Easy going im 'Big Easy'

Trip Start Jun 20, 2010
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89
Trip End Sep 15, 2010


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Flag of United States  , Louisiana
Friday, July 23, 2010

Heute hatte ich mal wieder einen reisefreien Tag, und natürlich galt es, New Orleans zu erkunden. Achja, was ich gestern noch unterschlagen hatte: Das Nummernschild von Louisiana natürlich. Das mit dem Sportler-Paradies kann ich nicht wirklich bestätigen; schon mit meinem schnellen Sightseeing-Gehtempo prallte ich alle fünf Meter in laaaangsam dahin kriechende Menschenmassen. Vielleicht heisst die Stadt darum "big easy", wer weiss (jedenfalls nervte es beträchtlich)...
Louisiana

Na gut, ich nahm's ja auch easy. Ich ging erst die beiden Top-Einträge meiner Prioritätenliste an: Ausschlafen (haha, easy, ausser dass schon wieder ein Zimmermädchen morgens um 8 an meine Tür hämmerte) und danach die Laptop-Chirurgie. Also zog ich erstmal los, um einen Schraubenzieher zu kaufen. Danach folgte der überfällige Eingriff, um die Tastatur auszubauen. Immerhin, meine Vermutung stimmte - es waren wirklich nur die blockierten Tasten, die das Netbook in die Knie zwangen. Also tigerte ich ein zweites Mal los, und besorgte mir eine billige USB-Tastatur. Tja, meine Souvenirs werden auch immer skuriller. Nun macht die tägliche Schreibarbeit aber wenigstens wieder Spass. Noch nicht geklärt ist, wo ich dieses überdimensionierte Scheit unterbringe. Mal sehen, wie doof die anderen Passagiere gucken, wenn ich mit ner Tastatur unterm Arm den Bus betrete? 

Und dann war es irgendwie schon wieder 17 Uhr, und ich hatte von New Orleans noch immer nichts gesehen. Immerhin, das Französische Quartier, die Hauptattraktion (dessen Häuser übrigens hauptsächlich aus der spanischen Zeit stammen), ist ziemlich kompakt und war somit relativ schnell erkundet. Schön war es aber allemal; die farbigen Fassaden, die schön verzierten Eisenbalkone, die engen Gässchen - mehr als nur ein Hauch von Europa, egal, wer jetzt hier genau was gebaut hat. Leider wird das ganze begleitet von ziemlich viel Dreck und üblem Gestank, der dem Duft von Bangkok in nichts nachsteht (pot-pourri des excréments, um beim Französisch zu bleiben). 

Dass man an jeder Strassenecke musikalische Begleitung findet, habe ich ja gestern schon erzählt, war aber auch heute wieder toll; Ob Blues, Jazz oder Country - Finger-schnippend macht der Stadtbummel einfach mehr Spass. Ja, New Orleans hat definitiv Musik im Blut - ich meine, wenn sogar das Dampfschiff rhythmische Melodien pfeift - das grenzt dann allerdings schon etwas an Verrücktheit. A propos Schiff, den Fluss überquerte ich dann auch noch, um vom Ort Algiers am anderen Ufer (nachdem ich gestern an einem Kaff namens Bagdad vorbeifuhr, wundert mich gar nix mehr) das obligate Skyline-Bild im Sonnenuntergang zu schiessen. Und in welchen Wassern spiegeln sich die paar Hochhäuser wohl? Genau, mal wieder der Mississippi - den ich schon in St. Louis und Memphis angetroffen habe und der unweit von hier dann endlich ins Meer mündet. 

Zurück in der Stadt hab' ich's noch mit ein paar Nachtfotos des French Quarters versucht. Aber sobald ich mal ein schönes, verschlafenes Gässchen gefunden und meinen Kram aufgebaut hatte, mutierte ebendieses zu einer dicht befahrenen Autobahn, und die Wagen stauten sich auf unabsehbare Zeit. Gut, dann halt keine Bilder mehr. So schlenderte ich dann einfach noch etwas durch die Strassen, genoss die charmante Atmosphäre und lauschte den zahlreichen Strassenmusikanten.




 

English summary

Slept in, then finally found the time for some surgery on my netbook, disconnecting the keyboard which obviously didn't enjoy my Fanta spill (all these spills here in the Gulf...). Anyway, at least I've got two souvenirs of New Orleans now: A cheap USB-keyboard and a screwdriver. And I can write blogs again!
Not too much time left to finally have a look at New Orleans. Walked just about every street there is in the French Quarter (whose architecture is mainly Spanish by the way), and saw dozens of nice buildings, featuring elaborate wrought-iron balconies with intricate details, rising high from the narrow streets. And it really felt quite European - except for the smell maybe, which is matched only by Bangkok's Khao San Road's (meaning: absolutely disgusting). 
Really enjoyed the atmosphere, and all the music in the air, too. Even the local sightseeing steamboat chimed some Blues piece - how cool's that? Ended the day crossing the Mississippi (yeah, once again that mighty river) and gazing at the skyline from the other bank. 
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