New York, New York!

Trip Start Jun 20, 2010
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89
Trip End Sep 15, 2010


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Flag of United States  , New York
Saturday, June 26, 2010

Es ist also soweit, ich bin in der Stadt der Städte angekommen, und damit auch im entsprechenden Bundesstaat, dem Empire State, New York (falls eine gewisse NS mitlesen und sich an unsere Raterei erinnern sollte; NY liegt übrigens wirklich in NY :-)). 
New York!



Erst musste ich aber noch meine erste Greyhound-Fahrt in mehr oder weniger überlebensfähigem Zustand hinter mich bringen. Bisher war ich ja bustechnisch fremdgegangen, nun wartete das erste Mal ein echter, berühmt-berüchtigter Windhund auf mich. Etwas stutzig wurde ich ja schon, als da, kaum trat ich ans Bus-Gate heran, eine russisch-stämmige Oma ungefragt und unaufgefordert zum Besten gab, Greyhound sei mit Abstand die schlechteste Buslinie. Wieso sie dann nicht die Konkurrenz benutzte, fragte ich lieber nicht...
Die fünfstündige Fahrt war dann aber alles andere als lebensbedrohlich; höchstens an Langeweile hätte man draufgehen können.

Anyway. Wir fahren also auf New York City zu, verlassen die Autobahn, am Horizont taucht schon die bekannte Skyline auf. Bereits hier biegen wir, auf Höhe der Querstrasse 172, in die 8th Avenue ein. Das Einfallstor nach New York, an dessen Ende -mitten in der Stadt- der Busbahnhof liegt. Auf der Zielgeraden lassen wir die Querstrassen eine nach der anderen hinter uns - die 100ste, die 75ste, die 50ste, und so weiter. Eine elektrisierende Stimmung macht sich im Bus breit und jeder scheint innerlich mitzuzählen. Das ganze zieht sich zwar ein wenig, und so muss Opa Sinatra, den ich mir für diesen Moment aufgespart hatte, auf meinem iPod Überstunden schieben und viermal hintereinander sein "New York, New York" zum Besten trällern. Doch schliesslich ist es geschafft. Ich bin da!
(Falls sich jemand in Stimmung bringen möchte: http://www.youtube.com/watch?v=WV02nP9PLnQ )

Die Unterkunft ist nicht weit entfernt, und so trample ich schwer bepackt an den vielen imposanten Wolkenkratzern vorbei. Den Eingang zu finden ist nicht ohne - auf die Idee, dass ich nach einer schlichten Tür in der Hausmauer suchen musste, kam ich natürlich nicht auf Anhieb (hat irgendwie was von Harry Potter und dem Tor zu Gleis 9 3/4!). 

Genauso unscheinbar und zweckmässig ist dann das Zimmer: 2x2 Meter, Bett, Fernseher, Klimaanlage (gottseidank!),Tisch aber kein Stuhl, that's it.  Just for the record, der Chüngelistall schlägt mit 105 Franken pro Nacht zu Buche. Scheint mir ja ein bööös teures Pflaster zu sein dieses New York! Doch eigentlich ist das Zimmer ja ganz nett, und mehr brauche ich nicht. Von der gegenüberliegenden Wand (äähhh, das ist die, an die ich mit den Füssen anstosse, wenn ich mit dem Kopf an der anderen Wand anstossend auf dem Bett liege - so Schraubstock-mässig, weisch du) grinst mich übrigens ein Kamel an [was auch immer dieses Vieh hier zu suchen hat] - Grüsse nach Abu Dhabi!


Naja, zumindest hält mich das Zimmer nicht vom Sightseeing ab, so viel steht fest. Und so schlenderte ich dann auf den Abend hin mal in Richtung Times Square. Soll ja das Herz der Stadt sein, und die Stadt das Herz der Welt, also muss die Kreuzung wohl irgendwie wichtig sein. Scheint so, denn schon ein Kilometer entfernt war die Fussgänger-Dichte auf Street Parade-Niveau angelangt. Die Masse trieb immer langsamer voran, spuckte mich dann aber doch irgendwann am Platz der Plätze aus. 





Oookay, die Leuchtreklamen sind etwas grösser als am Bellevue, geb's ja zu. Trotzdem war die ganze Menscherei hier nichts anderes als unglaublich. Als hätte Michael Jackson seine Auferstehung angekündigt, und würde jeden Augenblick singend an einem Fallschirm hängend auf dem Platz niedergehen. Doch nichts dergleichen geschah, offenbar war wirklich Times Square selber die Attraktion - der Place to be halt, jeder wollte hier sein, hier, im symbolischen Zentrum der modernen Welt. Schon ein unbeschreibliches Gefühl, wenn einem dieser Platz dann selber zu Füssen liegt. Man hat's irgendwie geschafft, auch wenn es bisher ja nichts wirkliches ausserordentliches zu schaffen gab. Trotzdem nett.


Nun gut. Bisher wirkt das ganze liebe Städtchen hier noch etwas surreal; die vielen Wolkenkratzer, die Lichter, die Farben, die Leute, die Taxis, die Hitze, die Geschwindigkeit, mit der sich alles abspielt. Schon gaaaaanz leicht was anderes als Bangor - muss mich wohl noch etwas aklimatisieren und ziehe mich in meine ruhige Ultramini-Oase zurück. Naja, wenigstens ist dieser Chüngelistall in nullkommagarnix von den auch um Mitternacht noch immer vorherrschenden 26 Grad auf schlafgerechtere Temperaturen schockgefroren. Good Night!
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Comments

Kamel on

Abu Dhabi grüsst aus Züriiii, auf dem Weg nach Oslo zurück. Told you, the force will be with you *g*

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