Noch einen Tag am Lake Tahoe drangehängt...

Trip Start Apr 01, 2012
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Trip End Jun 01, 2012


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Flag of United States  , California
Tuesday, May 15, 2012

Heute früh haben wir schön auf unserem Waldcampingplatz gefrühstückt und haben dann noch in Ruhe eine Runde am Strand des Lake Tahoe gedreht. Wir mussten auch noch die Gebühr für die letzte Nacht bezahlen, weil wir mit Kreditkarte bezahlen wollten und das gestern noch nicht ging. Auch heute war es noch nicht möglich, es wurde aber mit Eifer daran gearbeitet, die Verkabelung herzustellen. Wir haben also die 30 USD (für eine Nacht auf einem Campingplatz ohne Strom, fließend Wasser und Abwasser recht teuer) abgedrückt und sind dann noch etwas Spazieren gegangen.

Von dort sind wir am See entlang Richtung Norden gefahren, um zur Emerald Bay zu gelangen. Die Bay wurde von einem Gletscher geformt und bildet jetzt eine schöne, geschützte Bucht im Lake Tahoe. Dort haben wir mit unserem RV gleich mal 4 Parkplätze quer blockiert, da es am Aussichtspunkt keine Parkplätze für RVs gibt. Nach ein paar Fotos am Aussichtspunkt haben wir uns für eine kurze Wanderung fertig gemacht, die zum Lake Cascade und den Cascade Falls ging. Der Weg war sehr schön und wir konnten tolle Ausblicke von oben auf den See und die Wasserfälle genießen. Unterwegs hat noch etwas komische Geräusche von sich gegeben, die ziemlich tief waren. Da wir nicht wussten, was es war, sind wir stehen geblieben und haben uns umgeschaut. Über uns in den Bäumen haben wir einen Vogel entdeckt, der diese Geräusche von sich gab und den wir für einen Auerhahn hielten. Wir sind uns immernoch nicht sicher, ob es einer war. Wer also weiß, wie ein Auerhahn klingt, mag es uns wissen lassen, damit wir es mit dem Geräusch, das wir gehört haben, aber nicht beschreiben können, vergleichen können.

An den Wasserfällen haben wir eine kurze Pause gemacht und Erich etwas herumkrabbeln lassen. Dann ging es zurück zum RV, wo wir erst einmal Mittag gegessen haben. Dabei wurden wir von einem Motorrad so eingeparkt, dass es schwer gewesen wäre, aus unserem Parkplatz (die o.g. 4 Stellplätze quer) wieder heraus zu kommen. Carsten hat also den Motorradfahrer angesprochen, der sehr freundlich fragte, woher wir kämen. Als Carsten "Germany" antwortete, hat der Motorradfahrer gleich angefangen, von seinem besten Freund zu erzählen, der Deutscher ist und Erich Wagner heißt. Die Frau des Motorradfahrers machte schon Andeutungen, dass das jetzt ewig dauern könnte, aber da hörte er dann auf und parkte um, so dass wir einfach ausparken konnten.

Wie Ihr seht, wird auf uns immernoch sehr freundlich und offen reagiert, die Leute fangen von alleine an zu erzählen und es wäre überhaupt kein Problem, den ganzen Tag mit wildfremden Leuten zu verplappern. Erich trägt natürlich auch dazu bei, dass man uns anspricht und teilweise den kompletten Stammbaum offenlegt. Ältere Personen erzählen meist mit Stolz, wie viele Enkelkinder oder Urenkel sie schon haben. Das ist sehr nett und wir fühlen uns als Deutsche immernoch sehr in den USA willkommen.

Von dem Aussichtspunkt auf die Emerald Bay sind wir nach der ersten Wanderung wenige Meilen weiter gefahren, um etwas weiter nördlich eine zweite Wanderung zu machen. Auch hier ging es zu Wasserfällen, die weniger spektakulär waren. Die Wanderung war sehr kurz, was uns aber ganz gut passte, denn wir wollten uns noch einen Platz zum Übernachten suchen.

Zum Thema Wanderung noch eine Randnotiz: Seid froh, dass wir in diesem Blog keine Gerüche posten können. Unsere Wanderschuhe haben mittlerweile ein eigenes Fach außen am RV bekommen, da sie sonst nirgendwo mehr lagerbar sind. Wir werden wohl am Flughafen Probleme mit den Spürhunden bekommen, die augenblicklich den Dienst quittieren werden, wenn sie an unser Gepäck kommen. Die Schuhe stehen also in diesem Außenfach (s. Bild), und bei jedem Öffnen schlägt einem ein Geruch entgegen, als würden die Schuhe schreien "Nein, nicht schon wieder Wandern!!!"

Ach, was wir auch noch nicht erzählt haben: das Augsburger Paar, das wir mit ihrem Sohn Thomas auf dem KOA Campingplatz vor dem Yosemite National Park gennengelernt haben, hat uns eine Mütze für Erich geschenkt (s. aktuellle Bilder). Das passte gut, denn Erich's Mütze war schon langsam zu klein für seinen Dickkopf geworden. Die Augsburger hatten die Mütze am Strand gefunden, gewaschen, und dann festgestellt, dass sie für Thomas zu klein ist. Erich passt sie perfekt! Leider versucht er ab und zu, sie sich auszuziehen, was teilweise auch klappt. Wenn wir dann nicht beim Wandern aufpassen, hat er sie sich vom Kopf gezogen und aus der Kraxe geworfen. Katja hat das beim letzten Mal mitbekommen, was sie mit "Wie gefunden, so zerschunden!" kommentierte - das kommentiere ich dann mal nicht weiter...

Nach dieser zweiten und letzten Wanderung sind wir am See entlang weiter nach Norden gefahren, auf der Suche nach einem offenen Campingplatz. Wir sind hier ca. 2 Wochen zu früh angekommen, denn viele Campingplätze sind noch geschlossen und machen dann mit dem Memorial Day Wochenende erst auf. Daher sind wir nicht ganz so frei in unserer Wahl und müssen mehr oder weniger nehmen, was kommt. Wir sind also auf den ersten möglichen Campground gefahren, der offen war, hatten dort aber das Pech, dass er viel zu klein und eng für unser großes Schiff war. Katja ist also mit Biegen und Brechen um die engen Kurven des Campgrounds gefahren und dann zurück zur Straße, um weiter zu fahren. Ein paar Meilen weiter nördlich hatten wir dann Glück und sind an einem Campground angekommen, der zumindest teilweise schon geöffnet ist. Der liegt wieder mitten im Wald, sehr idyllisch!

Ja, heute ist wieder Katja den ganzen Tag gefahren, hat vorzüglich unser Schiff durch enge Straßen manövriert und rückwärts eingeparkt. So langsam findet sie Gefallen am Fahren und hat schon angekündigt, morgen, wenn wir Richtung Sacramento fahren wollen, wieder zu fahren. Carsten darf sich dann um die Bespaßung seines Sohnes im Maxi Cosi kümmerrn, eine ganz neue Herausforderung. Die Rollenänderung haben wir dann auch heute Abend zumindest teilweise fortgesetzt, als Carsten mit Erich im Kinderwagen den RV "einchecken" ging (wieder self registration) und Katja währenddessen Feuerholz sammeln ging und sich ein Bier aufmachte. Spätestens beim Anzünden des Feuers sind wir dann aber wieder zurück in unser altes Rollenschema verfallen, so dass jetzt Katja wieder über den endlich schlafenden Sohnemann und Carsten an diesem Blog tippend über das Lagerfeuer wacht.

Und so geht wieder ein sehr entspannter, kurzer Tag zuende. Morgen wollen wir Richtung Westküste fahren, denn das nächste große Ziel ist ja San Francisco. Mal schauen, ob wir in Sacramento Halt machen und ggf. eine Nacht dort bleiben. Wir sind auch gespannt, wie diese kommende Nacht wird. Es sind schon ein paar Wolken aufgezogen und in der Ferne hat es schon kräftig gegrollt. Die letzte Nacht wurde unerwartet kalt. Tagsüber sind wir ja noch im T-Shirt herumgelaufen, aber heute früh konnten wir im RV beim Frühstück unseren eigenen Atem sehen. Es muss also etwas kälter als 10 Grad im RV gewesen sein. Da tut ein heißer Kaffee in der Frühe umso besser! Ich hab's ja letztens geschrieben - Erich wird noch zum richtigen Naturburschen. Bis jetzt (klopf auf Holz) hat sich noch niemand von uns erkältet! Hoffen wir, dass es an der kalt-feuchten Westküste auch so bleibt!
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Comments

koegler
koegler on

Und immer wieder am Wnadern. Schön zu sehen, dass ihn nach wie vor die
Lust nicht verlohren habt. :)
Und die Gegend ist ja echt schön.
Viele Grüße aus dem kalten und bewölkten Berlin

Madlen on

Hey Ihr Drei,
immer wieder schön Euren Blog zu lesen. Da bekomme ich jedesmal aufs neue Fernweh. Geniesst weiterhin die Zeit und morgen einen schönen Feiertag für Carsten. Meine Schwester hat am 22.05. Termin und dann werde ich Tante :O)) ich freu mich schon wie verrückt! Am Tag Eurer Heimreise feiert Emilia ihren 1. Geburtstag. Falls ihr noch Lust habt (was ich nicht glaube nach der langen Reise) könnt Ihr gerne vorbeikommen. Sonst kann ich Euch den Samstag anbieten.(Je nach Jetlag) Sonntag fahre ich für eine Woche zu meiner Mam. Wir würden uns freuen wenn es klappt. Dicken Knutsch an alle madl

theborksinusa
theborksinusa on

Hallo Madlen, danke für die lieben Grüße. Deiner Schwester wünschen wir alles Gute und drücken die Daumen, dass alles gut geht. Wir werden versuchen, Dich noch am Wochenende zu sehen, bevor Du für eine Woche weg bist. Mal sehen, wie wir den Jetlag überstehen - ansonsten treffen wir uns halt um 1 Uhr nachts!

theborksinusa
theborksinusa on

Im Grunde genommen wollten wir gar nicht Wandern - Erich hat gedrängelt!!! Er hat die Kraxe und den Ausblick von dort oben vermisst. Da mussten wir einfach wieder los!

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