Pause in Pittsburgh

Trip Start Jun 20, 2010
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89
Trip End Sep 15, 2010


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Flag of United States  , Pennsylvania
Thursday, July 1, 2010

Heute schöne 500 Kilometer abgespult. Und in welchem Bundesstaat bin ich? Genau, immernoch in Pennsylvania, in dem auch Philadelphia lag. Jaja, der Staat ist halt auch dreimal so gross wie die Schweiz, da kann sowas vorkommen! Die Stadt heisst diesmal Pittsburgh. Scheinen es irgendwie mit den Ps zu haben, die Pennsylvania People.
Pennsylvania

 
"This bus' goin' aaaaaallll the way to the West Coast, man!" wusste der (wie immer farbige) Busfahrer während seiner Ansage in starkem Akzent zu berichten. Ne, an die Westküste will ich noch nicht. Erstmal reichten mir die sechseinhalb Stunden von Washington bis nach Pittsburgh. Auch heute gab's nichts spezielles von der Fahrt zu berichten, ausser dass ebendieser Fahrer für einmal nicht kränklich übergewichtig, sondern kränklich magersüchtig ausschaute. Ganz im Gegensatz -leider- zu meiner Sitznachbarin. 



 
Die Fahrt war eigentlich ganz schön. Statt wie erwartet über endlose ebene Felder, gleitete der Bus über die Ausläufer der Appalachen, also der leicht depressiven Bergkette, die stets im Schatten der grossen Rocky Mountains im Westen steht. Tunnels kennt man hier offenbar nicht, und so ging es im Minutentakt rauf und runter, und rauf und runter, und rauf und runter - you get the picture. Gestoppt wurde in den Städtchen Hagerstown und Frederick, beide von Deutschen gegründet. Dazwischen war lange nichts, ausser ein silbernes Band, welches sich durch den endlosen Wald und die sanften Hügel schlängelte. Auch die Radiowellen verirrten sich zeitweise kaum noch zu mir, und so hörte ich einige Songs doch nur 15 statt 25 Mal. 

 
Nach der ganzen Achterbahnfahrt wurde mit nur einer Viertelstunde Verspätung dann Pittsburgh erreicht. Ich bin mehr durch Zufall hier gelandet - die 18 Stunden von Washington nach Chicago musste ich mir echt nicht am Stück antun. Die ehemalige Stahlindustrie-Metropole ist aber soweit ganz nett und gibt eine fotogene Skyline her. Eigentlich wollte ich letztere ja in der Dämmerung vom Hausberg aus einfangen - die Befragung der Eingeborenen ergab dann aber, dass die Seilbahn dort hoch zwar die ganze Nacht durch fährt, der Bus zur Seilbahn aber bereits um 19 Uhr Feierabend gemacht hat. Bringt's dänn schono, momoll!
So bewunderte ich die Skyline halt von einer der vielen Brücken aus - auch nicht schlecht!

Zur Hotelwahl sei anzumerken: Während in Neuseeland oder Norwegen jedes 4'000-Einwohner-Kaff eine Jugendherberge bietet, gibt es in den USA unzählige Millionenstädte ohne eine solche, wertvolle, Institution. Pittsburgh gehört dazu, wie viele andere auch. Günstigste Übernachtungsoption wäre ein billiges Motel am Stadtrand gewesen. Für nur fünf Franken mehr habe ich dann bei www.priceline.com das aktuelle Hotel im Stadtzentrum ersteigert. Die Webseite ist wirklich ein heisser Tipp für alle USA-Reisenden - Markenhotels lassen sich für bis zu die Hälfte der offiziellen Preise ergattern! Und mal wieder auf einem Leintuch zu nächtigen, welches sich nicht wie Karton-Toilettenpapier anfühlt, ist auch schöööön!
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