Ab an Ballermann!

Trip Start Jan 02, 2013
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Trip End Mar 28, 2013


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Flag of Sri Lanka  , Southern Province,
Tuesday, January 22, 2013

Heute haben wir den Tag kulinarisch krachen lassen! Gleich am Anfang! Gleich mit Pannkuchen... die waren lecker! Mit Schinken und Käse und Nutella und Mango und Ananas und som Zeug eben was hier an den Bäumen wächst und bei uns nur in mieser Qualität zu völlig überzogenen Preisen zu haben ist.
Strotzend vor Kraft hab ich auch gleich meinen Rucksack kaputt gemacht... der musste schon Leiden. Armer Kerl! Wir haben schon Platzwunden genäht und jetzt auch noch n Schnallenbruch. In 2 Monaten is er wahrscheinlich tot. :-(

Wir sind dann noch n bisschen durch das Fort gestreift auf dem Weg zum Bahnhof. Dort angekommen: eine Hektik. Alles musste plötzlich ganz schnell gehen und der Schalterkondukteur war ganz eilig unsere Tickets auszustellen. Der Zug wartete quasi nur auf uns zum losfahren ... So Sport mit 15 Kg Gepäck in der Sonne treibt schon n bisschen die Schweißdrüsen an. Die Tickets sehen aus als ob sie aus einer Spielzeugeisenbahn der 70'er Jahre entsprungen sind. Kleine, dicke Pappkarten. Wir verbringen die Zugfahrt im Gang an der Tür, mal wie echte Einheimische mit dem Fuss auf der Schwelle nach draussen. Bei uns hiess das in den 90'ern S-Bahn-Surfen. Heute undenkbar... Aber es sorgt für nen guten Ausblick, Adrenalin und ne gute Belüftung unter den Armen. Man will seine Mitmenschen ja auch nicht mehr belästigen als nötig.

In Amalgi... ach scheisse, ich kann den Namen nicht mal schreiben, angekommen laufen wor direkt in die erste Welle von TukTuk-Fahrern. Wir wollen nicht, dass der 10 nicht merkt das wir seinen 9 Kollegen schon gesagt haben wir würden uns gerne die Beine vertreten.

Nach einem Spaziegang am Strand und der Feststellung das hier nix los ist, springen wir auf den Bus Richtung Bantota. Diesmal Stehplatz. Vorne. Hinter dem Fahrer. Jetzt wäre die Gelegenheit ihm mal n paar zu langen für seine Fahrweise. Aber, faktisch betrachtet denke ich wir sind in der Unterzahl. Die ersten 10 würd ich schaffen, aber der Bus ist voll ...

Wir springen, soweit man das sagen kann mit dem Gepäck, in Bantota von Bord. Und dann das: wir, schwitzend - teils wegen warm, teils wegen Angst - gleich zwei nette Herren. "Need a Room?" "No, thank you, we're fine for the moment!". Kurze Pause. Also, wir machen eine kurze Pause. Sitzen, n Schluck trinken. Sortieren, nach m Hotel gucken. "I have a Hotel, nice rooms. AC. Nice, come, have a look". "Thank you, we already told you we're fine for the moment. We just want to sit and relax"
Als ob wir ausstrahlen würden, wir hätten Zweifel am seiner Aussage oder es könnte ein Missverständnis vorliegen, na? "Come, come! I show you nice room"
ALTER - GEH MIT NICHT AUF DEN SACK!!

Wir also schnell unsere Rucksäcke aufgeschnallt und weggegangen. Die Gesichter enttäuscht wie 5 jährige, die nicht das rote Fahrrad zum Gebusrtstag bekommen haben ohne das ihr Leben keine erfolgversprechende Wendung nehmen wird.

Wir gehen die Beachroad lang, hier sollen noch n paar Absteigen sein. Ich kann nach 10 Minuten an zwei Händen nicht mehr zählen wie viele Rooms, Restaurants und TukTuks wir uns von innen angucken sollten. Das ist schlimmer als am Ballermann. Und ich darf das sagen. Ich war da und hab Feldstudien betrieben.

Man merkt also, es wird touristischer! Die Infrastruktur ändert sich, wird vielfältiger. Und die Leute aufdringlicher und anstrengender. Conni und ich müssen jetzt ganz gehörig aufpassen, dass wir uns nicht gleich hochschaukeln und gegenseitig anmachen. Das ist eben kein nachhaltiger Tourismus und bringt den Süden gegenüber dem Norden in eine schlechte Position. Aber man scheint hier eben doch nur für den Moment zu denken, kein Wunder also dasan von hier aus seinem Urlaub zurückkommen kann und sagt: "ich bin genervt von dem Leuten dort", das ist leider der Nachteil wenn man sich nur kurz aus seinem Hotelurlaub rausbewegt. Aber wir hatten das Glück, vielfältige Gesichter dieses Landes zu sehen! Untouristisch. Unaufdringlich. aufrichtig. Pur, echt.

Wir buchen über das iPhone schnell ein Hotelzimmer ein Ort zurück. Und dann haben wir hoffentlich Ruhe ... jetzt nur noch die Frage: wie hinkommen? Bahn? Bus? 5 km an den Gleisen zurück laufen? Ach, nehmen wir doch das TukTuk, 300SLR und ab durch die Mitte.

Den Rest des Tages verbringen wir in unserem mehr als großzügig angelegtem Hotel. Und ich springe in die Fluten und schwimme erst mal ne Stunde im Meer. Is ja warm. Wie in der Badewanne. Nur mit Wellen.

Dann machen wir das was wir jeden Abend machen. Nein, wir versuchen nicht die Weltherrschafft an uns zu reißen. Wir planen unseren weiteren Reiseverlauf, und haben jetzt die letzten Nächte durchgebucht.

Also geht es morgen weiter nach Mount Lavinia, dann noch mal Colombo und dann Negombo.

Oasey Beach Hotel
5/10 - € (1 Nacht, 2 Pers)
- zerrockte Gegend, Gelände, Einrichtung. Frühstück.
+ sehr grosse Zimmer, direkte Strandlage
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