Auf der ander Seite des Flusses

Trip Start Oct 20, 2009
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Trip End Feb 22, 2010


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Where I stayed
Hostal Colonial

Flag of Uruguay  ,
Monday, February 1, 2010

Uruguay! Eigentlich stand dieses Land gar nicht auf unserer Reiseroute, aber da wir gar keine Reiseroute hatten, wieso es nicht einfach hinzufügen?

Nach BA kommt uns nun das Ende unserer Reise mit ziemlich grossen Schritten entgegen und wir müssen langsam anfangen zu planen, wo wir wieviel Zeit noch verbringen wollen. Es bleiben uns noch knapp drei Wochen und die grossen verbleibenden Ziele sind die Iguazufälle und natrürlich der Carneval in Rio. So bleibt also immer noch ein bisschen Zeit noch andere Sachen zu besichtigen und wir entschieden uns für ein paar Tage an den Stränden von Uruguay.

Ohne etwas über Uruguay zu wissen (ausser, dass sie als erstes Team die Fussballweltmeisterschaft gewonnen haben) ging es mit einem Schnellboot von BA in einer Stunde über die Flussmündung des Rio Plata (NB: Plata = Silber, aber gefunden wurde nie welches) nach Colonia del Sacramento.

Wir hatten beide das Gefühl, dass wir nach Chile und Argentinien wieder in ein bisschen weniger entwickeltes und günstigeres Land reisen. Doch dem war überhaupt nicht so. Das merkten wir spätestens, als wir unverhoffter Dinge das wohl teuerste Mittagessen in Südamerika zu uns nahmen. Aber auch diese faden Spaghettis und das Eis danach kosteten uns nicht mehr als 10 Fränkli pro Person.

Colonia ist ein herziges Städtchen mit grossen Alleen, vielen alten Autos und einer ziemlich gelassenen Stimmung (Vielleicht waren jedoch auch unser Sinne ein bisschen verzerrt nach einer Woche Grossstadtleben in BA). Es gibt hier auch einen Strand und wir sahen sogar Leute die fischten und badeten. Das Wasser ist jedoch so schmutzig (der Schmutz kommt von den Fabriken um BA), dass uns trotz der brütenden Hitze keine zehn Pferde dort rein gebracht hätten. Auch die meisten Einheimischen und argentinischen Touristen (andere Touris gibt's hier fast nicht) begnügten sich mit dem Strand ohne Abkühlung und schlürften stattdessen ihren Mate. Mate ist ein Aufgussgetränk wie ein Tee, der aus einem speziellen Behälter, dem Mate, mit einem Röhrchen (Bombilla) getrunken wird. Der Geschmack kommt von den getrockneten Blättern des Mate-Strauchs. Das Trinken des Mate ist eine alte Tradition und geht bereits auf die Ureinwohner Südamerikas zurück. Während in Argentinien schon viele immer mit ihrem Mate-Kübelchen und einer Thermoskanne mit heissem Wasser (man muss immer wieder nachgiessen) umhergelaufen sind, war es in Uruguay ganz extrem. Immer und überall wird Mate getrunken, was ab und zu ziemlich komisch aussieht, weil alle mit einer Thermoskanne unter dem Arm und einem Mate in der Hand herumlaufen – und das bei über 30 Grad! Durch die starke Verbreitung kann man auch an jeder Ecke heisses Wasser kaufen – sogar am Strand schreien die fliegenden Händler "Agua calieeeente".
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