Hauptstadt der Inkas

Trip Start Oct 20, 2009
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Trip End Feb 22, 2010


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Where I stayed

Flag of Peru  ,
Sunday, October 25, 2009

Die Reise von Nasca nach Cusco hatten wir einen noch luxuriöseren Bus als bisher. Wir fuhren über Nacht und konnten unsere sitze soweit nach hinten verschieben, dass wir fast liegen konnten. Coche Cama nennt man das hier. Auch der Service war super, wir bekamen ein Abendessen und ein Frühstück - fast besser als im Flugzeug. Die Reise führte uns über Pässe die weit über 4000 Meter über Meer liegen, bis nach Cusco, welche auf 3600 Metern eine der höchstgelegenen Städte der Welt ist.

Cusco ist wohl die touristische Hauptschlagader von Peru. Bisher waren wir zwar auch immer auf der Touristenroute, doch wirklich vielen Gringos waren wir nie begegnet. In Cusco wimmelt es von Touris, doch die Einheimischen meinen, dass es zurzeit wegen Nachsaison, Schweinegrippe und Finanzkrise sehr ruhig sei. Ich möchte nicht wissen, wie es hier aussieht, wenn Hochsaison und die Welt nicht so aus den Fugen ist. Cusco ist der Ausgangspunkt für viele verschiedene Touren, wie beispielsweise ins heilige Tal (Urubamba-Tal) oder in den Manu-Nationalpark, aber vor allem für Trecks nach Machu Picchu.

Die Stadt war die Hauptstadt der Inkas, von wo aus sie bis zu Beginn des 16. Jahrhunderts weite Teile Südamerikas regierten: 1533 kamen dann die Spanier unter Pizarro und eroberten die Stadt und verdrängten die Inkas im weiter ins Hinterland.

Die Bevölkerung unterscheidet sich ziemlich von den Peruanern; die an der Küste leben. Uns ist aufgefallen, dass die Leute hier einiges schlanker sind, als an der Küste. Dies hat wahrscheinlich mit der Höhe zu tun und den grossen Distanzen die man hier zurück legt, denn essen wird genau so viel aufgetischt wie an der Küste. Es ist unglaublich wie viel Essen man für so wenig Geld bekommt. In Restaurants ein bisschen abseits vom Touri-Strom bekommt man eine grosse Nudelsuppe als Vorspeise und ein Hauptgang der meistens aus Reis, frittierten Kartoffeln und Hühnchen oder Rindfleisch besteht für 5-8 Soles (2-3 Franken).

Auch die Kleidung unterscheidet sich. Hier sieht man viele Frauen mit Röcken, Sandalen und runden Hüten, wie man sie von Fotos kennt. Gewisse findet man auch in ganz traditionellen Trachten und einem Lama an der leine. Dies jedoch nur für die Touristen, welche für wenige Soles ein Foto schiessen dürfen und wahrscheinlich zu Hause ein Häkchen machen („gesehen"). Was die Mentalität angeht, glaube ich, dass man das Wort Stress hier gar nicht kennt. Man nimmt sich für alles sehr viel Zeit, woran man sich als Europäer zuerst gewöhnen muss. Das heisst aber nicht, dass die Peruaner nicht ungeduldig sind. Mir kommt es vor, dass die die Arbeiten sollten, es ziemlich gelassen nehmen, und die die etwas wollen, kaum darauf warten können.

Cusco ist im Vergleich zu Lima eine wunderschöne Stadt mit vielen Kirchen und Kolonialbauten, welche auf den alten Inka-Mauern errichtet wurden. Bisher haben wir noch nicht viel erkundet. Wir kommen nur langsam vorwärts, weil uns die vielen Steigungen und die dünne Luft noch ziemlich zu schaffen macht. Obwohl wir auf 3600 Metern sind, ist es angenehm warm bei etwa 22 Grad, was man sich in der Schweiz kaum vorstellen kann. Da es so nah am Äquator gelegen ist, ist auch die Vegetation auf dieser Höhe ganz anders als in der Schweiz. Hier gibt es immer noch Laubbäume und es wird Landwirtschaft betrieben.

Wir werden uns jetzt ein bisschen erkundigen, was für verschiedene Touren man machen kann und uns dann bald auf den Weg Richtung Machu Picchu begeben.
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