Vegas.....................sagt eigentlich alles...

Trip Start Jun 20, 2010
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Trip End Sep 15, 2010


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Flag of United States  , Nevada
Monday, August 9, 2010

Es waren zwar keine "467 miles to the outskirts of Las Vegas" mehr wie im Song von Jason Aldean, sondern nur noch 195 Kilometer bis mitten ins Zentrum der Glücksspielmetropole. Trotzdem war die Fahrt ein Highight, und ich habe auch noch zwei neue Staaten befahren, Arizona (das kommt dann später noch ausgiebiger) und Nevada. 
Nevada

Von St. George hab' ich herzlich wenig mitbekommen. 5 Minuten nach Checkout-Zeit aufgestanden, meine sieben Sachen gepackt, über die Türschwelle gestolpert, und mich im McDonalds gleich gegenüber niedergelassen. Der fungiert auch als Greyhound-Station, bietet gratis Internet und vor allem leckere Angus Beef-Wraps - irgendwie musste ich ja das Abendessen von gestern kompensieren. Die drei Stunden bis zur Abfahrt brachte ich ohne Probleme rum, etwas Feintuning am Reiseplan ist ja schliesslich immer möglich. Und zum Glück sparte ich mir noch einen Teil der Fahrt nach Vegas für heute auf: In den 2 Stunden passierten wir unzählige eindrückliche Felsformationen, durchquerten schroffe Schluchten und fuhren durch einen Haufen nichts, wie für diese Gegend hier so üblich. Das alles hat mir sehr gefallen - zu schade, wenn dieses Schauspiel in der Dunkelheit an mir vorbeigezogen wäre!


Mitten in der Wüste tauchten dann plötzlich die Silhouetten von Hochhäusern auf - keine Fata Morgana, sondern der erste Blick auf Vegas. Die haben dieses Örtchen ja wirklich voll ins Nichts gepflanzt! Ankunft im Greyhound-Terminal, und schon hier meinte ich den Sound von Casino-Equipment zu hören. Nicht mehr zu übersehen sind die diversen einarmigen Banditen dann in der Lobby meines Casino-Hotels. Das Teil war ein Lichtblick: Für 28 Dollar gibt's hier Zimmer auf Drei- bis Viersterneniveau! Sicherlich mit dem Hintergedanken, die Leute ins eigene Casino zu locken, wo sie dann kräftig Geld ausgeben - aber da haben sie die Rechnung ohne den Meyer gemacht, der dieser Versuchung eisern widerstehen und nur das billige Zimmer absahnen wird. Na gut, ich hab' da noch dutzende nervige 1-Cent-Münzen, die meine Hosen auf Hip-Hopper-Höhe runterziehen und deren Geklingel unter den Greyhound-Passagieren immer für leuchtende Augen sorgt. Von denen könnte ich mich eigentlich mal trennen, wenn mir denn langweilig sein sollte...


Dass in dieser Stadt aber je Langeweile aufkommt, bezweifle ich. Für die erste Unterhaltung sorgte das Hotel gleich selber: Fürs Einchecken durfte man sich in eine Schlange stellen, wie sie selbst die Sicherheitskontrolle in Zürich in der Mittags-Abflugwelle kaum je sieht. Sage und schreibe 52 Minuten dauerte es, bis ich endlich meinen Schlüssel abholen konnte - Wahnsinn, aber bei dem Preis motzt man natürlich nicht. So war's dann plötzlich nur noch eine Stunde bis Sonnenuntergang, und ich sprintete direkt zum Eiffelturm. Was? Wo kommt der denn jetzt auf einmal her? Tja, die Verrückten haben ein Duplikat von halber Höhe des Originals hier hingestellt. Zusammen mit einem Nachbau des Arc de Triomphe das Aushängeschild des Casinos "Paris Las Vegas", das im Innern von malerischen Fresken französischer Dörfchen geschmückt wird, die aber leider im Meer von Slot Machines sang- und klanglos untergehen. Anyway, mein Fokus lag eh woanders - nämlich in der Höhe!

Der Eiffelturm liegt so ziemlich in der Mitte des Strips und bietet einen unschlagbaren Ausblick auf die Action ringsum. So richtig schön wird das ganze etwa 20 Minuten nachdem sich die Sonne hinter die umliegenden Berge verabschiedet hat. Der wolkenlose Himmel (die nur 10% Luftfeuchtigkeit nehmen wohl jeder Wolke die Lust am quellen) färbt sich rot, orange und gelb - und die glitzernden Gebäude am Strip wetteifern in allen vorstellbaren Farbtönen mit. Dazu das weitläufige Netz beleuchteter Strassen im Hintergrund, umrahmt von der dunklen Wüste. Fertig ist eine so wunderbare Bildkomposition, wie sie bisher noch kaum eine Stadt geboten hat!


 
 Und gerade wenn man denkt, es ginge nicht mehr besser, faucht es von der andern Strassenseite, vor dem Bellagio (ein Casino im, genau, italienischen Stil) gehen die Fontänen an und tanzen zu den Klängen von Pavarotti und Co. Und das ist nicht bloss ein kleiner Springbrunnen, nene. Das sind 1'200 Hochdruck-Düsen, die das Wasser bis zu 110 Meter in die Höhe katapultieren, sowie 4'000 Lichter, verteilt über den ganzen künstlichen See von 300 Metern Länge. Hier wird einem ja wirklich was geboten - und das waren erst die ersten zwei Spieltempel von etwa 15, die einen Besuch lohnen! Ich glaube, die Kamera wird sich in den nächsten Tagen nicht über zu wenig Arbeit beklagen können. Ja, klar, das ganze ist oberflächlich wie nix. Ja, das Städtchen ist so dekadent wie's nur geht. Aber es sieht dabei so gut aus, dass man es einfach umgehend ins Herz schliessen und unter fotografischen Dauerbeschuss nehmen muss! 


English 
I immediately thanked myself for not squeezing in the 2-hour drive to Vegas last night . We were barely out of St. George when scenic rock formations started popping up all over the place, and the road led through various canyons and uninviting deserts. Smack in the middle of one of them, all at once, a skyline came into view. This was Vegas!
After the hassle of getting to the hotel and checking in (which took me just as long as the trip from St. George), the evening was approaching fast. So I darted to the Eiffel Tower replica, just in time to see the sun set behind the Bellagio Casino. What was to follow, was simply amazing: While the wide open sky turned to every hue of yellow, orange and red, the casinos on the ground did their best to keep up. And just when I thought it couldn't get any better, the fountains over at the Bellagio started their dance. Oh wow...!!
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