Welcome to the Philippines

Trip Start Oct 07, 2013
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Trip End Apr 01, 2014


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Flag of Philippines  , Palawan,
Wednesday, January 22, 2014

Nach einigen schönen Tagen in Bangkok, fuhren wir früh morgens zum internationalen Flughafen und flogen auf die Philippinen. Gezielt suchten wir uns diesmal eine vertrauensvolle Fluggesellschaft heraus, die ihre Flüge nicht so wie die LION AIR regelmäßig canceled. Wir suchten uns als Ziel die Insel Palawan, im Westen der Philippinen aus. Diese Insel wurde weitgehend verschont vom Taifun und hier sollte es weniger touristisch sein. Es gibt keinen Direktflug, daher mussten wir in Manila, der Hauptstadt von den Philippinen zwischenlanden und umsteigen. Wir hatten schon einige negative Geschichten von Manila gehört und sogar der Reiseführer riet ab, sich länger als zwei Tage dort aufzuhalten. Aus diesem Grund entschlossen wir uns dazu, sofort weiterzufliegen. Schon der Flughafen von Manila ist ein einziges Chaos! Die Terminals liegen Kilometer auseinander. Zum Glück hatten wir viel Zeit und von der Airline gab es einen Shuttle Service. So kamen wir pünktlich im kleinen Flughafen von Puerto Princesa an. Unsere gebuchte Unterkunft bot einen kostenlosen Pick-up Service vom Flughafen und so wurden wir bereits erwartet. Erstaunt waren wir von dem sehr winzigen Flughafen, der zudem aus unbekannten Gründen kein Licht hatte. So suchten wir unser Gepäck im Dunkeln auf dem Laufband. Schnell bezogen wir unser Zimmer und gingen dann den ersten Abend philippinisch Essen. Wir hatten schon gehört und gelesen, dass die Filipinos nicht gerade für ihre Kochkünste bekannt sind. Aber wir wollten uns unser eigenes Bild machen. Timo bestellte fried chicken. Auf den Philippinen beinhaltet dies eine Hähnchenkeule mit trockenem Reis und Ketchup. Geschmeckt hat es trotzdem, jedoch war es eher Fastfood. Dies ist allgemein auf den Philippinen so. Sie sind sehr amerikanisch und zum Teil spanisch geprägt. An jeder Ecke findet man statt kleinen süßen Restaurants große Fastfood Ketten, die 24 Stunden geöffnet haben und sehr gut besucht sind.

Puerto Princesa

Puerto Princesa ist die größte Stadt auf Palawan und die einzige mit einem Flughafen auf der Insel. Insgesamt ist die Insel nicht sehr dicht besiedelt und manche Städte haben nicht einmal 24 Stunden Stromanschluss, wie wir noch herausfinden werden. Unsere Unterkunft wurde von einem Franzosen geführt, der sehr hilfsbereit war und uns viele Aktivitäten in Puerto Princesa anbot. Wir müssen zugeben, dass wir am Anfang etwas enttäuscht waren, denn das Wetter ließ den ersten Tag sehr zu wünschen übrig. Zudem wollten wir Inselhopping machen, was jedoch ins Wasser fiel, weil es dazu keine Boote mehr gab. Eine andere Aktivität (Underground River Tour) wurde aufgrund des Wetters gecanceled und so saßen wir den ersten Tag in der Unterkunft und zogen lange Gesichter. Außerdem stellten wir bei Recherchen fest, dass die Unterkünfte insgesamt ein viel höheres Preisniveau haben als andere südostasiatische Länder. Wir trafen Traveler, die berichteten, dass sie seit 2 Wochen nur schlechtes Wetter auf Palawan hätten und das, obwohl Trockenzeit und Hochsaison ist. Doch von solchen Ansagen ließen wir uns nicht unterkriegen und beschlossen das Wetter herauszufordern. Wir erkundeten die Stadt Puerto Princesa, die sehr sauber ist für asiatische Verhältnisse. Auf den Philippinen gibt es statt Taxis oder Tuk-Tuks die Tricycles, die an jeder Ecke warten und auf Passagiere lauern. Diese Tricycles kann man mit Trikes vergleichen, es gibt einen Motorradfahrer und einen kleinen Anhänger. Timo und ich mussten uns schon zusammen darein quetschen. Die Einheimischen fahren darin zu viert oder zu fünft. Sie stapeln sich einfach oder sitzen hinter dem Fahrer. Am zweiten Tag ging es schon gleich ganz früh zum Pier, um diesmal noch ein Boot zu erwischen. Und wir hatten Glück! Das Inselhopping konnte beginnen, welches man mit maximal 6 Personen auf einem kleinen Boot unternimmt. Die erste Insel sollte angeblich zum Schnorcheln geeignet sein, jedoch waren zu viele Menschen auf einem kleinen begrenzten Gebiet, so dass man kaum etwas sehen konnte. Die anderen Stellen der Insel sollte man nicht beschnorcheln, da dort die giftigen Steinfische vermehrt vorkommen. Diese Fische können tödlich sein. Auf den Gili Inseln konnten wir einige aus der Ferne beobachten. Es ging weiter auf die zweite Insel, die etwas größer und viel schöner war. Wir konnten unser Glück kaum fassen, denn auf dieser Insel begrüßte uns die Sonne, die sich nun schon so lange Zeit versteckt hatte. Die gesamte Landschaft ist atemberaubend und die vielen Inseln geben ein schönes Fotomotiv ab. Zuerst hielten wir einen Mittagsschlaf am Strand und danach erkundeten wir die Insel auf eigene Faust. Weit ab von den Touristen fanden wir verlassene Abschnitte des Strandes und Tina konnte neue Muschel und Korallen Trophäen sammeln. Das Wasser ist auf den Philippinen extrem klar und sauber. Man kann vom Strand aus bis an den Meeresboden blicken. Nach einigen Stunden machten wir uns auf zur dritten und letzten Insel für diesen Tag. Sie hieß Seastar Island und Seesterne konnten wir auch überall am Meeresboden erblicken. Sie waren alle rötlich gefärbt. In Amed auf Bali hatten wir viele knallblaue gesehen. Auf dem Weg zur dritten Insel kamen uns sehr hohe Wellen entgegen, so dass wir im Boot ziemlich nass wurden und der Kapitän Probleme hatte, das Boot zu steuern. Auf dem Rückweg war dies nicht der Fall und wir schunkelten wieder gemütlich in den Hafen von Puerto Princesa.

Der Underground River – das 7. Naturwunder der Erde

Die Hauptattraktion auf Palawan ist der Underground River, der als das 7. Naturwunder bezeichnet wird. Er ist der größte Untergrundfluss, den man bis jetzt gefunden hat. Früh morgens sollten wir von der Unterkunft abgeholt werden. Dies war eine Glückssache, denn wir hatten am Tag zuvor per Telefon zwei Plätze reserviert, die Frau am anderen Ende des Telefons jedoch kaum verstanden. Als sie auflegen wollten, wies Tina sie noch darauf hin, dass sie für den Pick-up Service am nächsten Tag noch das Hotel wissen müsse. Aufgrund solcher Patzer waren wir uns beide nicht so sicher, ob wir wirklich abgeholt werden. Doch, welch ein Wunder, wir wurden abgeholt, das Wetter war blendet und somit wurde die Tour auch nicht abgesagt. Erst einmal ging es mit dem Minivan 1,5 Stunden eine ziemlich kurvige Straße entlang. Die Aussicht und die Landschaft dabei waren großartig. Alles ist sehr grün und bergig. Außerdem sieht man in den kleinen Dörfern, durch die wir gefahren sind, am Straßenrand riesige Wasserbüffel stehen. Manchmal sieht man auch Schweine oder andere Kühe, fast an jeder Hütte Hühner und Hähne und zwischendurch immer mal wieder Hunde und Katzen. Wir machten einen Toilettenstop an einem Aussichtspunkt, der sehr beeindruckend war und von dem man das Meer sehen konnte. Nach 1,5 Stunden kamen wir an einem kleinen Bootsanleger an, von dem wir die Tour per Boot beginnen sollten. Da die gesamte Tour die letzten Tage aufgrund der Wetters abgesagt wurde, wimmelte es im Hafen von Touristen. Das Meer war etwas unruhig und deshalb durfte man nur zu sechst ins Boot, um zu einer anderen Insel gebracht zu werden. Also hieß es von da an ungefähr 3,5 Stunden warten. Währenddessen lernten wir einen Hamburger und eine Südkoreanerin kennen, die später mit uns in einem Boot saßen. Als es endlich losging waren wir sehr erfreut und gespannt, was uns erwarten würde. Die Filipinos sind im Gegensatz zu anderen Südostasiaten sehr sicherheitsbedacht. Wir bekamen alle eine vollfunktionstüchtige Rettungsweste und mussten diese auch tragen. Nach einer kurzen und schaukligen Fahrt übers Meer kamen wir am Strand einer sehr schönen Insel an. Links und rechts von uns sahen wir die schon bekannten Felsformationen wie in der Halong Bucht in Vietnam. Nur mit Sonnenschein und 3000 Touristen weniger als in Vietnam sahen diese in Palawan viel beeindruckender aus. Als wir es geschafft hatten halbwegs trocken das Boot zu verlassen, gingen wir durch den Dschungel an Affenbanden vorbei zu einer versteckten Lagune. Dort sahen wir schon, dass man wieder anstehen musste, um ein zweites Mal in ein kleineres Paddelboot zu steigen. Diesmal bekamen wir neben einer funktionstüchtigen Rettungsweste auch noch einen Helm. Timo sah mit diesem Helm genauso aus wie Bob, der Baumeister. Wir bekamen den Hinweis in der Höhle nichts anzufassen, nicht ins Wasser zu fassen und auf keinen Fall die Helme abzunehmen. Insgesamt ist der Fluss 8 Kilometer lang. 4 Kilometer sind gut erforscht, davon sind jedoch nur 1,4 Kilometer für die Öffentlichkeit freigegeben. Wir paddelten los und der Ruderkapitän erzählte uns viele wichtige Details über die Höhle und den Fluss. Es war ein Berg, der von unten ausgehöhlt wurde und nun paddelten wir, nur mit einer Taschenlampe vorne am Ruderboot ausgestattet durch die dunkle Höhle. Es war atemberaubend, was die Natur dort geschaffen hatte. Riesige bunte Tropfsteine machten das Bild perfekt. Wenn man nach oben blickte, konnte man Tausende kleine Fledermäuse erkennen, die an der Decke hingen. Am Eingang nisteten Schwalben, deren Nester in China eine Delikatesse sind und daher sehr viel wert sind. Nun verstanden wir auch, weshalb der Helm wichtig war, nicht nur, um sich vor Wasser und eventuell abstürzenden Steinen, sondern auch, um sich vor den Exkrementen der Fledermäuse zu schützen. Wir staunten immer wieder über die Felsformationen und zu was die Natur fähig ist. Leider mussten wir dann nach den 1,4 Kilometern umkehren und dann wieder durch den Dschungel zum Boot gehen. Auf dem Rückweg konnten wir neben gierigen Affen mehrere Warane beobachten. Wir erlebten sogar mit, wie zwei riesige Warane einen blutigen Kampf austrugen. Dies war jedoch zu viel des Guten, denn es war deutlich welcher der beiden den Kampf verlieren würde. Also machten wir uns schnell auf zum Boot, um den Rückweg anzutreten. Am Festland angekommen gab es noch ein Essen zur Stärkung und dann ging die kurvige Rückfahrt los.
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