So etwas passiert UNS doch nicht.

Trip Start Oct 20, 2009
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Trip End Feb 22, 2010


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Flag of Chile  ,
Wednesday, December 23, 2009

Nun sind wir von Arica bereits über 29 Stunden in den Süden gefahren und befinden uns immer noch im nördlichen Teil von Chile. Dieses Land ist ja so etwas von lang.

Auf Empfehlung von Ursi und Lea stiegen wir in einem Hostel auf einem der vielen Hügel von Valparaiso ab. Als wir dem Chef Grüsse von ihnen ausrichteten konnte er sich noch gut an sie erinnern und hatten uns voller Freude gleich eingeladen Weihnachten mit seiner Familie zu verbringen. So machen wir uns nun doch noch auf die Suche nach ein paar kleinen Geschenken. Mal schauen wie das wird - Weihnachten auf chilenisch.

Wir wünschen euch allen ein frohes Weihnachtsfest senden herzliche Grüsse aus Chile

Gran abrazo
Teresa und Markus

Fortsetzung

Nach dem wir den letzten Eintrag geschrieben hatten und alle Fotos schön brav auf den USB-Stick kopiert hatten kauften wir die Weihnachtsgeschenk und machten uns auf den Weg noch ein bisschen die Stadt zu besichtigen. Wir schlenderten mir nichts dir nichts durch die Strassen bis in einer bisschen ruhigeren Strasse einer ganz laut neben uns ins Telefon schreite und sich plötzlich ein zweiter von hinten Markus die Tasche mit der Kamera drin weg riss und davon rannte. Es kam dann noch ein Dritter dazu welcher mit dem ersten uns herumschupste damit wir dem mit der Kamera nicht folgen konnten. Die Geschenke wurden kurzerhand zur Waffe und schleuderten dem einen ins Gesicht. Nachdem Markus nochmals herumgeschubst wurde ging die Verfolgung los. Während Teresa zurück blieb und versuchte in einer neben Strassen den Dieben den Weg abzuschneiden, rannte Markus wie verrückt den dreien nach. Valparaiso ist ziemlich steil am Hang gebaut und besteht aus vielen verwinkelten Gässchen. So ging der Spurt immer weiter den Hügel hinauf und die Gassen wurden immer enger. Auf einer Treppe fingen die beiden ohne Kamera mit Steinen an zu werfen, damit der Dritte ohne Probleme abhauen konnte. Danach waren die Drei spurlos verschwunden. Irgendwo auf der Strecke musste die Polizei auf den Raub aufmerksam geworden sein. Auf jeden Fall sprangen auf einmal zivile Polizisten an Markus vorbei und suchten auch nach den Dieben. Einer wurde erwischt, doch leider nicht der mit der Kamera.
Wir mussten dann auf dem Polizeirevier eine Deklaration ausfüllen und den Vorfall genau beschreiben. D.h. eigentlich machte sich der Polizist seine eigene Story, damit der Geschnappte richtig hart bestraft wird und wir mussten immer wieder sagen, wie es wirklich war. Der Geschnappte, der die letzten 10 Jahre bereits im Knast verbracht hatte, hat wohl mit ein paar weiteren schönen Tagen oder sogar Jahren im Gefägnis zu rechnen. Doch das bringt die Kamera leider auch nicht zurück. Das dümmste an der Geschichte ist, dass der USB-Stick mit allen Fotos auch in der Tasche war und wir deshalb ziemlich viele Fotos verloren haben. Es war das erste mal, dass wir USB-Stick und Kamera am gleichen Ort aufbewahrten. Ziemlich dumm gelaufen. Als wir dann später im Reiseführer sahen, dass dieses Quartiert als speziell gefährlich beschrieben wurden, hätten wir die Kamera gleich in Geschenkpapier einwickeln und dort vorbeibringen können.

Das Weihnachtsfest war wegen Polizei- und Versicherungsangelegenheiten ein bisschen getrübt, aber trotzdem ganz nett. Weihnachtsstimmung kam jedoch nicht wirklich auf. Wir haben einfach alle zusammen einen Truthahn gegessen und dann war's auch schon wieder vorbei.

Den 25. verbrachten wir im benachbarten Viña del Mar am Strand, da ja sowieso alles geschlossen hatte. Am Abend wollten wir fein Essen gehen. Das Restaurant lag auf einem Hügel von wo aus wir eine schöne Aussicht hatten und den Sonnenuntergang geniessen konnten. Dabei hatte sich eine Wolke schön rötlich gefärbt. Ihr denkt jetzt sicher, wie langweilig, das zu schreiben. Doch es stellte sich später heraus, dass dies gar keine Wolke war, sondern rauch, weil in Viña ein paar Kinder nicht so vorsichtig waren und einen ganzen Wald in Brand steckten.
Das Restaurant und die Karte sahen super aus, doch als wir bestellen wollten, mussten wir feststellen, dass der Schein trügte. Alles was wir essen wollten war bereits alle und was wir schlussendlich assen war nicht wirklich der Rede wert.

Am Tag darauf war gab es noch drei weitere Waldbrände hinter den Hügeln von Valpo und es überdeckte eine riesige Rauchwolke die ganze Stadt woraus es Asche regnete. Sah wirklich aus wie der Weltuntergang und sogar die Elektrizität hatte sich für eine Weile verabschiedet.

Tortz einiger Entäuschungen ist Valparaiso eine sehr schöne Hafenstadt mit vielen bunten Häusern und ganz alten Aufzügen, die einem in die oberen Teile der Stadt bringen. Wirklich fotogen ;-).

PS: trotz dem langen Eintrag hatte ich noch etwas vergessen zu erwähnen: Als wir aus dem Polizeirevier raus liefen, sahen wir noch ein paar Hanfpflanzen nummeriert und am Boden liegen und einen Typen der in Handschellen gerade verhört wurde. Der Typ und wir schafften es zwei Tage später sogar in die Lokalzeitung von Valparaiso. Den Artikel findet ihr bei den Fotos.
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Comments

Eberhard Schroeter on

Wir haben am 23. März 2010 in Valparaiso fast dasselbe erlebt, allerdings mit Einzeltäter. Auch bergauf, die Treppen hinauf ,dann an einer Weg/Strassengabelung spurlos verschwunden. Kamera und-schlimmer noch-alle Urlaubsbilder verschwunden. Leider kein Polizist in Uniform oder Zivil in der Nähe, der die Verfolgung hätte mit unterstützen können.

Eberhard Schroeter on

Es geschah am Fischmarkt am hellen Tag

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