Im Hinterhof oder wie man ein Zelt isoliert

Trip Start Oct 20, 2009
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Trip End Feb 22, 2010


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Where I stayed
Don Raul

Flag of Chile  , Lake District,
Tuesday, January 5, 2010

Nachdem wir uns in Puerto Montt von Nina und Fabian verabschiedet haben, schnappten wir uns das nächste Collectivo und fuhren eine Stunde nördlich nach Puerto Varas, das am Ufer des Llanquehue liegt.
Vor unserer Reise nach Patagonien war noch einiges zu erledigen und so beschlossen wir für einmal nicht abseits am Seeufer, sondern in der Stadt bei Don Raul im Innenhof zu zelten. Dies erlaubte uns einen Abstecher in den nahegelegenen Parque Nacional Vincente Perez Rosales und gleichzeitig die Wäsche zu waschen und letzte Besorgungen zu erledigen. Zu lezterem gehörte unter anderem ein selbstaufblasbares Mätteli; einen Kauf, den wir noch zu schätzen wissen sollten!

Der Park Vincente Perez Rosales liegt an der Grenze zu Argentinien. Hauptattraktion sind der Vulkan Osorno, der Lago Todos los Santos und der Wasserfall Petrohue. Auch heute spielte das Wetter wieder mit, wie fast immer auf unserer bisherigen Reise. Nachdem der Himmel am Morgen noch wolkenverhangen war, riss er gegen Mittag auf und gab uns den Blick auf den Vulkankegel frei. Wie der Villarica ist der Osorno für seine perfekte Kegelform und seine schneebedeckte Spitze bekannt. Er ist ein beliebtes Ausflugsziel für Kletterer und lockt damit, dass man ihn, einmal bestiegen, mit Skiern wieder hinunterflizten kann. Im Winter ist dieses Vergnügen auch den bequemeren Sportlern vergönnt, an seinen Hängen befindet sich nämlich ein Skigebiet.

Das nahe gelegene Städtchen Puerto Varas wurde in der Kolonialzeit hauptsächlich von Deutschen besiedelt. Viele Geschäfter, Strassenschlider und Informationen sind in Deutsch
angeschrieben und nicht wenige der Einwohner sprechen auch Deutsch... ziemlich ungewöhnlich nach soviel Spanisch. In der Stadt reiht sich Kaffehaus an Kaffehaus, die mit leckeren, leckersten Kuchen und heisser Schokolade in die warme Stube locken. Wir liessen uns nicht zweimal bitten und verbrachten einen weiteren Tag mit Schlemmen.

Nach zwei Nächten im Hinterhof von Don Raul zog es uns einige Kilometer weiter den See Llanquihue hoch an den Playa Hermosa und damit wieder in die Natur. Wenn die Nächte in unserem neuen Zelt schon hinter der warmen Küche eher kühl waren, erwiesen sie sich nun direkt dem Wind ausgesetzt nicht wärmer. Man muss wissen, dass unser Innenzelt mehrheitlich aus einem Moskitonetz besteht und stets gut durchlüftet wird. Keine guten Voraussetzungen für Patagonien... Sommer hin oder her. Doch dank sei unserem Erfindergeist, wir hatten schnell eine Lösung gefunden: Zeltisolation.
Man nehme: 1 Regenponcho, 1 Malerband, 1 kleine Schere.
Für die fachmännische Durchführung beachte man bitte die beigefügte Abbildung.
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