Viel Sand, viele Vögel und viel Kacke

Trip Start Oct 20, 2009
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Trip End Feb 22, 2010


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Where I stayed

Flag of Peru  ,
Friday, October 23, 2009

Von Lima ging es mit dem Bus weiter der Küste entlang nach Paracas. Die Busfahrt dauerte nur drei Stunden und war super angenehm. Man kann sagen, dass die Peruaner das Busfahren revolutioniert haben. Die Sitze waren super bequem, vergleichbar wie die Businessclass in einem Flugzeug.

Die Fahrt führte uns durch viele kleine Ortschaften, welche extrem heruntergekommen aussahen. Man kann jedoch nicht mit Bestimmtheit sagen, dass diese von Armut geprägt sind, denn in Peru ist es anscheinend üblich, dass man Häuser nicht ganz fertig baut um Steuern zu sparen. Deshalb sehen die Häuser alle so aus, als ob noch ein stock oben drauf gebaut wird, was das Dorfbild nicht gerade verschönert. Ein weiterer Grund für das nicht sehr schöne Dorfbild ist wohl das schwere Erdbeben welches 2007 diese Küstenregion heimgesucht hat. Wir haben erfahren, dass die Regierung von Peru beim Aufbau nach Erdbeben nur bei einer Stärke von mehr als 8 auf der Richterskala behilflich ist und somit viele Erbeeben offiziell eine Stärke von 7.9 aufweisen.

Paracas selber ist eine kleine Hafenstadt die sich am Rande einer grossen Halbinsel befindet. Diese Halbinsel ist ein Nationalpark, in welchem Funde aus prähistorischer Zeit gefunden wurden. Die Strasse auf der wir uns bewegten sah aus als ob sie asphaltiert wäre, doch beim näheren hinsehen bemerkte man, dass sie aus reinem Salz besteht. Dieses salz wird vor allem in den Monaten Oktober und November abgebaut und nach Europa verschifft, wo es im Winter zum Streuen der Strassen bei Glatteis verwendet wird.

Neben den historischen Funden, zu denen wir hier nichts schreiben, ist Paracas vor allem als Ausgangspunkt zu den Islas Ballestas bekannt. Die Islas Ballestas werden in Reiseführern auch als die Gallapagos Inseln für Arme betitelt, also genau das richtig für uns.;-) Die Bootstour war wirklich ziemlich günstig und wir konnten viele Seelöwen, Pinguine, Pelikane und viele weitere Vogelarten bestaunen. Die Islas sind auch bekannt für ihren Guano (Vogelkacke), welcher mühselig von den Felsen gewischt wird und als bester natürlicher Dünger in die ganze Welt exportiert wird.

Auf der Fahrt zur Insel fuhr man zudem an der Gandelera vorbei, welche einen über 140 Meter grossen, in den Sand geritzten Dreizack darstellte, dessen Herkunft und Bedeutung völlig unbekannt ist. Zu Beginn war sie bis zu zwei Meter tief, heute jedoch nur noch 60cm und verschwindet somit langsam. Die Theorien gehen von einer Siegestrophäe, über astrologische Bedeutung, oder Orientierungshilfe für die Schifffahrt bis zu Zeichen von Ausserirdischen.
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