Philadeeelphiaaaa

Trip Start Jun 20, 2010
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89
Trip End Sep 15, 2010


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Flag of United States  , District of Columbia
Tuesday, June 29, 2010

Das im Titel sollte übrigens die bekannte Käsereklame imitieren. Vielleicht merkt man's. Wohl nicht. Auch egal. 

 Pennsylvania




 
New York hat zum Abschied nochmals eine bleibende Erinnerung hinterlassen - nicht nur die U-Bahn zum Busbahnhof, ja das ganze Perron war heute früh bis auf den letzten Millimeter überlaufen. Die Party macht besonderen Spass, wenn man als Packesel teilnimmt - mit grooossem Rucksack hinten und mittelgrossem Rucksacksack vorne. In den dritten Zug hab' ich es aber dann doch noch rein, und sogar an der richtigen Station wieder rausgeschafft. Mehr Zufall als Planung.
 


 
Jedenfalls stand heute die nächste grössere Etappe an - wobei natürlich alles relativ ist. Gut 450 Kilometer wurden absolviert. Das brächte mich in der Schweiz so ziemlich von Grenze zu Grenze. Hier ist das ein kaum feststellbarer Unterschied auf der Landkarte. Dauert aber trotzdem sechs Stunden - die Busse sind halt nicht so die schnellsten. Dafür sieht man was - jaaajaa, aber vor lauter Bäume zählen bin ich sicherlich ein Dutzend Mal eingepennt.




 
 Da schadete es also nicht, den Trip in der Mitte zu unterbrechen und einen Stop einzulegen. Denn da liegt -genau- eben dieses Philadelphia. Was überm Teich kaum wahrgenommen wird, ist eine Stadt mit immerhin 1,5 Millionen Einwohnern und damit die sechstgrösste der USA - trotzdem wirkt's hier nach New York wie in einer schmucken Kleinstadt. Es ist denn auch die Altstadt und die Geschichte, die "Philly" so berühmt machen. Sie war einst die Hauptstadt der USA und die zweigrösste Stadt im britischen Empire nach London. Dann wurde hier die Unabhängigkeit der USA rausposaunt (Independance Day, der 4. Juli, steht ja vor der Tür) und die erste Verfassung wurde auch hier gekritzelt. 

 

 Ziemlich geschichtsträchtiger Boden also, und auch heute noch richtig schön. Auf engen Pflastersteinstrassen, gesäumt von schmuck herausgeputzten alten Backsteingebäuden, verkehren niedliche Pferdekutschen. Zugegeben, der letzte Satz war jetzt ein Destillat von drei Stunden Besuch, aber die Ansätze waren vorhanden. Ist ja auch schon etwas. 
Zum Zmittag gab's dann lokale Kost, ein Philadelphia Cheese Steak. Womit wir, mehr oder minder unerwartet, wieder beim Käse angelangt wären. Das tönt wie die Amerikanisierung des Cordon Bleus, ist aber eigentlich mehr eine Art Döner-Hot-Dog - klein geschnittenes Fleisch wird mit Käse zusammen in ein halbiertes Baguette gestopft. Bild erspare ich euch jetzt. War aber gar nicht so übel - auch wenn der "Käse" (in dicken Apostrophen) aus der Tube kam. Ich meine, ich bin ja wirklich weder Käseliebhaber noch Gourmet - aber als Schweizer tut einem das einfach im Herzen weh. 


 


 
Es folgte schliesslich noch das vierstündige Reststück des Trips - via den unscheinbaren Kleinstädten Wilmington und New Carrollton sowie der Metropole Baltimore (jedoch genauso wenig speziell) ging es in die Hauptstadt, Washington D.C. Und was für ein Kontrast zu New York das ist! Es hat Luft, es hat Platz, die Gebäude erstrahlen alle in Ariel-Weiss. Das geht bis zu den U-Bahnen, die hier mit Teppichboden und gepolsterten Sitzen aufwarten. So ein einladendes Pflaster rief natürlich förmlich nach einer kleinen abendlichen Erkundungstour. 

 

Bald stand ich eingemittet zwischen dem monumentalen Kapitol (sozusagen dem Bundeshaus der USA) und dem Washington Monument, einem riesigen Obelisken.Die Kehrseite der herausgeputzten Business-Stadt präsentierte sich dann erst nachts um 10, auf dem Heimweg in die Jugi. Der Magen knurrte, doch die Strassen waren leergefegt, die Restaurants geschlossen und auch die Metro fuhr nur noch alle halbe Stunde. Schliesslich hatte der Essensgott dann aber Erbarmen, und liess mich den wohl einzigen 24h-Mäc der Stadt finden. 
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