Die kleinen Unterschiede und brechendes Eis

Trip Start Oct 20, 2009
1
44
56
Trip End Feb 22, 2010


Loading Map
Map your own trip!
Map Options
Show trip route
Hide lines
shadow
Where I stayed
Los dos Pinos

Flag of Argentina  , Santa Cruz,
Tuesday, January 19, 2010

Nach den Torres del Paines hiess es nach zirka sechs Wochen abschiednehmen von Chile. Die Reise ging über einen kleinen Pass weiter nach El Calafate in Argentinien. Haben wir uns doch schon ziemlich an Chile gewöhnt, ist nun plötzlich wieder einiges anders. Es fing bereits beim Zwischenstopp an, wo man die WC-Türen nicht abschliessen kann, oder sie sogar nur aus so etwas wie einer Saloontüre bestand, wo man auch ohne zu wollen den andern bei ihrem Geschäft zuschaute. Auch die Sprache ist ziemlich verschieden von Chile. Die Argentinier sprechen zwar immer noch Spanisch, aber ein ziemlich eigenes. Das Doppel-L wird zu einem Sch und schon hat man Mühe die Leute zu verstehen. Auch im Supermarkt ist einiges anders. Als wir nach Chile kamen freuten wir uns endlich wieder mal in einem Supermarkt einkaufen zu können, waren jedoch sehr überrascht, dass uns die Produkte sogar alle eingepackt wurden. Und zwar wurde akribisch geschaut, dass die Säcke nicht zu schwer wurden, oder dann doch lieber gleich zwei verwendet wurden, so dass wir immer mit etwa zehn Säcken raus liefen. In Argentinien packte einem niemand die Produkte ein. Dies wahrscheinlich auch deshalb, weil es überhaupt keine Plasticksäcke mehr gibt. Diese sind nämlich aus ökologischen Gründen gesetzlich verboten worden. Super Sache! Es gibt noch einige andere Unterschiede, aber die lass ich mal weg, sonst wird's noch langweiliger.

In Calafate angekommen, war als erstes mal organisieren angesagt. Zuerst ging's in ein Hostel, welches mehr als basic war und dann auf Geldsuche. Neues Land, neue Währung - ach ist der Euro toll. Da natürlich gerade Siesta war, konnten wir unsere restlichen chilenischen Pesos nicht wechseln und mussten zum Bankautomaten. Da funktionierte natürlich meine Postcard nicht und alle anderen hatten wir im Hostel vergessen. Als wir dann endlich Geld hatten waren wir erstaunt über die Länge der Noten, welche nicht mehr ins Portemonnaie passen. Vielleicht rechnen sie ja wieder mal mit Hyperinflation und haben so noch ein bisschen Platz für ein paar Nullen. Ein anderer Wechselkurs zum CHF würden wir begrüssen, denn 3.71 Peso/CHF ist extrem mühsam umzurechnen.

Organisatorisch gings weiter, und zwar mit Auto mieten. Die Hauptatraktion in Calafate ist der Perito Moreno Gletscher. Wenn man die Touristenscharen, welche mit dem Bus anreisen vermeiden will, mietet man am  besten ein Auto und wenn man zu fünft (Maria, Anita, Tobi und unsere Wenigkeit) ist, kommt das sowieso noch günstiger.

Der Moreno Gletscher ist bekannt, weil er einer der wenigen Gletscher ist, der noch wächst. Die Gletscherzunge mündet in den Lago Argentino und ist vier Kilometer breit und über 60 Meter hoch. Wir quälten uns um 5.15 Uhr aufzustehen und los zu cruisen, um gleich bei Parköffnung und vor all den Touristen dort zu sein. Neben uns waren nur noch ein weiterer Schweizer und ein Deutscher dort. Das Aufstehen hat sich gelohnt, wir durften ein einmaliges Naturspektakel bestaunen, während - wie wir später hörten - die Touristengruppen geschlagene drei Stunden im Regen verharrten, ohne gross etwas zu sehen zu bekommen. Die Bilder/Video sprechen für sich...
Slideshow Report as Spam

Use this image in your site

Copy and paste this html: