Viva Mexico
Trip Start
Sep 03, 2006
1
20
21
Trip End
Oct 29, 2006
Letztes Land, ich komme! Beim Einchecken in Lima wurden mir Deklarations- und Einwanderungsformulare für die USA in die Hand gedrückt. Meine Frage, ob ich das wirklich ausfüllen muss, obschon ich nur einen Transitflug in die USA hab und nicht dort bleibe, wurde mit einem Achselzucken und "manchmal wollen sie die Formulare trotzdem, füllen Sie sie aus" beantwortet. Macht Sinn, klar. Vor allem, wenn man die Adresse in den USA angeben muss und wie viel Kohle man vorhat, dort auszugeben. Ich hab also mal Null Dollar und den Flughafen in Miami angegeben. Ob sie am Zoll deswegen Stunk machen? Egal, dann hätte ich wieder etwas für mein Reiseblog zu berichten *grins*. Unglaublich... Wasser muss schon bei der Sicherheitskontrolle abgegeben werden, obschon überall steht, dass man es nicht mit an BORD nehmen darf. Und da man 1,5 Std. VOR Abflug durch die Sicherheitskontrolle muss, hab ich mir für diese Zeit natürlich eine Flasche Wasser gekauft. Die Ironie am Ganzen ist schlicht und einfach, dass man direkt nach der Sicherheitskontrolle Wasser kaufen kann, das man einen Schritt vorher abgeben musste! Wo zum Teufel ist der Unterschied? Oder soll man nach dem tieferen Sinn genauso wenig fragen wie bei Amifilmen, bei denen gewisse Szenen einfach nicht aufgehen? Egal... beim Sicherheitscheck bin ich wieder der australischen Familie über den Weg gelaufen - oder zumindest der Hälfte davon *lacht*. Dieses Mal hab ich dem Vater meine Visitenkarte in die Hand gedrückt, damit ich zu ein paar original Zippy-Bildern komme. So sind die "neuen" Kärtchen wenigstens nicht ganz nutzlos ;-)
Am Flughafen in Cancun bin ich erst mal in die falsche (aber so ausgeschilderte) Richtung gelatscht, um zu den Bussen zu gelangen. Kein Problem, mir wurde geholfen. Als ich dann mit meinem Trolley und Rucksack keuchend vor dem Bus stand (wir reden hier von Mittagssonne, mindestens 40° im Schatten und einer extrem hohen Luftfeuchtigkeit), meinte der Fahrer dann nur, dass er keine amerikanischen Dollarnoten annehmen würde - nur Münzen. Ich hatte ja nicht viel geschlafen, seit etwa 8 Stunden nichts gescheites gegessen (ich hör das allgemeine Raunen von wegen "geht in Deckung, ihr Blutzuckerspiegel ist etwas tief) und es war heiss. Meine Antwort war drum nicht grade das, was das Gegenüber nicht grade in einen hilfsbereiten Partner verwandelt - ich hab nämlich gefragt, was ich denn jetzt seiner Meinung nach tun solle ... nach Downtown laufen? Er hat nur mit den Achseln gezuckt (und gedacht, ich sei wieder eine dieser in Cancun sehr willkommenen Amerikaner) und gemeint, er könne mir nicht helfen. Ich hab also mein ganzes Gepäck wieder zurück in den Flughafen geschleppt und am erstbesten Schalter gefragt, wo ich hier Noten in Münzen umtauschen könne, damit ich die Busfahrt nach Downtown bezahlen könne. Die Dame hat mich etwas irritiert angeschaut und gemeint, das könne man hier nirgends. Tollllllll... Als ich grad ansetzen wollte, ob sie vielleicht so freundlich wäre, ihre Kasse zu öffnen und mir die Scheinchen umzutauschen, hab ich realisiert, dass ich offensichtlich am Schalter der Busfahrtgesellschaft stand! Ich wiederholte also mein Anliegen, dass ich gern mit dem Bus nach Downtown fahren würde - mit ihrer Gesellschaft - aber der Chauffeur mir leider kein Ticket verkaufen wolle. Sie hat mich dann noch irritierter angesehen und gemeint, dass sie eigentlich NUR Noten akzeptieren (was nicht stimmt) und ob ich gleich hier ein Ticket kaufen wolle, dann hätte ich nachher ja Münzen vom Rückgeld. Die Logik ist doch erstaunlich: Ich kauf mir also ein Ticket für die Fahrt, damit ich mir vom Rückgeld ein Ticket für die Fahrt kaufen kann? Nein, mein Gesicht spiegelte nicht wider, was die meisten jetzt von mir erwarten. Ich war echt fix und fertig und hab mich nur bedankt. Zurück beim Bus hat der Fahrer mit keinem Gesichtsmuskel zu erkennen gegeben, dass er mich heute schon mal gesehen hätte oder erstaunt war, dass ich schon eine Fahrkarte habe. Und ich wiederum hab mich nicht gewundert, dass er mir nicht gesagt hatte, dass ich auch im Flughafengebäude ein Ticket erstehen könnte ;-) Trotzdem dachte ich so für mich "welcome to Mexiko".
Am Busbahnhof der altbekannte Nationalruf "Taxi, Taxi?". Es war noch immer heiss und ich wusste, dass das Hostel gleich in einer Seitenstrasse sein muss - laut Plan jedenfalls. Nun ... dummerweise haben hier jeweils 2 Parallellstrassen denselben Namen. Doch, echt. Die Strasse alleine nutzt noch nicht viel. Ein Typ kam auf mich zu und fragte, was ich suche. Ich gab ihm den Namen des Hostels und er meinte, er hätte mir was anderes, das nicht so eine mufflige Bude wie mein Hostel sei. Suuuper, danke. Aber der Besitzer des Hostels hatte im Bestätigungsmail schon vor solchen versuchen gewarnt, ich hab also noch nicht so viel auf diese Aussage gegeben. Er hat mir dann den Weg angezeigt und ich bin losmarschiert. Bei jedem Schlagloch oder 30cm hohen Gehsteigkante hab ich laut losgeflucht, weil ich den Trolley regelrecht drüberhiefen musste. Ich stand dann vor dem Hostel und ich dachte, jetzt ist echt Sense. Eine Terrasse, ein mit Stühlen und Tischen vollgestellter Raum, alles abgeriegelt. Das Hostel sieht aus, als wäre es nicht mehr existent. Ich bin dann ohne Gepäck mal um die Ecke gepirscht, hab aber kein Büro oder sowas sehen können, aber einen Treppenaufgang ins Hostel rein und ein Transparent "We're open". Also hab ich mein Gepäck geschnappt und es Stück für Stück die paar Treppen raufgeschoben. Als ich oben angekommen bin, stand eine Dame vor mir - ich solle doch bitte runter ins Büro kommen. Aaah, ok. Ich hab meine Tasche hingestellt, bin die Treppe runter und ... sie war nirgends mehr zu sehen und direkt neben dem Treppenaufgang war eine Wäscherei. Ich also an der Wäscherei vorbei, linse um die Ecke. Nichts. Wo zum Henker ist sie nur hin? Schon steht sie neben mir und winkt mich in die Wäscherei, wo das Büro integriert ist ;-).
Da ich fast nicht gepennt hatte, hab ich dann in meinem Zimmer gleich die Klimaanlage angeschmissen und mich hingelegt. Und weil das Teil alle 30 Sekunden gepiepst hat, hab ich sie ausgeschaltet und vor mich hingeschwitzt. Ja, das Piepsen war nicht normal und sie ist dann am Abend vollends ausgestiegen. Leonie und ich (die einzigen zwei in diesem 6-Bett-Zimmer) durften dann für die Nacht in ein Zimmer wechseln, dessen Schloss eher einer Zellentür glich. Die Klimaanlage war lauter als ein Düsenantrieb und so haben wir dann auf Ventilator-Belüftung gewechselt. Bloss... heisse Luft im Raum wird nicht kühhler, nur weil sie zig Mal umgewälzt wird. Dass es hier übrigens keine Lattenroste sondern Eisenstangen unter den Matrazen hat, hat auch nicht grade zu einem erholsameren Schlaf beigetragen *grins*. Am nächsten Tag war dann die Klimaanlage repariert und ich geniesse es richtig, in einem angenehm kühlen Zimmer sein zu können. Bis auf das Bett ist das Hostel einsame Klasse und mittlerweile hab ich auch rausgekriegt, wie ich mich am besten hinlege, um nicht mit einem Beckenknochen genau eine der Stangen zu erwischen.
Inzwischen sind alle Betten in unserem Zimmer belegt und am Samstag (21.10.) sind wir alle gemeinsam zu einer Schnorkeltour gefahren. Das erste Boot fuhr um 9 Uhr früh zu einem der Reefs und weil es dermassen spassig war, haben Sylvia (aus Deutschland) und ich (die drei Ladies aus USA haben früher aufgegeben) und ich das letzte Boot um 16 Uhr zurück ans Festland bestiegen. Die jungen Tauchguides haben uns während des Tages 2x eine Bootstour mit einem kleineren Motorboot ermöglicht und ich war wohl die einzige, die ohne Sonnenbrand davongekommen ist (ich war auch die einzige von unserer Truppe, die im T-Shirt geschnorkelt hat und danach noch ein Tuch um die Beine gewickelt hat *g*). Einer der Jungs (alle ganz süss und maximal 20 oder so) hat uns dann gefragt, ob wir am Abend lust hätten, mit ihnen um die Häuser zu ziehen. Klar doch, wird gemacht. Im Hostel haben uns die anderen Mädels erzählt, dass sie auch mit ihnen abgemacht haben ;-). Keine von uns war ernsthaft an einem der Boys interessiert (nicht mal ansatzweise), sollte also keine Probleme geben. Wir hatten uns für halb elf verabredet und wir waren so kurz nach zehn eigentlich "ready to go". Irgendwie sassen wir dann auf unseren Betten und ich hab dann gemeint, dass ich mich gar nicht mehr erinnern kann, wann ich das letzte Mal darauf gewartet hätte, von einem Typen abgeholt zu werden - noch dazu von jemandem, der mich nicht mal interessiert. Anne fragte sich, wie wir zu acht in ein Auto passen würden, worauf Sylvia und ich unison meinten, dass die für uns nicht ausgesehen hätten, als würden sie überhaupt ein Auto besitzen und wir wohl mit dem Bus oder allenfalls dem Taxi fahren würden. Die Jungens standen dann auch pünktlich vor dem Hostel und wir fuhren mit dem Taxi in die Hotelzone ;-). Ich hab dann irgendwann verraten, dass wir heute in meinen Geburtstag reinfeiern würden. Im Dady'O verhalf uns das zu einen Shot für alle und einen Spezial-Shot (La Cucaracha) für mich. Irgendwie wurde der Laden nie richtig voll, es hat aber trotzdem ziemlich Spass gemacht - sonst wären wir glaube ich nicht bis 4 Uhr früh dort geblieben. An meinem Geburtstag haben Sylvia und ich dann eine kleine Bummeltour unternommen und die Mädels haben mich am Abend mit einem von Kerzen umrandeten Stück Torte überrascht (in dem Laden gabs nur Teelichter *hihihi*) und ich fand das echt süss. Danach gings ab ins Coco Bongo, das den halben Abend über Shows à là Las Vegas bietet. Auch hier wurds 5 Uhr früh, bis in Richtung Betten abmarschiert wurde.
Da es zwar Oktober ist, aber trotzdem schön warm und angenehm, gings auch des öftern mal an den Strand - zum Beispiel nach Playa de Carmen (etwa 60 km von Cancun entfernt). Kaum aus dem Bus ausgestiegen, hat uns mal wieder wer angequatscht. Dieses Mal wars ein Amerikaner, der uns seine Hilfe anbieten wollte. Wir haben abgewunken und ich hab einen Lageplan gesehen, wo wir das Hostel von Sylvia suchen wollten - der Ami stand wieder neben uns und fragte, welches Hostel wir denn suchen. Er wohne schon über 25 Jahre hier und kenne alles. Nun gut... er meinte dann, er würde uns da hinbringen. Witzigerweise war das Hostel grade mal so 10 Schritte vom Busbahnhof entfernt. Warum ich das erzähle? Weil er fürs BRINGEN tatsächlich Kohle wollte!! Sylvia konnte sich den ganzen Tag fast nicht von diesem dreisten Typen erholen *grins*.
Und zu guter letzt... Das Geheimnis, weshalb so viele Mexikaner klein sind, ist von einem Einheimischen gelüftet worden: Zu Zeiten der Mayas war es wohl besser, wenn man klein und hässlich war, denn die hübschen und grossgewachsenen Menschen wurden den Göttern geopfert. Wenn das nun über Jahrzehnte gemacht wurde, ists kein Wunder, dass sich irgendwann die "schönmach"-Gene nicht mehr durchgesetzt haben. Schon paradox, oder? Ich seh so ein hübsches junges Mädchen vor mir, das seine Mami weinend fragt, weshalb es mit Schönheit gestraft wurde und nicht auch hässlich sein kann wie all die anderen *lautlach*.
Am Flughafen in Cancun bin ich erst mal in die falsche (aber so ausgeschilderte) Richtung gelatscht, um zu den Bussen zu gelangen. Kein Problem, mir wurde geholfen. Als ich dann mit meinem Trolley und Rucksack keuchend vor dem Bus stand (wir reden hier von Mittagssonne, mindestens 40° im Schatten und einer extrem hohen Luftfeuchtigkeit), meinte der Fahrer dann nur, dass er keine amerikanischen Dollarnoten annehmen würde - nur Münzen. Ich hatte ja nicht viel geschlafen, seit etwa 8 Stunden nichts gescheites gegessen (ich hör das allgemeine Raunen von wegen "geht in Deckung, ihr Blutzuckerspiegel ist etwas tief) und es war heiss. Meine Antwort war drum nicht grade das, was das Gegenüber nicht grade in einen hilfsbereiten Partner verwandelt - ich hab nämlich gefragt, was ich denn jetzt seiner Meinung nach tun solle ... nach Downtown laufen? Er hat nur mit den Achseln gezuckt (und gedacht, ich sei wieder eine dieser in Cancun sehr willkommenen Amerikaner) und gemeint, er könne mir nicht helfen. Ich hab also mein ganzes Gepäck wieder zurück in den Flughafen geschleppt und am erstbesten Schalter gefragt, wo ich hier Noten in Münzen umtauschen könne, damit ich die Busfahrt nach Downtown bezahlen könne. Die Dame hat mich etwas irritiert angeschaut und gemeint, das könne man hier nirgends. Tollllllll... Als ich grad ansetzen wollte, ob sie vielleicht so freundlich wäre, ihre Kasse zu öffnen und mir die Scheinchen umzutauschen, hab ich realisiert, dass ich offensichtlich am Schalter der Busfahrtgesellschaft stand! Ich wiederholte also mein Anliegen, dass ich gern mit dem Bus nach Downtown fahren würde - mit ihrer Gesellschaft - aber der Chauffeur mir leider kein Ticket verkaufen wolle. Sie hat mich dann noch irritierter angesehen und gemeint, dass sie eigentlich NUR Noten akzeptieren (was nicht stimmt) und ob ich gleich hier ein Ticket kaufen wolle, dann hätte ich nachher ja Münzen vom Rückgeld. Die Logik ist doch erstaunlich: Ich kauf mir also ein Ticket für die Fahrt, damit ich mir vom Rückgeld ein Ticket für die Fahrt kaufen kann? Nein, mein Gesicht spiegelte nicht wider, was die meisten jetzt von mir erwarten. Ich war echt fix und fertig und hab mich nur bedankt. Zurück beim Bus hat der Fahrer mit keinem Gesichtsmuskel zu erkennen gegeben, dass er mich heute schon mal gesehen hätte oder erstaunt war, dass ich schon eine Fahrkarte habe. Und ich wiederum hab mich nicht gewundert, dass er mir nicht gesagt hatte, dass ich auch im Flughafengebäude ein Ticket erstehen könnte ;-) Trotzdem dachte ich so für mich "welcome to Mexiko".
Am Busbahnhof der altbekannte Nationalruf "Taxi, Taxi?". Es war noch immer heiss und ich wusste, dass das Hostel gleich in einer Seitenstrasse sein muss - laut Plan jedenfalls. Nun ... dummerweise haben hier jeweils 2 Parallellstrassen denselben Namen. Doch, echt. Die Strasse alleine nutzt noch nicht viel. Ein Typ kam auf mich zu und fragte, was ich suche. Ich gab ihm den Namen des Hostels und er meinte, er hätte mir was anderes, das nicht so eine mufflige Bude wie mein Hostel sei. Suuuper, danke. Aber der Besitzer des Hostels hatte im Bestätigungsmail schon vor solchen versuchen gewarnt, ich hab also noch nicht so viel auf diese Aussage gegeben. Er hat mir dann den Weg angezeigt und ich bin losmarschiert. Bei jedem Schlagloch oder 30cm hohen Gehsteigkante hab ich laut losgeflucht, weil ich den Trolley regelrecht drüberhiefen musste. Ich stand dann vor dem Hostel und ich dachte, jetzt ist echt Sense. Eine Terrasse, ein mit Stühlen und Tischen vollgestellter Raum, alles abgeriegelt. Das Hostel sieht aus, als wäre es nicht mehr existent. Ich bin dann ohne Gepäck mal um die Ecke gepirscht, hab aber kein Büro oder sowas sehen können, aber einen Treppenaufgang ins Hostel rein und ein Transparent "We're open". Also hab ich mein Gepäck geschnappt und es Stück für Stück die paar Treppen raufgeschoben. Als ich oben angekommen bin, stand eine Dame vor mir - ich solle doch bitte runter ins Büro kommen. Aaah, ok. Ich hab meine Tasche hingestellt, bin die Treppe runter und ... sie war nirgends mehr zu sehen und direkt neben dem Treppenaufgang war eine Wäscherei. Ich also an der Wäscherei vorbei, linse um die Ecke. Nichts. Wo zum Henker ist sie nur hin? Schon steht sie neben mir und winkt mich in die Wäscherei, wo das Büro integriert ist ;-).
Da ich fast nicht gepennt hatte, hab ich dann in meinem Zimmer gleich die Klimaanlage angeschmissen und mich hingelegt. Und weil das Teil alle 30 Sekunden gepiepst hat, hab ich sie ausgeschaltet und vor mich hingeschwitzt. Ja, das Piepsen war nicht normal und sie ist dann am Abend vollends ausgestiegen. Leonie und ich (die einzigen zwei in diesem 6-Bett-Zimmer) durften dann für die Nacht in ein Zimmer wechseln, dessen Schloss eher einer Zellentür glich. Die Klimaanlage war lauter als ein Düsenantrieb und so haben wir dann auf Ventilator-Belüftung gewechselt. Bloss... heisse Luft im Raum wird nicht kühhler, nur weil sie zig Mal umgewälzt wird. Dass es hier übrigens keine Lattenroste sondern Eisenstangen unter den Matrazen hat, hat auch nicht grade zu einem erholsameren Schlaf beigetragen *grins*. Am nächsten Tag war dann die Klimaanlage repariert und ich geniesse es richtig, in einem angenehm kühlen Zimmer sein zu können. Bis auf das Bett ist das Hostel einsame Klasse und mittlerweile hab ich auch rausgekriegt, wie ich mich am besten hinlege, um nicht mit einem Beckenknochen genau eine der Stangen zu erwischen.
Inzwischen sind alle Betten in unserem Zimmer belegt und am Samstag (21.10.) sind wir alle gemeinsam zu einer Schnorkeltour gefahren. Das erste Boot fuhr um 9 Uhr früh zu einem der Reefs und weil es dermassen spassig war, haben Sylvia (aus Deutschland) und ich (die drei Ladies aus USA haben früher aufgegeben) und ich das letzte Boot um 16 Uhr zurück ans Festland bestiegen. Die jungen Tauchguides haben uns während des Tages 2x eine Bootstour mit einem kleineren Motorboot ermöglicht und ich war wohl die einzige, die ohne Sonnenbrand davongekommen ist (ich war auch die einzige von unserer Truppe, die im T-Shirt geschnorkelt hat und danach noch ein Tuch um die Beine gewickelt hat *g*). Einer der Jungs (alle ganz süss und maximal 20 oder so) hat uns dann gefragt, ob wir am Abend lust hätten, mit ihnen um die Häuser zu ziehen. Klar doch, wird gemacht. Im Hostel haben uns die anderen Mädels erzählt, dass sie auch mit ihnen abgemacht haben ;-). Keine von uns war ernsthaft an einem der Boys interessiert (nicht mal ansatzweise), sollte also keine Probleme geben. Wir hatten uns für halb elf verabredet und wir waren so kurz nach zehn eigentlich "ready to go". Irgendwie sassen wir dann auf unseren Betten und ich hab dann gemeint, dass ich mich gar nicht mehr erinnern kann, wann ich das letzte Mal darauf gewartet hätte, von einem Typen abgeholt zu werden - noch dazu von jemandem, der mich nicht mal interessiert. Anne fragte sich, wie wir zu acht in ein Auto passen würden, worauf Sylvia und ich unison meinten, dass die für uns nicht ausgesehen hätten, als würden sie überhaupt ein Auto besitzen und wir wohl mit dem Bus oder allenfalls dem Taxi fahren würden. Die Jungens standen dann auch pünktlich vor dem Hostel und wir fuhren mit dem Taxi in die Hotelzone ;-). Ich hab dann irgendwann verraten, dass wir heute in meinen Geburtstag reinfeiern würden. Im Dady'O verhalf uns das zu einen Shot für alle und einen Spezial-Shot (La Cucaracha) für mich. Irgendwie wurde der Laden nie richtig voll, es hat aber trotzdem ziemlich Spass gemacht - sonst wären wir glaube ich nicht bis 4 Uhr früh dort geblieben. An meinem Geburtstag haben Sylvia und ich dann eine kleine Bummeltour unternommen und die Mädels haben mich am Abend mit einem von Kerzen umrandeten Stück Torte überrascht (in dem Laden gabs nur Teelichter *hihihi*) und ich fand das echt süss. Danach gings ab ins Coco Bongo, das den halben Abend über Shows à là Las Vegas bietet. Auch hier wurds 5 Uhr früh, bis in Richtung Betten abmarschiert wurde.
Da es zwar Oktober ist, aber trotzdem schön warm und angenehm, gings auch des öftern mal an den Strand - zum Beispiel nach Playa de Carmen (etwa 60 km von Cancun entfernt). Kaum aus dem Bus ausgestiegen, hat uns mal wieder wer angequatscht. Dieses Mal wars ein Amerikaner, der uns seine Hilfe anbieten wollte. Wir haben abgewunken und ich hab einen Lageplan gesehen, wo wir das Hostel von Sylvia suchen wollten - der Ami stand wieder neben uns und fragte, welches Hostel wir denn suchen. Er wohne schon über 25 Jahre hier und kenne alles. Nun gut... er meinte dann, er würde uns da hinbringen. Witzigerweise war das Hostel grade mal so 10 Schritte vom Busbahnhof entfernt. Warum ich das erzähle? Weil er fürs BRINGEN tatsächlich Kohle wollte!! Sylvia konnte sich den ganzen Tag fast nicht von diesem dreisten Typen erholen *grins*.
Und zu guter letzt... Das Geheimnis, weshalb so viele Mexikaner klein sind, ist von einem Einheimischen gelüftet worden: Zu Zeiten der Mayas war es wohl besser, wenn man klein und hässlich war, denn die hübschen und grossgewachsenen Menschen wurden den Göttern geopfert. Wenn das nun über Jahrzehnte gemacht wurde, ists kein Wunder, dass sich irgendwann die "schönmach"-Gene nicht mehr durchgesetzt haben. Schon paradox, oder? Ich seh so ein hübsches junges Mädchen vor mir, das seine Mami weinend fragt, weshalb es mit Schönheit gestraft wurde und nicht auch hässlich sein kann wie all die anderen *lautlach*.

