Monumental

Trip Start Jun 20, 2010
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Trip End Sep 15, 2010


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Flag of United States  , District of Columbia
Wednesday, June 30, 2010

First things first, auch Washington liegt natürlich in einem eigenen Bundesstaat, dem District of Columbia, DC. Motto: "Taxation without Representation", als Protest, weil man zwar Steuern zahlt, der Bundesstaat aber zu klein ist, um Einsitz im nationalen Parlament zu haben. Sachen gibt's...
DC-Plates
 
Beginn der monumentalen Erkundungstour war beim Weissen Haus (also hier sind ja Häuser alle weiss, aber das halt besonders) - das liegt nur einen Katzensprung von der Jugi entfernt (was in Washington bedeutet, dass man es in einer halben Stunde schnellen Ganges erreicht haben sollte). War aber etwas ein Reinfall - Mr. President scheint ein sehr gutes Gewissen zu haben; näher als auf 500 Meter kommt man nämlich gar nicht ran. Wunderbar, aber für etwas hat man ja ein Teleobjektiv dabei.



Interessant wurde die Sache, als sich die Scharfschützen auf dem Dach schlagartig vermehrten, kurz darauf ein riesiger Helikopter angeschwebt kam und sich auf dem perfekt geschorenen Rasen direkt vor der gut bewachten Hütte niederliess. Offenbar wurde Mr. Obama gerade abgeholt. An ihm war ich freilich weniger interessiert als am Heli - letzterer wirbelt zwar auch eine Menge Staub auf, bewegt aber letztendlich immerhin etwas.




Monumental ging's auch weiter. Herzstück Washingtons ist nämlich die National Mall, eine 3,2km lange Allee aus Gras, auf der sich Monument an Monument reiht. Im Osten das Kapitol, welches ich gestern bereits erlegt hatte; in der Mitte der 170 Meter hohe Obelix, und am anderen Ende das Lincoln Memorial, wo der Landesvater übergross auf seinem Thron sitzt und über die Geschehnisse wacht. Das musste natürlich alles abgegangen und bestaunt werden.




 
Momoll, schon noch imposant, was sie hier alles hingezaubert haben. Unterwegs säumen beinahe unendlich viele kleinere Monumente den Weg, wie etwa die Gedenkstätten für die Vietnam-Soldaten, für die Weltkriegs-Soldaten, die Korea-Soldaten, die Zinn-Soldaten - naja, so in etwa halt. Auf jedenfall gibt's viel zu sehen...

 
 

 

Hat man die Monumente einmal durch, folgt das nächste M - die Museen an der Allee, ebenso für jedes monumental wichtige Thema eines, und ebenso monumental gross. Das geht mich ja eigentlich gar nichts an, weil ich um diese Institutionen normalerweise einen grossen Bogen mache. Das einzige, was dort drin für mich von Interesse ist, ist nämlich, wie lange ich mich dem im Stehen einschlafen erwehren kann. Da das aber meist ein sehr kurzer Spass ist, lasse ich es lieber ganz bleiben. 


 

Leicht anders liegt der Fall, wenn ich das weltgrösste Museum über Luft- und Raumfahrt vor mir habe, und das Teil zu allem Übel auch noch gratis ist. Also musste ich mal kurz rein, stellte aber bald fest: Auch Objekte vom Kaliber einer "Spirit of Saint Louis" (mit der erstmals der Atlantik überquert wurde) konnten mich nicht so richtig begeistern. Zum einen wird mein fotografischer Jagdtrieb üüüüberhaupt nicht befriedigt, wenn die geflügelte Beute regungslos vor mir steht oder hängt und schon tausendmal gleich abgelichtet wurde. Und zweitens ist's und bleibt's ein Museum, Aviatik hin oder her. 


 

Also nix wie raus hier, und die Flieger lieber in freier Wildbahn beobachten gehen. Praktischerweise liegt der "kleine" Stadtflughafen (der gleich viele Passagiere abfertigt wie Zürich!) nur wenige U-Bahn-Stationen entfernt. Auf einem Fahrradweg, auf welchem gefühlt halb Amerika vorbeijoggt oder radelt, finde ich eine Stelle mit freiem Blick auf das Vorfeld und die Objekte der Begierde. 



 

 
 
Auch beim Start gibt's nette Bilder, müssen die Flieger doch gleich nach dem Abheben scharf nach links drehen, damit sie jaaaa nicht über das weisseste aller Häuser donnern. Bei so einer Position hatte ich eigentlich erwartet, dass mich die Polizei spätestens nach einer halben Stunde einsammeln würde. Doch es geschah eine Stunde lang nichts, zwei Stunden lang nichts - und schliesslich wurde die Knipserei erst beendet, als die Sonne hinter dem Horizont verschwand. Das war nach fünf Stunden, alles stehend notabene. 


 
Somit war ich an diesem monumentalen Tag zwar zwölf Stunden ununterbrochen auf den Füssen, aber alles andere würde dieser monumentalen Stadt auch nicht gerecht. Das heisst jetzt nicht, dass Washington eine Über-Stadt wäre - dazu ist sie dann fast etwas zu aufgeräumt und langweilig. Aber die Bauwerke, die machen schon Eindruck, momoll!
Naja, mal schauen, wie monumental morgen die Füsse schmerzen...verbringe den Tag ja wenigstens grösstenteils mit einer Busfahrt. Auch einer monumentalen aber. 
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