Day on the Road

Trip Start Jun 20, 2010
1
33
89
Trip End Sep 15, 2010


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Flag of United States  , Louisiana
Thursday, July 22, 2010

Puh, war das vielleicht ein Tag. 12 Stunden unterwegs. Weitere 700 Kilometer zurückgelegt, und damit die bisher längste Distanz. Zudem bin ich endlich aus diesem Florida raus - nicht, dass es mir hier nicht gefallen hätte, aber der Staat ist einfach riiiesengross. Dafür konnte ich nun gleich drei weitere abhaken: Alabama, mississippi und Louisiana. Achja, falls hier und dort mal ein "n" fehlen sollte, bitte ich um Nachsicht - das arme Teil hat wohl wirklich ne Überdosis Fata (ähh, eben, Fanta) erwischt und muss nun immer mühsahm per Copy Paste von irgendwo hergefischt werden (was den Schreibfluss doch etwas behindert, muss ich zugeben). 

 
Also gut. Start der Reise früh morges in Tallahassee, im Sonnenaufgang trotte ich der Busstation entgegen. Ticket habe ich mir wohl wissend schon gestern besorgt. Das wäre für einmal nicht nötig gewesen, wir waren nur gerade zu zehnt im Bus - eine richtig familiäre Angelegenheit also. Auch der Fahrer war richtig gut gelaunt - okay, die Konkurrenz ist in diesem Feld auch nicht allzu gross. Die Fahrt war dann auch ganz nett: Es handelte sich um einen Regional-Service; wir  bretterten also nicht über die immergleiche Autobahn, sondern gondelten über die County-Roads - idyllische Nebenstrassen mitten im nirgendwo von West-Florida, auch Panhandle, also Pfannenstiel genannt . 

Nach dem Durchqueren endloser Wälder und dem Passieren einiger grossflächiger Ranches - tadaaa, einmal mehr das Meer. Na gut, fast. Wir fuhren zwar die berühmten Küstenorte Panama City (Stichwort Spring Break) und Pensacola (Stichwort Blue Angels) an, von der Strasse aus gab's aber eigentlich nur die Aussicht auf hunderte Apartmenttürme und Hotelburgen, den wunderschönen Strand konnte man nur erahnen. Aber immerhin, besser als die Autobahn war's allemal - auch wenn es zwei Stunden länger dauerte.
Wir schafften es irgendwann - die Uhren wurden mittlerweile um eine Stunde zurückgestellt, trotzdem war der mittag schon lange wieder Vergangenheit - dann doch noch über die Grenze und nach Alabama. Und man glaubt es kaum, zwei mehr als leicht angeheiterte Hillbillies in den hinteren Reihen stimmten doch tatsächlich "Sweet Home Alabama" an. 

 Soviel zu den speziellen Vorkommnissen, mehr gibt's von dieser Front auch heute nicht zu rapportieren. Oder ich bin langsam abgehärtet, wer weiss. Natürlich hielt ich auch Ausschau nach dem weltbekannten Öl, immerhin fuhren wir ja stundenlang dem Golf von Mexiko entlang, ich hatte also sozusagen einen Logenplatz. Naja, das Wasser sah wirklich nicht allzu anmächelig aus - ob die Suppe immer so trüb ist, oder ob das BP's Werk ist, vermochte ich aus meinem Fenster aber nicht zu beurteilen. Die kilometerlangen Strände waren jedenfalls so ziemlich leer gefegt.



 
Wir erreichen mobile (moooooooo-bil gemäss dem Busfahrer), wo ich umsteigen darf. 7 Stunden geschafft, 4 mehr gibt's als Zückerchen noch obendrauf. Aus 4 wurden 5, der Bus hatte nämlich eine Stunde Verspätung - sehr zur Freude der 55 Passagiere, die ohne Nachricht doof im Terminal rumstehen durften. Das iPhone hatte seine Arbeit mittlerweile auch niedergelegt, ich sass also gewissermassen auf dem Trockenen. mit dem Traum einer Schwiegermutter von Sitznachbar wollte ich aber auch nicht unbedingt ins Gespräch kommen, und so liess ich die Kopfhörer halt für die restlichen vier Stunden auf.

 
 
Immerhin, Punkt 18 Uhr, 12 Stunden nach dem Auszug aus Tallahassee (und damit in der Flugzeit, die mich von Zürich so ziemlich überall hingebracht hätte) erreichten wir New Orleans (die doofe Stadt hat definitiv zwei "n" zu viel im Namen!). Welch angenehme Überraschung - hier sieht's aus wie in Europa! Wunderschön gestaltete Häuser mit bröckelnden Fassen; schaut aus wie die Welt südlich vom Gotthard. Auf einem Ministadtrundgang posaunte an der ersten Strassenecke ein fülliger Tenor "Amazing Grace" und die Nationalhymne in den Abendhimmel, an der nächsten trieb ein Saxophonist sein Instrument in neue Höhen, und an der dritten rockte eine kleine Strassen-Countryband den Bürgersteig. Ich genoss schliesslich den Sonnenuntergang mit Ausblick auf die ziemlich nette Kathedrale. Doch, ich glaube, hier gefällt's mir!

English Summary
12 hours on the road, 700 kilometers logged. Three new states added. One letter on my keyboard definitely gone ("n" as in New Orleans, which is now taking me the better part of a minute to write). I saw all the scenery there is, from the dense woods of the western Florida Panhandle, to the pristine but empty beaches (guess why) of the Alabama Coast, to the swamps and bayous of Louisiana. It was a very idyllic trip, since for once we didn't just storm through on some anonymous Interstate, but actually got up close with the countryside, on the lovely backcountry roads. Despite the length of the trip, I still got no crazy Greyhound stuff to report - except for the two fellars singing "Sweet Home Alabama" as soon as we'd crossed the State Line. After my arrival in New orleans I had a first peek at the Big Easy - and it was love at first sight: The architecture seems to be magificent, and the wide array of street musicians add to the character! Groovy!
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