Canyonlands

Trip Start Apr 01, 2012
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83
Trip End Jun 01, 2012


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Where I stayed
Canyonlands Campground Moab
Read my review - 5/5 stars

Flag of United States  , Utah
Monday, April 23, 2012

We are back! Na, wer hatte alles Entzugserscheinungen? Wir hatten mal wieder weder Internet noch Telefonnetz, da wir im Canyonland Nationalpark waren. Hier also rückwirkend, was wir am Sonntag und Montag erlebt haben:

Gestern (Sonntag) ging's ganz gut los. Erich hat, ganz wie es sich für einen Sonntag gehört, auf dem Campingplatz in Moab erst mal schön lange geschlafen, und zwar bis halb Acht unserer Zeit. Das war ja hier in Utah schon halb Neun! Somit waren wir mal richtig spät dran und haben nach einem ausgiebigen Frühstück draußen vor dem RV in der Sonne den Campingplatz erst gegen 11 Uhr Richtung Norden verlassen (Utah-Zeit).

Nach einem Abstecher im Arches Visitor Center, wo wir Erichs dritten Junior Ranger Badge noch abgeholt haben (den hatte er sich auch redlich verdient, bei den anstrengenden Wanderungen am Tag davor!), sind wir ein Stück weiter in den Canyonland Nationalpark gefahren, und zwar in den nördlichen Teil, der sich "Island in the Sky" nennt. Der Park umfasst im wesentlichen die Täler, die der Colorado und der Green River in den Sandstein "gefressen" haben. Stellt man sich den Verlauf der Flüsse wie ein "Y" vor (von Westen kommt der Green River, von Osten der Colorado), dann befindet sich Island in the Sky im Dreieck, das die Flüsse vor ihrem Zusammenlauf formen. Man hat also Aussichtspunkte in beide Täler. Zwei Tage zuvor waren wir auf dem Weg nach Moab schon beim Needles Overlook, von dem aus man von Osten aus in "den unteren Strich des Y" schaut. O.k. - schaut es Euch einfach auf der Karte an (Google Earth ist hier wahrscheinlich die beste Wahl, um auch ein wenig Topographie mitzubekommen)!

Im Canyonland Nationalpark angekommen sind wir erst einmal - wie immer - ins Visitor Center gefahren. Als wir noch nicht einmal drin waren sondern noch in der Tür standen hat schon die Rangerine am Counter die Arme nach Erich ausgestreckt! Sie war hin uns weg von unserem Mini-Ranger und hat ihn ein paar Minuten auf den Arm genommen. Auch als er nach ihrem Abzeichen griff (was natürlich an ihrer rechten Brust angeheftet war - der Schelm!), hat das ihr Entzücken nicht getrübt! Auch den beherzten Griff in ihren Unterkiefer und das Zerren an ihren unteren Schneidezähnen scheint die Rangerine gewohnt zu sein, denn von Wehren oder Zurück-Geben-Wollen keine Spur! Dabei wollten wir doch nur wissen, wo wir schlafen und hiken können...

Als es dann doch endlich zur "Beratung" durch die örtliche Obrigkeit kam, wurde uns empfohlen, Schnur stracks zum Campground zu fahren, denn dort seien nur 12 Stellplätze im ganzen Park und die seien gerne und früh besucht. Also sind wir da hin und haben wir uns erst mal einen Stellplatz auf dem dortigen Campground gesichert, der auch noch lang genug für unserer mobile home war. Anschließend haben wir noch eine kleine Wanderung von ca 2,9 km am Upheaval Dome gemacht und wurden mit grandiosen Ausblicken belohnt. Canyonland ist mindestens so beeindruckend wie der Grand Canyon - völlig unterbewertet in der gängigen Fachliteratur!

Zurück am Campground hat Carsten beschlossen, in der kühleren Wüstenluft noch eine Runde joggen zu gehen. Nach ungefähr 5 Minuten stand er plötzlich wieder keuchend vor'm Camper und hat Katja und Erich rausgescheucht, da er nach ca 500 m am Ende der Straße an einen Aussichtpunkt ankam und man von dort mit einer einzigartigen Aussicht den Sonnenuntergang genießen kann. Die Sonne ging gerade unter und Carsten wollte das Spektakel unbedingt mit seiner geliebten Familie teilen!

Wir sind also alle sofort los, Carsten noch in Jogging-Klamotten, Katja irgendwie angezogen und Erich im Body (war noch warm genug!) im Kinderwagen. Als wir ankamen, war der Sonnenuntergang eigentlich schon vorbei, zumindest der spannendste Teil. War aber trotzdem noch schön. Wir haben uns daher vorgenommen, am nächsten Abend wieder zu kommen.

Die Nacht war schön ruhig und wieder mal waren die Sterne sooooo beeindruckend! So viele sieht man selten auf der Welt. Die Nationalparks haben extra Teams gebildet, die sich um "Light Pollution", also Lichtverschmutzung, kümmern. Die prüfen, ob und wie von umliegenden Städten die Lichteinwirkung nachts gemindert werden kann, um die einzigartige Sicht auf den Sternenhimmel zu erhalten. Finden wir eine super Idee!

Am nächsten Morgen haben wir gemütlich draußen gefrühstückt. Die Morgesonne hat uns super eingeheizt und es wurde immer wärmer. Wir sind dann zum südlichen Teil des Parks gefahren und haben dort eine Wanderung zum Grand View Point Overlook gemacht, von dem aus man genau auf die Spitze des "Y" schaut, um bei dem Vergleich zu bleiben (Ihr habt sicher schon in Google Earth nachgeschaut, oder?). Der Hike war dann doch recht anstregend, weil die Sonne ihre volle Kraft entfaltete. Am Viewpoint angekommen haben wir also ausgiebig Pause gemacht und Ericht durfte etwas Stein- und Pflanzenkunde betreiben. Nur das Steine Essen, was für ihn offensichtlich dazu gehörte, wurde ihm von seinen Eltern - die ihm auch wirklich gar nichts gönnen - vermasselt. Auch nach dem Rückweg zum RV haben wir ausgiebig pausiert und erst mal Mittag gegessen.

Danach sind wir ein kleines Stück weiter gefahren zum White Rim Overlook und haben dort auch einen kleinen Hike gemacht. Da stand Erich dann schon nicht mehr besonders drauf, weshalb wir ihn aus dem Rucksack genommen und einen Kilometer so auf dem Arm getragen haben. Das war dann o.k. Beim Overlook gab es dann - zur Belohnung für's Getragenwerden - für Erich etwas zu Essen (übrigens - seit zwei Tagen frisst er wie ein Scheunendrescher!!!).

Dann sind wir nachmittags zurück zum Campground und haben noch etwas abgegammelt. Carsten hat dazu die Matratze aus dem Alkoven aus dem RV gezerrt und in den Schatten vor dem RV gelegt, so dass wir alle drei uns darauf lümmeln konnten. Da im Alkoven niemand von uns schläft und die Matratze von unten gummiert und abwischbar ist, werden wir sie jetzt wohl noch öfter Zweck entfremenden und als Outdoor-Spielwiese nutzen. Wer weiß, vielleicht möchte JEMAND (der Jüngste meldet sich freiwillig!) auch mal draußen schlafen, damit seine Eltern im RV.....

Abends, Ihr könnt es Euch denken, sind wir dann wie geplant zum Sonnenuntergang am Aussichtspunkt in der Nähe vom Campground gewackelt, Erich diesmal schon im Schlafsack im Kinderwagen - Mama und Papa mit einer Büchse Bier. Dort standen wieder alle Profi- und Möchte-Gern-Fotografen mit ihren Stativen und Kameras in Anschlag und haben auf das Unvermeidliche, den Sonnenuntergang, gewartet, und gewartet, und gewartet. Neidische Blicke aus unser Bier konnten nicht verheimlicht werden. Katja kam mit einem älteren Päarchen von unserem Campingplatz, die den romatischen Ort auch aufgesucht haben, schnell ins Gespräch, während Carsten ein paar Fotos geschossen hat und Erich so langsam in den Schlaf abdriftete. Der Banause weiß einen Sonnenuntergang halt nicht zu schätzen!

Zurück auf dem Campground kam ein einsamer Camper mit einem Auto des Weges und wir boten ihm an, auf dem vollen Campground sich mit auf unseren Stellplatz zu stellen und sein Zelt in der Nähe aufzuschlagen. Während er das tat, aßen wir zu Abend (Bohnensuppe mit Tortillas) und sind dann auch wegen der "Bugs" schnell wieder in den RV. Erich ist dabei wieder aufgewacht, was ihn völlig aus der Bahn geworfen hat. Von da an gab's eine Stunde Geschrei, Zetern, Meckern, Rumtragen, Einschlaf-Versuche, Outdoor-Taschenlampenspiele (die nur die Motten und Erich toll fanden!), von Baby-Geschrei geweckte Nachbarn und völlig fertige Eltern. Aber er hat's dann endlich geschafft und ist unter Utah's Sternenhimmel seelig eingeschlafen.

Und so gingen zwei erlebnisreiche, heiße, romantische, schweißtreibende, Füße schmerzende, staubige, an den Nerven zerrende, beeindruckende (da ist es wieder, das Wort!) und am Ende doch sehr schöne Familien-Wandertage zu Ende.

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Comments

Tabea on

Ich habe von Christina euren Link bekommen und gucke täglich nach. Und ja
ich habe eure Einträge echt schon vermisst und mich ein klein wenig gesorgt.

Fam.Vetter on

Na endlich, ich war schon etwas nervös, lasst uns nie mehr so lange auf Eure Berichte warten. Voller Spannung habe ich nun gelesen was so passiert ist. Wenn Erich weiter so viel isst, wird er wohl am 01.06 als Übergepäck mitfliegen müssen....!

theborksinusa
theborksinusa on

Hallo Tabea! Schön, dass Du auch dabei bist! Liebe Grüße und viel Spaß!

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