Wo der Teufel wohnt

Trip Start Oct 20, 2009
1
23
56
Trip End Feb 22, 2010


Loading Map
Map your own trip!
Map Options
Show trip route
Hide lines
shadow
Where I stayed
Kuala Den

Flag of Bolivia  ,
Friday, November 27, 2009

Potosi liegt auf 4060 M.ü.M. und ist somit die höchstgelegene Stadt der Welt, dementsprechend ist die Luft dünn und die Nächte kalt.

Man denkt sich sofort: wieso baut man dort oben eine Stadt und wieso war diese Stadt vor über  450  Jahren sogar grösser und reicher als bspw. Paris oder London? Der Grund ist schnell gefunden und liegt hinter der Stadt. Der Cerro Rico ist der Hausberg von Potosi und ist reich an Silber, Zinn und anderen Mineralien.

Noch heute werden Mineralien an diesem Berg abgebaut und die Arbeitsbedingungen sind noch etwa dieselben wie vor 300 Jahren, weshalb die Lebenserwartung in Potosi nicht gerade hoch ist. Für uns natürlich ein Grund die Minen zu besichtigen.

Zuerst  bekamen wir einen Helm aufgesetzt und wurden in Schutzkleidung gesteckt. Danach ging es auf den Mercado de los Mineros, wo wir uns mit Coca-Blättern und Dynamit eindecken konnten. Diese Sachen kauft man als Geschenke für die Kumpel. Kumpel frühstücken ausgiebig und ernähren sich dann in der Mine nur von Coca-Blättern. Ihre Backen sind dementsprechend gross.;-)

Bevor wir tief in die Minen hinein krochen gingen wir bei Tio vorbei und opferten ihm ein paar Coca-Blätter. Der Tio ist der Teufel der über die Minen wacht. Da die Kumpel glauben, dass Gotteskraft nicht bis Tief in die Minen reicht beten sie zum Teufel (dem Tio) welcher sie in den Minen beschützen soll.

Leider hatten wir das Pech, dass wir an einem Samstag dort waren und die Kumpel scheinbar am Freitagabend gerne einen über den Durst hinaus trinken und deshalb am Samstag niemand bei der Arbeit war. Vielleicht war es auch besser so.:-)
Wir krochen tief in die Minen  hinein und bis zu 50 Meter in die Tiefe. Auch wenn keiner arbeitete war es extrem staubig und man konnte erkennen wie schlecht die Arbeitsbedingungen in diesen engen Tunnels sein mussten.

Unsere Geschenke konnten wir draussen dann doch an ein paar Mineuren verschenken und eine Dynamitstange sprengten wir dann gleich selber noch in die Luft - Bang!!!

Sonst hat Potosi nicht wirklich viel zu bieten, ausser vielleicht ein paar Käfern, die sich in Teresas Magen verirrt hatten, weshalb wir noch einen Tag länger als geplant auf dieser Höhe verbrachten.
Slideshow Report as Spam

Use this image in your site

Copy and paste this html: