Noch ein Konzert, noch ein Flug

Trip Start Jun 20, 2010
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Trip End Sep 15, 2010


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Flag of United States  , Colorado
Saturday, July 31, 2010

Okay, ich beichte es. Ich flog schon wieder. Aber nun wirklich zum letzten Mal für *nachzähl* 40 Tage. Und natürlich war wieder ein Konzert Schuld. Das fand nämlich heute Abend in Denver statt - eigentlich nur 7 Stunden Fahrt von Albuquerque entfernt und ohnehin das nächste Kästchen in meinem Reisekalender. Aber Greyhound brachte es für einmal nicht fertig, eine frühmorgendliche Verbindung anzubieten, die mich rechtzeitig hier hoch gebracht hätte.





 
Das morgendliche Abenteuer nach Santa Fe strich ich - nur für noch mehr Lehmhäuschen musste ich mir ja nicht eine weitere beinahe schlaflose Nacht antun. Zudem rühmte sich das Hotel, spezielle Gesundheits-Matratzen zu haben - der optimale Ort also, mein latentes Schlafmanko zu bekämpfen. Nun rennen wenigstens die kleinen Kinder nicht mehr weg vor mir, weil ich aus der Wäsche schaue wie ein Zombie...So pennte ich dann mehr als in den letzten drei Tagen zusammen - und hätte es beinahe fertig gebracht, einen um 13 Uhr geplanten Flieger zu verpassen. Auch ein Kunststück...
 

 
Immerhin, die am Albuquerque Sunport waren ganz schön speditiv, und so hatte ich sogar noch Zeit, etwas lokales Gemüse einzusammeln. Und das lohnte sich durchaus: Das Militär schickte netterweise einen Tanker vorbei, die Marines warfen eine DC-9 in die Runde, und eine B707 war da auch noch parkiert. Nur eine kleine Enttäuschung, als mein eigenes Fliegerlein angeschwebt kam: Das hatte kein schönes Tier auf der Flosse wie die restlichen Mitglieder der Frontier-Flotte, sondern war offenbar von ner anderen Airline ausgeborgt worden. Aber das sieht man ja eh nicht, wenn man drin sitzt.


 
 Nettes Detail: Auf der Safety Card haben die doch tatsächlich vermerkt, dass der Flieger in Brasilien zusammengekleistert wurde. Wenn da mal was nicht funktioniert, ist in der Kabine sicher schnell kollektiv ein gemeinsamer Sündenbock gefunden, und die Amis sind fein raus. Jaja. Der einstündige Flug war dann leider unspektakulärer als erhofft (immerhin flogen wir ja den bekannten Rocky Mountains entlang), da ein dichter Teppich von Quellwolken über der Landschaft hing. Erst kurz vor Denver riss die Wolkendecke auf und gewährte mir einen netten Blick auf die kleine Innenstadt und die riesigen Suburbs darum herum, die hier noch viel weitläufiger waren als bisher. Schliesslich ging's in einer weiten Kurve in den Endanflug, der über endlose topfebene Felder führte. Hätte ich nicht fünf Minuten vorher noch die Metropole gesehen, ich hätte echt gedacht wir würden da mitten im Acker aufschlagen!

 
Denver ist die Basis von Frontier, eben die mit den Tieren auf den Leitwerken und damit der Stoff, aus dem des Planespotters Träume sind. So schlenderte ich dann noch etwas durchs Terminal und konnte hier und da schon einige erste Exemplare erlegen. Der Jagd auf die Frontier-Leitwerke ist dann ein eigener Tag gewidmet, auch wenn ich noch keinen Plan habe, wie ich an diesem riesigen Airport überhaupt irgendwo hinkommen soll. Heute ging's dann aber erstmal ziemlich schnell weg und direkt in den Süden von Denver, in mein Hotel. Hier wartete zu meiner Freude auch die übers Internet bestellte, neue Netbook-Tastatur, die ich im Rahmen einer eingeschobenen Bastelstunde dann erfolgreich einbaute - diesmal sogar, ohne dass mein Finger ein Rendezvous mit dem Sackmesser zu vermelden hätte. Ich werde ja langsam ein richtiger Profi...!

Anyway, Hauptattraktion des Abends war ja nicht das Netbook. Fünf Minuten von meinem Hotel entfernt steht die Arena mit dem wunderschönen Namen "Comfort Dental Amphitheatre" - ich meine, Sponsoring ist ja gut und recht und alles, aber wenn wir dann mal beim Elmex-Hallenstadion angelangt sind, wandere ich wirklich aus. Irgendwo hat's einfanch Grenzen. Mit dem Namen hatte es auch die Vorband nicht so, wegen der ich eigentlich überhaupt gekommen bin. Lady Antebellum heissen die, singen aber zum Glück besser als sie heissen. Und schau an, einer ihrer Songs hatte kürzlich sogar ein 11-wöchiges Gastspiel in der Schweizer Hitparade - vielleicht erkennt ihn ja jemand wieder (das Bild links sollte sich bei Klick in ein Video verwandeln, ansonsten findet es sich auch hier)

Ja, genau, das war Country-Musik. Und die Ohren haben's ja überlebt, oder? :-))
Danach war dann der Meister himself an der Reihe. Tim McGraw sein Name (falls Stefano mitliest [der mich einst für mehrere Woche in Tis McGraw umgetauft hatte]: Ja, der). Zwar nicht ganz oben auf meiner Favoritenliste, aber zum einen tönt das Zeugs ja eh alles gut, und zum andern zauberte er eine so elektrisierende Stimmng ins Stadion, dass ich mich der allgemeinen Euphorie ohnehin nicht entziehen konnte. 18'000 begeisterte Fans sangen unter dem leicht rötlichen Abendhimmel beim melancholischen The Cowboy in Me und dem witzigen It's a Business doing Pleasure with you im Chor. 


 
English summary 
Okay, I confess. I was flying again. However, it's really not that I'm fed up with the Greyhounds. But sometimes, they're just too slow for the task. Today there was another concert waiting for me in Denver, but no way to complete the 7-hour drive there before the evening. So I splurged yet again and got me a ticket with lovely Frontier Airlines. Unfortunately there was no fancy wildlife on the tail (the jet was borrowed from Midwest) and no fancy scenery to be seen (clouds were having some kind of meeting 'round here). Approach into Denver took us over endless cornfields, and it felt more like touching down in a one horse town than in a metropolis. Was able to collect some first stunning Frontier tails while waiting for my bus to south Denver. Reaching the terribly named Comfort Dental Amphitheatre just in time to catch the opening act, Lady Antebellum. While they were the main reason for my visit, Tim McGraw who followed suit sure knew how to please the crowd as well!
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