Rom, Monte Carlo, New York, Luxor, Tahiti, Venedig

Trip Start Jun 20, 2010
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52
89
Trip End Sep 15, 2010


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Flag of United States  , Nevada
Tuesday, August 10, 2010

Nein, ich war natürlich nicht mal eben kurz auf Weltreise. Also doch, schon irgendwie. Aber halt eben Las Vegas Style. Heute drehe ich die Sache mal um und betexte die Bilder statt den Text zu bebildern. Viel zu erzählen gibt's nämlich nicht; ausser dass es eigentlich ziemlich heiss ist, was aber dank der geringen Luftfeuchtigkeit von unter 10% (!) gar nicht auffällt (38°C bei einem Taupunkt von -16 [!!], für die Aviatiker hier). Oder immerhin nur dadurch, dass schon nach kurzer Zeit Augen und Nase zu jucken beginnen und nach Wasser schreien. Auch anzumerken ist, dass es unglaublich viele Leute auf der Piste hat - morgens um 10 konnte man sich ja mit etwas flinken Schritten noch durch die lahme Masse durchschlängeln - abends um 10 wurde ich dann aber wieder zwangsgeschlendert, was mir so gar nicht passte. Anyway, ich sah trotzdem all die Spielhütten, die ich mir vornahm - und so geht's nun auf eine kleine Tour des Casinos!


Okay, kurze Audienz bei Cäsar. Die Perspektive war mir gestern Abend schon aufgefallen - aber ne Langzeitbelichtung auf dem Fussgängerstreifen macht sich nicht sonderlich gut, wenn da über 5 Spuren verteilt die Autos warten, wie eine Horde Stiere, bereit, auf das rote Tuch zu stürmen. Anyway, Caesar Palace hat 3'348 Zimmer zu bieten (Nr. 9 in Vegas) sowie ein nachgebildetes Kolosseum, dessen ultra-sauberer Fassade aber jeglicher historischer Charme abgeht.





Eine Station weiter. Ja, okay, das Bellagio hatten wir gestern schon zur Genüge. Aber bei Tage kommen auch die netten Häuschen rechterhand zur Geltung, die das Setting am Comersee (für die werten deutschen Leser: Komer See) widerspiegeln sollen. Mit den exakt 3'000 Zimmern ist es nur irgendwo auf Rang 15 im Vegas-Vergleich...




 
 
Next in line, das Monte Carlo. Ging irgendwie etwas an mir vorbei, vom Pomp des Originals im Fürstentum konnte ich nicht viel ausmachen. Zimmeranzahl 3'002 - damit streckt es dem Bellagio von Rang 14 die Zunge entgegen...








 

Okay, die Tempel bislang waren eigentlich nichts mehr als kleine Snacks on the Go, unterwegs zum ersten Kasino, dessen Fassade ich wirklich ablichten wollte. "New York, New York" ist weniger ein einziges Gebäude, als vielmehr ein Dutzend bunt zusammengewürfelter typischer New Yorker Wolkenkratzer im Mini-Format. Wobei "mini" in Vegas natürlich auch relativ ist - der Nachbau des Empire State Buildings misst 161 Meter und wäre damit klar das höchste Gebäude der Schweiz - mit einem Abstand von 40 Metern!! (wenn man denn Zürichs Prime Tower überhaupt schon mit einbezieht, sonst sind es 60 *heul*)

 

 
Wer blickt denn hier so sehnsüchtig in die Wüste?








 
 

 

 
Niemand geringeres als die Sphinx herself (mit Nase und schön koloriert), das Casino dahinter heisst passenderweise Luxor und ist in einer 30-stöckigen monumentalen Glaspyramide zuhause. 4'407 Zimmer werden hier geboten, damit ist es die Nummer 2 in Vegas (gleich vorneweg, die Nummer 1 mit etwas über 5'000 lag auf der anderen Strassenseite, damit im Gegenlicht, und fehlt deshalb hier...)



 

Dann war Siesta angesagt; mal wieder kämpfte ich beherzt aber leider erfolglos gegen einen Bären, und just als die Bestie mir den Kopf abreissen wollte, wachte ich auf und stellte mit Schrecken fest, dass sich die Sonne soeben in den Feierabend verabschiedet hatte (Randnotiz: Ich scheine ja echt traumatisiert zu sein *gg*). Auf zur Nightshot-Session also. Kurzer Zwischenstopp beim Südsee-Tempel namens Mirage (3'049, Nr. 11), dessen langweilige Fassade immerhin durch einen stündlich ausbrechenden, künstlichen Vulkan aufgepeppt wird. Damit die Explosionen nicht so auf die Nase schlagen, wird das dafür verwendete Gas übrigens mit Piña-Colada-Duft angereichert - looool!


Eigentlich war ich aber unterwegs zum Venetian, dem 3'355-Zimmer-Komplex (Nr. 3), der sich ganz und gar dem romantischen Venedig verschrieben hat. Und das Teil war dann auch so schön wie erhofft: Ein künstlicher Kanal schlängelt sich durch eine idyllische Landschaft mit niedlichen Brücken und charmanten Laternen; darauf schippern lauthals singende Gondolieri japanische Touristen umher. Umrahmt wird die Landschaft von äusserst schmucken Fassaden, dahinter steht ein Duplikat des Campanile - nur gerade einen Meter kleiner als das Original übrigens. Das ganze ist wahrscheinlich mehr Bilderbuch als Venedig, aber trotzdem überaus schön!

Kurzer Blick in die prunkvolle Lobby, auch hier wurde nicht an Pomp gespart. Erneut wunderschöne Verzierungen an den Wänden, von der Decke grüssen Gemälde im Stil der Sixtinischen Kapelle in Rom. Ganz toll! Gleiches lässt sich leider nicht von den Gästen sagen; naja, einer zumindest, der betrunkene 30-jährige Engländer, der mir die ganze Zeit im Bild rumtanzte und Grimassen schnitt. Schliesslich meinte er belustigt, jetzt könne ich alle Bilder wegschmeissen. Ich entgegnete gelassen, der "annoying people filter" in der Kamera hätte mal wieder gute Arbeit geleistet und zeigte ihm die Bilder, auf denen er in der Tat nicht zu sehen war. Das konnte sich die arme Seele nun absolut nicht erklären und zog enttäuscht von dannen. Ätsch, wohl noch nie was von Langzeitbelichtung gehört - aber mit zu viel Belichtung war sein Oberstübchen wohl ohnehin noch nie konfrontiert.
Nach dieser Weltreise war dann auch für mich Schluss. Mal schauen, in welche Teile der Erde es mich morgen noch verschlägt...


English 
Sightseeing in Vegas feels like a trip around the world. Starting off at Cesars Palace, themed after historical Rome; next in line is the Bellagio, set on the lake of Como in northern Italy; moving on to Monte Carlo (pretty self-explanatory I guess, even though the architecture was not). Then followed the first true highlight, New York, New York with its impressive replica skyline. Next was Luxor, home to a huge glass pyramid and an impressive Sphinx statue. After a break (wandering around in the afternoon heat, albeit extremely dry, isn't that much of a pleasure) came the night session, witnessing a volcano eruption at the Mirage and then wandering around the picture-perfect Italian wonderland of the Venetian - complete with singing Gondolieri!
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