Von Vegas ins Tal des Todes

Trip Start Apr 01, 2012
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Trip End Jun 01, 2012


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Where I stayed
Panamint Springs RV Resort

Flag of United States  , California
Sunday, May 6, 2012

Nach einer ruhigen Nacht - wir waren alle todmüde von dem Marathon-Shopping-Sightseeing-Tag in Las Vegas - sind wir heute früh gegen 9:30 Uhr losgefahren, um uns von der Sünde ab- und wieder der Natur zuzuwenden. Die Fahrt ging Richtung Westen aus Vegas raus zum Death Valley. Dadurch, dass auf dem Weg dort hin riesige Wüstentäler von Berggetten durchzogen werden, war die Fahrt etwas umständliich, denn es gibt halt nicht so viele Straßen im Nirgendwo, die dann auch noch ins Tal des Todes führen - wer will da schon hin? Orte wie "Devils Garden" oder "Devils Golf Course" klingen ja nicht gerade einladend!

Wir haben es aber geschafft und sind nach ca. 150 Meilen in fast einem Ritt beim Bad Water Basin angekommen, einem Salzsee im Death Valley, der ca. 80 Meter UNTER dem Meeresspiegel liegt. Hier gibt es tatsächlich noch ein wenig Wasser, in dem auch noch seltene Tiere leben, die den hohen Salzgehalt offensichtlich mögen. Alles andere... tot! Als wir aus dem RV ausstiegen, blies uns ein riesengroßer Fön an - gefühlte 50 Grad Celsius in der Sonne. Wir haben Erich nur noch im Body in den Kinderwagen gesteckt und sind ein paar Meter auf den Salzsee rausgegangen. Das musste einfach sein. Wir können nicht hier sein und dann nicht aus dem klimatisierten RV aussteigen. Außerdem war das Wetter heute Kinderkram, wenn man bedenkt, dass Carsten mit Marco, Andreas und Christian schon mal im Hochsommer hier war!

Wir also raus, haben unsere Runde gedreht und ein paar Bilder gemacht. Erich war dann auch ganz ruhig und andächtig, konnte wohl mit dem "Wetterumschwung" vom RV zum Bad Water Basin nichts anfangen. Zurück zum RV haben wir wieder schleunigst das Weite gesucht. Leider sind hier die Entfernungen alles andere als kurz. Da waren wir von den Nationalparks nördlich des Colorado Plateaus anderes gewohnt. Also mussten wir, obwohl wir schon 150 Meilen gefahren waren, nochmal ca. 55 Meilen bis zum nächsten RV Platz fahren, der in Panamint Springs liegt. Da sind wir jetzt. Auf einem Campground, von denen es im Death Valley genug gäbe, wollten wir nicht bleiben, da wir bei der Hitze dort auf jeden Fall im Stehen die Klimaanlagen laufen lassen wollten, und dafür brauchen wir Stromanschluss. Selbst dran Schuld, denn wer ist schon so besch.... und fährt über die Mittagshitze ins Death Valley?

Naja, wir sind also um kurz nach 16 Uhr in Panamint Springs angekommen. Die Fahrt hier her war abgesehen von der Entfernung auch von der Hitze auch eine Herausforderung. Viele Mietwagen-/RV-Verleiher verbieten die Fahrt durch das Death Valley, weil die Motoren hier schnell überhitzen. Es gilt ein paar Pässe zu überwinden, und das bei der Hitze. Carsten hatte also ständig die Temperatur-Anzeigen im Blick, achtete auf die Gänge und den Lärm der Kühlung. Aber wir haben es ohne Probleme geschafft und sind angekommen. Der Ort besteht eigentlich nur aus einem Restaurant und einem Campingplatz, wobei das Restaurant ohne Campingplatz wohl auch nicht existieren würde. Beides zusammen nennt sich Panamint Springs Resort, wobei uns noch niemand erklären konnte, was an diesem Nest in der Wüste "Resort" sein soll. Weil kostbares Wasser aus der Leitung aus dem Boden kommt? Weil es ein paar Bäume gibt, was hier wohl schon eine Seltenheit ist? Oder weil das Restaurant über 150 Biersorten anbietet? Ich hab auch noch nicht verstanden, wofür man hier über 150 Biersorten braucht. Jeden Abend eine andere Sorte, damit keine Langeweile aufkommt? Ein mysthischer Ort, Rätsel über Rätsel, die sich die Einheimischen wohl selbst aufgeben, um nicht in der Einöde einzugehen.

Genug gelästert. Wir sind also auf der Durchreise. Von hier soll es morgen früh weiter gehen zum Giant Sequoia National Monument, wo noch seltene Mammutbäume stehen. Auch dabei sind wieder ein paar Höhenmeter zu überwinden, so dass wir heute noch nicht wissen, wann wir wirklich dort ankommen werden. Auf jeden Fall werden wir die extremen Gegensätze verkraften müssen: Heute noch unter Meeresniveau und morgen wahrscheinlich schon wieder auf knapp 3.000 Höhenmetern. Heute noch Wüstenklima bei bestimmt 35-40 Grad Celsius (wir haben leider nix zum Messen) und morgen dann wahrscheinlich nur noch ca. 15 Grad. Erich wird abgehärtet zurück nach Berlin kommen!

Nächster Stopp? Wahrscheinlich Isabella Lake im Sequoia National Forest, relativ kurz vor Bakersfield. Die Entfernungen sind auf dem letzten Drittel unserer Reise, das jetzt begonnen hat, auf jeden Fall größer, so dass wir mit mehr Fahrerei zu rechnen haben. Wir werden sehen, wie gut wir durchkommen und dann hoffentlich trotzdem noch Zeit zum Wandern haben.
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Comments

Fam. Vetter on

Ich freue mich das ihr unbeschadet aus Dead Valley raus gekommen seid.
Las Vegas muss ja auch für Erich total verwirrend gewesen sein und wenn euch nach 4 Wochen in der Natur, Las Vegas zu laut war, na dann viel Spaß zu Hause, im Wedding. Als ich mit Andreas in Vegas war, war ich auch nach 3 Tagen total platt und das Hotel-Hoping war irgendwann nervig,aber man sollte es einmal gesehen haben,weil dieser Ort einfach zu unwirklich ist.

So jetzt mal was aus dem wunderschönen Wittenau, Andreas und ich haben den Strandkorb wieder in den Garten gestellt,der Buddelkasten steht und angegrillt wurde auch schon. Ansonsten hat Sophia im Moment eine sehr gute Phase sie ist sehr aufgeschlossen und sagt zu allen Hallo,man merkt das sie kein Baby mehr ist. Trotz eurer tollen Berichte kann ich es kaum noch erwarten euch endlich wieder in Berlin zu haben und zu knutschen.

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