4 Stempel bis in die Stadt des Friedens

Trip Start Oct 20, 2009
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Trip End Feb 22, 2010


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Flag of Bolivia  , La Paz,
Thursday, November 19, 2009

Von Copacabana gibt es eigentlich eine Strasse nach La Paz, bei der man einmal kurz den Titicacasee überqueren muss. Der Klu ist, es gibt keine Brücke, sondern Bus und Passagiere werden auf einem Boot verschifft. Nun will die Regierung jedoch eine Brücke bauen, was den Fährmännern überhaupt nicht passt, weshalb sie ca. eine Woche lang streikten. Natürlich genau während der Zeit, als Teresita und Kusito gerne von Copacabana nach La Paz reisen möchten. So mussten wir die gleiche Strecke, die wir vor zwei Tagen kamen, wieder zurück nach Peru einreisen, den Bus wechseln und an die nächste bolivianische Grenze fahren, wo wir wieder nach Bolivien einreisen konnten und nochmals den Bus wechseln mussten. Widererwarten funktionierte alles reibungslos, ausser dass uns gesagt wurde, dass der letzte Bus für die längste Strecke der komfortabelste sein wird. Es war ein voll gestopfter Minibus mit unbequemen Sitzen. Wäre ja zu schön gewesen.

Während das Alto Plano mit dem Titicacasee auf 3800m liegt, wurde La Paz auf 3600m erbaut. D.h. man fährt ziemlich lange auf einer Fläche bis es plötzlich steil abwärts geht und La Paz mit seiner Million Einwohner sich vor sich ausbreitet. Die Sicht über die Stadt war einfach grandios.

Wir hatten viele Horrorgeschichten über Raubüberfälle in La Paz gehört, doch glücklicherweise gehörten wir nicht zu deren Hauptdarstellern und wurden von allem Schlimmen verschont. Wir empfanden die Stadt als sehr angenehm und die Leute waren alle sehr freundlich und hilfsbereit.

Da wir eine Tour auf den Chalkataya, einen 5440m hohen Berg in der Umgebung von La Paz machen wollten, dachten wir das Beste ist es, wenn wir uns beim Club Andino Boliviano (wie der SAC) direkt melden. Da der Club kein Schild an der Tür hatte, war es gar nicht so einfach diesen zu finden. Endlich drinnen, wurden wir von einem 70 Jahre alten Männchen herzlich empfangen. Es kam uns vor, wie schon lange keine Leute mehr dort vorbei kamen, denn er begann uns seine ganze Lebensgeschichte zu erzählen, welche äusserst spannend war. Es scheint ein ziemlicher Pionieer gewesen zu sein was das Bergsteigen in den Anden betrifft. Wir fühlten uns sofort in sicheren Händen. So buchten wir die Tour und machten uns am nächsten Morgen auf den Weg den Gipfel zu erklimmen. Es war ein langer, äusserst strapaziöser Aufstieg. Wir waren eine 7-köpfige Gruppe, welche alle ziemlich unerfahren waren, was solche Höhen betrifft. Nach zwei Stunden schafften wir es dann jedoch auf 5300m, stiegen aus dem Minibus aus und spazierten die letzten 140m zu Fuss auf den Gipfel.

Am Sonntag besuchten wir noch den Markt von El Alto. El Alto liegt gleich oberhalb von La Paz auf dem Plateau und hat auch nochmals eine Million Einwohner. Die Gegend ist wohl der einzige Ort, wo es die Reichen vorziehen im Kessel zu wohnen, weil dort die Luft dicker ist und die Armen wenigstens eine schöne Aussicht (landschaftlich) haben.
Leider können wir euch keine Fotos vom Markt zeigen, weil wir aus Vorsichtsmassnahmen nur das nötigste mitgenommen hatten. Der Markt war riesig und vom Poncho für eine Barby-Puppe, über gefälschte DVDs und einzelne Autotüren bis zu ganzen Bussen konnte man alles kaufen.

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