Weiter geht's zum Capitol Reef National Park

Trip Start Apr 01, 2012
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Trip End Jun 01, 2012


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Flag of United States  , Utah
Tuesday, April 24, 2012

Die Nacht war ähnlich durchwachsen, wie sie mit Erich angefangen hat. Er wurde mehrmals wach und um 5 Uhr morgens war für ihn schon Frühstück angesagt, was er lautstark klar machte. Der Kleine frisst uns noch die Haare vom Kopf (da wird er bei Carsten nicht besonders satt)! Nach seinem Frühstück hat Carsten ihn noch zu sich ins Bett genommen und ein wenig mit ihm an der Heckscheibe - dem place of choice schlechthin - gespielt, da es draußen langsam hell wurde. Carsten hat sich dann einfach wieder hingelegt, Erich hat noch ein wenig an der Scheibe geschaut, sich dann einfach zur Seite fallen lassen und auch noch ein wenig geschlafen. Danach haben Papa und Sohnemann ausgiebig geschmust und sind aufgestanden.

Da wieder tolles Wetter war, haben wir wieder gemütlich draußen gefrühtstückt. Der Camper, dem wir gestern Abend angeboten hatten, mit auf unserem Stellplatz zu übernachten, war auch noch mit seinem Zelt ein paar Meter abseits unseres RVs da. Wir haben ihm daher angeboten, mit uns zu frühstücken bzw. wenigstens einen Kaffee mit uns zu trinken, was er gerne angenommen hat. Wir haben uns dann beim Frühstück nett mit Bill aus Tennessee unterhalten, der als ehemaliger, selbständiger Plakatekleber nun zu seiner Schwester nach Utah zieht um dort von ihr zu lernen, wie man Familienstammbäume und Familiengeschichte aufarbeitet, um sich dann von der Firma, für die seine Schwester schon arbeitet, anstellen zu lassen. Doch vorher möchte er noch mit Fahrrad, Auto und Zelt seine neue Heimat kennenlernen und reist daher etwas rum. Die Nacht auf dem Campingplatz bei uns war seine erste Station und er wurde nicht müde zu betonen, wir hätten ihm mit unserem Angebot einen großen Dienst erwiesen, da dies ja der einzige Campground weit und breit sei - womit er durchaus Recht hatte!

Nach dem Frühstück haben wir unsere Sachen gepackt und haben nach zwei schönen Nächten in der Stille (bis auf Erich! - Coyoten haben wir keine gehört) den Campground und auch den Canyonland National Park verlassen. Bei der Fahrt zurück zur Interstate haben wir nochmal beim Visitor Center Halt gemacht und Carsten ist noch reingesprungen, um von der entzückten Rangerine noch die Junior Ranger Anstecknadel für diesen Nationalpark abzuholen (Erich war mal wieder schön im Maxi Cosi eingeschlafen und kam daher nicht mit). Eigentlich muss dafür immer ein kleines Lern- und Spielheftchen von den Kindern ausgefüllt werden, aber diesmal wurde für Erich eine Ausnahme gemacht. Der beherzte Brust- und Kiefergriff von zwei Tagen zuvor hat wohl Eindruck hinterlassen...

Wir sind dann in einem Ritt etwas mehr als eine Stunde bis nach Green River (Stadt benannt nach dem - na was wohl?) durchgefahren, eine Kleinstadt mitten in der Wüste, die ohne den Fluss GAR nichts zu bieten hat. Dort haben wir Pause gemacht und unsere Vorräte aufgefüllt - wir waren Einkaufen im Supermarkt, haben getankt, Propangas nachgefüllt, den Frischwassertank und Sch... abgelassen. Naja, Letzteres mit Hindernissen: Wir sind an eine Tankstelle gefahren, an der ein Wasserhahn aus dem Boden schaute, wie das hier so üblich ist - auf den Campingplätzen sieht es auch nicht anders aus. Dort haben wir unseren Frischwasserschlauch angeschlossen und den Tank voll gemacht. Daneben kam ein Rohr aus dem Boden mit einem aufgeschraubten Deckel drauf - auch genau so, wie es auf den Campingplätzen aussieht. Carsten hat also den Deckel abgeschraubt, den Schei...schlauch angeschlossen und die Ventile an unserem RV geöffnet. Dann hat er sich wieder um das Frischwasser gekümmert, zumindest bis Katja panisch schrie und von Innen an das Fenster schlug. Das Abwasserrohr, das aus dem Boden kam, ermöglichte wohl nicht wie erwartet den ungehinderten Abfluss der familiären Exkremente, sondern verursachte einen phänomenalen Rückstau, so dass unsere Scheiße den Bereich, in dem Frisch- und Abwasserrohre aus dem Boden kamen, flutete. Carsten hat daher schnell das Ventil am RV wieder zugemacht, musste dann aber noch die verbleibende Menge aus dem echt dicken Abwasserschlauch mit in den bereits verursachten braunen Exkrementesee fließen lassen.

Wir haben dann zügig - ohne durch Eile auf uns aufmerksam zu machen - unsere Schläuche wieder verpackt, Carsten hat sich noch schnell die Hände gewaschen und desinfiziert, ist ins Tankhäuschen und hat gefragt, ob er was für's Frischwasser zahlen müsse (was mit einem lächelnden und irgendwie fragenden Gesichtsausdruck à la "Hä? Wieso zahlen? Wasser kommt doch aus dem Rohr und ist umsonst!" verneint wurde) und dann sind wir, als wäre nichts gewesen, langsam vom Hof gefahren. Gehen wir mal davon aus, die Wüstensonne hat das Malheur eh in wenigen Minuten zu einer trockenen braunen Kruste verwandelt, die sich vom üblichen Boden nicht mehr unterschied...

Wir sind dann von dort bis nach Hanksville durch die flache Wüste weitergefahren, um von hier aus morgen in den Capitol Reef National Park zu fahren. Wir hätten es grundsätzlich auch heute noch bis dort hin geschafft, hätten dann aber wieder auf einem Campingplatz ohne Strom- und Wasseranschluss (und Abwasser! - und vor allem: ohne WiFi!!!) übernachten müssen. Da wir noch Wäsche waschen wollten, sind wir also hier geblieben und haben unseren RV in der Hitze geparkt. Katja ist Waschen gegangen und Carsten hat sich um Erich und die Technik gekümmert. Akkus aufladen, RV für die nächsten Nächte vorbereiten usw. Tolle Arbeitsteilung!

Heute Abend waren wir dann im dem Campingplatz angeschlossenen Restaurant essen, da wir beide mal wieder Lust auf FLEISCH und schön frittierte French Fries hatten. Im Wohnmobil essen wir einfach zu gesund, da wir nicht mit Bratendurft unsere Klamotten vollstänkern wollen. Also gibt es oft Salat oder Duft neutrale Suppen oder Nudeln. Die Burger, die wir also heute Abend hatten, haben gut getan und auch unseren Tank wieder neu aufgefüllt, so dass es morgen früh in den nächsten Nationalpark weiter gehen kann. Es ist jetzt 21 Uhr unserer Zeit und Erich macht keine Anstalten, zu schlafen. Er hatte schon Abendessen, bevor wir Essen gingen, wollte dann aber mal wieder bei uns mitessen. Jetzt will er mit uns wach bleiben. So langsam wird er wohl vom Baby zum kleinen Jungen, der aktiv an unserem Leben, Essen und Schlaf teilhaben möchte. Mal sehen, wo das noch endet....
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Comments

Jojo on

:D:D:D:D:D Muhaha ich hätte ja zu gerne gewusst was der Tankwart von euch dachte bei besagtem Gesichtsausdruck. Vor allem wenn Carsten dann unauffällig pfeifend zum Camper schlendert... :D
Schön wieder von Euch zu hören. ;)

Ellen on

Juhu............ich kann wieder lesen wie es euch geht,

es ist schon spaßig eure Tagesberichte zu lesen, besonders wenn ihr von Erich schreibt, er gibt jetzt so langsam den Ton an :-)) !!

michi&mario on

hallo ihr lieben,

wir lesen mal wieder mit begeisterung eure Berichte und wie es dem kleinen Erich geht. Wir sind immer ganz gespannt auf Eure Einträge und auf die Fotos! Wir wünschen euch weiterin viel spaß und das ihr schön gesundbleibt!!!

Franz + Ellen on

Willkommen im Club.......... bis nicht der Erste, der das Pech hatte....... :-)

Vielleicht mußte erst ein paar Dollars reinwerfen, damit das Rohr aufmacht :-))

theborksinusa
theborksinusa on

Hä? Die Dollar mit der Sch... ins Rohr werfen?

theborksinusa
theborksinusa on

Ja, gesund sind bisher alle geblieben, trotz der Temperaturschwankungen. Toi, toi, toi...

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