monuments were still amazing, but they didn't knock me off my feet either (as the Horseshoe did earlier!).

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