Nach Westen mit Hindernissen
Trip Start
Jun 20, 2010
1
13
89
Trip End
Sep 15, 2010
Where I stayed
Heute tröpfelten die Meilen nur schwerlich dahin. Trotzdem bin ich in Ohio angekommen, und habe damit bereits 10 Bundesstaaten passiert. Und auch das Nummern-Design weiss zu überzeugen - mit "Birthplace of Aviation" gefällt es mir natürlich ganz besonders!

Also gut. Ich hatte mit Pittsburgh ja noch eine Rechnung zu begleichen, genauer mit dem Duquesne Incline (ausgesprochen wie die Hübsche von CSI Miami). Zwar stimmte das Licht nicht so wirklich, trotzdem machte ich mich auf die andere Stadtseite auf. Das dortige Seilbähnchen ist ziemlich nett - für einmal nicht Schweizer Bauart, immerhin hängen aber in der Talstation zahlreiche Bilder von Schweizer Seilbahnen. So weit, so gut. Was die Schweiz nicht bieten kann, ist die Aussicht auf eine Skyline mit Hochhäusern. War doch ziemlich schön und der Ausflug hat sich gelohnt!
Im Rückweg fuhr der Bus dann mal wieder nicht dort lang, wo ich eigentlich dachte - so durfte ich dann doch noch eine halbe Stunde zu Fuss die Innenstadt durchqueren, kam aber dafür an einigen architektonisch interessanten (oder zumindest speziellen) Bauten vorbei.
Dann ging's weiter, immer westwärts. Ähhh, wäre gegangen. Wenn wir denn mal in Fahrt gekommen wären. Der Bus war nämlich verspätet (erstmals auf meinem Trip, muss ich fairerweise anfügen). Nun ist es aber so, dass Greyhound unbeschränkt Tickets verkauft. Das heisst: Es gibt meist mehr Leute mit Tickets, als der Bus dann fasst. Mega fies, ist aber so - also steht der Meyer (der sonst 2 Minuten nach dem Gong keuchend in den Hörsaal platscht) brav 45 Minuten vor Abfahrt in der Schlange. Daran gewöhnt man sich ja noch. Etwas unbequem wird's dann erst, wenn der Bus wie heute mit einer ganzen Stunde Verspätung überhaupt einfährt. So stand man dann also kollektiv zu fünfunfierzigst zwei Stunden in der Schlange, was ein Erlebnis für sich war (und glaubt mir, absitzen will man bei *dem* Fussboden nicht!). Der Bus kam dann doch noch irgendwann, und so verliessen wir Pittsburgh schliesslich (da kommt mir doch gleich "Six Days on the Road" in den Sinn: "I pulled out of Pittsburgh..." [Youtube] !)
Zu erzählen gibt es wieder nicht viel. Ausser vom Stau, der uns natürlich auch noch bremste und uns weitere 45 Minuten stahl. Wenn Murphy mal zuschlägt, hat man halt das Nachsehen. Immerhin war aber die Wahl des Sitznachbars nicht weiter schwierig; bei 40 grimmig dreinschauenden Hip-Hoppern in Gangsta-Aufmachung und einer nett ausschauenden Oma war der Fall klar. Letztere verstand zwar nicht, dass ich ihr Geplauder mit Kopfhörern gestöpselt nicht empfangen konnte, offerierte mir aber -ganz bilderbuchmässig- im Halbstundentakt Bonbons.
Die Landschaft war auch nichts besonderes - eben halt, durchzogen von Wäldern und vielen Feldern. Nach 6 Stunden Fahrt (und 9 Stunden in Obhut von Greyhound) warf mich der Windhund mit 2 Stunden Verspätung im Highway-Städtchen Sandusky ab, wo ich meinen zweiten Halt auf dem Weg nach Chicago eingeplant habe. Dieses lebt von seiner grossen Attraktion namens "Cedar Point", dem Vergnügungspark mit den meisten Achterbahnen weltweit (75 offenbar). Für das Eintrittsgeld fliege ich aber lieber einmal mehr, und sowieso geht's morgen gleich weiter nach Chicago. Darum habe ich mich in einem typischen Motel direkt am Highway niedergelassen - hei, wie die blöd schauten, als da einer *zu Fuss* angekeucht kam!
Also gut. Ich hatte mit Pittsburgh ja noch eine Rechnung zu begleichen, genauer mit dem Duquesne Incline (ausgesprochen wie die Hübsche von CSI Miami). Zwar stimmte das Licht nicht so wirklich, trotzdem machte ich mich auf die andere Stadtseite auf. Das dortige Seilbähnchen ist ziemlich nett - für einmal nicht Schweizer Bauart, immerhin hängen aber in der Talstation zahlreiche Bilder von Schweizer Seilbahnen. So weit, so gut. Was die Schweiz nicht bieten kann, ist die Aussicht auf eine Skyline mit Hochhäusern. War doch ziemlich schön und der Ausflug hat sich gelohnt!
Im Rückweg fuhr der Bus dann mal wieder nicht dort lang, wo ich eigentlich dachte - so durfte ich dann doch noch eine halbe Stunde zu Fuss die Innenstadt durchqueren, kam aber dafür an einigen architektonisch interessanten (oder zumindest speziellen) Bauten vorbei.
Dann ging's weiter, immer westwärts. Ähhh, wäre gegangen. Wenn wir denn mal in Fahrt gekommen wären. Der Bus war nämlich verspätet (erstmals auf meinem Trip, muss ich fairerweise anfügen). Nun ist es aber so, dass Greyhound unbeschränkt Tickets verkauft. Das heisst: Es gibt meist mehr Leute mit Tickets, als der Bus dann fasst. Mega fies, ist aber so - also steht der Meyer (der sonst 2 Minuten nach dem Gong keuchend in den Hörsaal platscht) brav 45 Minuten vor Abfahrt in der Schlange. Daran gewöhnt man sich ja noch. Etwas unbequem wird's dann erst, wenn der Bus wie heute mit einer ganzen Stunde Verspätung überhaupt einfährt. So stand man dann also kollektiv zu fünfunfierzigst zwei Stunden in der Schlange, was ein Erlebnis für sich war (und glaubt mir, absitzen will man bei *dem* Fussboden nicht!). Der Bus kam dann doch noch irgendwann, und so verliessen wir Pittsburgh schliesslich (da kommt mir doch gleich "Six Days on the Road" in den Sinn: "I pulled out of Pittsburgh..." [Youtube] !)
Zu erzählen gibt es wieder nicht viel. Ausser vom Stau, der uns natürlich auch noch bremste und uns weitere 45 Minuten stahl. Wenn Murphy mal zuschlägt, hat man halt das Nachsehen. Immerhin war aber die Wahl des Sitznachbars nicht weiter schwierig; bei 40 grimmig dreinschauenden Hip-Hoppern in Gangsta-Aufmachung und einer nett ausschauenden Oma war der Fall klar. Letztere verstand zwar nicht, dass ich ihr Geplauder mit Kopfhörern gestöpselt nicht empfangen konnte, offerierte mir aber -ganz bilderbuchmässig- im Halbstundentakt Bonbons.
Die Landschaft war auch nichts besonderes - eben halt, durchzogen von Wäldern und vielen Feldern. Nach 6 Stunden Fahrt (und 9 Stunden in Obhut von Greyhound) warf mich der Windhund mit 2 Stunden Verspätung im Highway-Städtchen Sandusky ab, wo ich meinen zweiten Halt auf dem Weg nach Chicago eingeplant habe. Dieses lebt von seiner grossen Attraktion namens "Cedar Point", dem Vergnügungspark mit den meisten Achterbahnen weltweit (75 offenbar). Für das Eintrittsgeld fliege ich aber lieber einmal mehr, und sowieso geht's morgen gleich weiter nach Chicago. Darum habe ich mich in einem typischen Motel direkt am Highway niedergelassen - hei, wie die blöd schauten, als da einer *zu Fuss* angekeucht kam!


