Dschungelbuch

Trip Start Oct 20, 2009
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Trip End Feb 22, 2010


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Flag of Peru  , Madre de Dios,
Tuesday, November 3, 2009

Nach 14 Stunden Busfahrt von Cusco nach Puerto Maldonado tuckerten wir 1 Tag Flussaufwärts, wo wir am Rio Pariamanu unsere Zelte aufschlugen. Unterwegs sahen wir entlang des Ufers immer wieder einsame Bauernhöfe und zahlreiche Goldwäscher. Letztere schossen in den letzten 2 Jahren wie Pilze aus dem Boden. Nuggets sind keine zu holen, aber im Sand & Boden lagert viel Goldstaub, von dem es sich „gut" leben lässt. Ebenso waren viele Holzfäller unterwegs, die geschlagenes Holz in die Stadt transportierten. Das Holz wird meist illegal geschlagen, wird von der Regierung jedoch geduldet. Ein Stück Urwald ist ziemlich einfach zu bekommen, vorausgesetzt, man ''nutzt'' das Land und will es nicht nur schützen.

Von unserem Camp aus erkundeten wir mit Felix bei Tag und Nacht die Umgebung. Lianen, Riesenbäume, exotische Blüten... der Urwald wie im Bilderbuch, nur besser und lebendiger. Ganz in der Nähe unserer Zelte befand sich ein beliebter Sammelplatz unter Papageien. Diese kommen hierher um das Salz aus der Erde, zu picken und um so ihre von unreifen Früchten geblähten Mägen zu kurieren. Früh morgens sind die kleinen grünen Papageie und Sittiche dran, etwas später kann man die grossen Aras beobachten. Über unseren Köpfen tummelten sich derweil Klammeraffen und Braunrückentamarine... um diese zu entdecken, brauchten wir jedoch das geschulte Auge von Felix. Des Nachts unterwegs im Boot (ein Spaziergang durch den Wald war dann doch etwas ungeheuer :-) trafen wir auf ein junges Wasserschwein und wöchige Kaymane.
Daneben ist der Wald voller Heilpflanzen und essbaren Früchten, wo wir sie nicht vermuten würden. Und Blumen, die wir für teures Geld im Laden kaufen, säumen hier den Trampelpfad.

Wenn wir nicht im Wald herumstreiften, vertrieben wir uns die Zeit mit Baden im Fluss oder mit Gruselgeschichten über den Urwald seine Geister und Tiere. Felix und Ruben (Bootsführer) versuchten mit allen Tricks uns Angst einzujagen...

Auf dem Rückweg nach Puerto Maldonado gab unser Motor den Geist auf, da half nur noch geballte Manneskraft. Glücklicherweise schleppte uns ein Fischerboot ab, die Rückfahrt dauerte auch so noch 1.5 Stunden.
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