Viele Wege führen nach Modesto

Trip Start Apr 29, 2011
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Trip End May 27, 2011


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Flag of United States  , California
Monday, May 23, 2011

Da für heute nicht allzu viel geplant war, ließen wir den Morgen gemütlich angehen. Nach dem Packen verstauten wir unsere sieben Sachen in unserm kleinen Flitzer und frühstückten bei Dennys. Einmal Grand Slamwich für Svenja (gefühlte 1500 Kalorien) und ein BBBLT für Heiko (BBB= 3-fach Bacon). Gestärkt und gesättigt machten wir uns gegen 11 auf die Straße. Es sollte erst noch weiter in den Süden gehen bevor wir nach Modesto weiter fuhren. Der 17-Mile-Drive und Carmel war unser Ziel. Den 17-Mile-Drive kann man sich als Verbindung zwischen Beverly-Hills und Highway No. 1 vorstellen. Villenviertel und raue, schöne Küste in einem. Aber nicht umsonst. 9,50 $ muss man pro Auto berappen wenn man da entlang will. Aber es hat sich gelohnt. Vorbei an den vielen Häusern der Reichen und Schönen ging es an die Küste. Pebble-Beach lag vor uns und wir fühlten uns sau wohl hier. An einem Felsen im Meer vor der Küste lagen gefühlte 1000 Seelöwen und Vögel und gaben ihre Sangeskünste zum Besten. Man hörte sie bereits von weitem. Vorbei an Pinien und steilen Küsten fuhren wir weiter zur Lone Cypress. Dem Touri-Höhepunkt schlecht hin auf dieser Tour. Naja, nett anzusehen, aber genau deswegen muss man jetzt nicht um die halbe Welt fliegen.

Gegen 13 Uhr verließen wir den 17-Mile-Drive und fuhren in das benachbarte Carmel. Richtig niedliche Hütten hier. Sehr europäisch angehaucht, denn es war sehr verspielt und malerisch. Unser Ziel, Carmel Mission, war schnell gefunden. Aber die Muße uns die Kirche, das Kloster von innen anzusehen hatten wir dann doch nicht mehr. Somit begnügten wir uns mit ein paar Fotos von außen und fuhren weiter. Schließlich wollten wir noch nach Modesto.

Heiko fuhr und Svenja vielen am Beifahrersitz kurz die Augen zu. Wir waren recht schnell in Gilroy (bekannt für exzessives Outlet-Shopping) hielten aber nur kurz zum Tanken. Links und rechts der Straße war die Salatbar der USA verteilt. Die Gegend um Gilroy ist scheinbar sehr für Obst und Gemüseanbau bekannt, denn wir fühlten uns hier sehr heimisch. Sah aus wie im Knoblauchsland. Viele Bauernstände säumten die Straße und so konnten wir der Versuchung nicht wiederstehen und hielten an einem Stand mit frischen Erdbeeren. Wow waren das tolle Erdbeeren. Riesig. Geschmacklich sehr gut und absolut bezahlbar.  Für ein Kilo zahlten wir 4 $ und hatten somit nach dem reichlichen Frühstück einen gesunen Snack zwischendurch.

Wir fuhren und fuhren. Hier haben ja die Straßenbezeichnungen immer den praktischen Hinweis, in welche Himmelsrichtung man fährt. Und die hieß bei uns Nord. Nord? Sollten wir nicht eigentlich in den Osten?  Noch machten wir uns keine Gedanken und fuhren weiter. Klar, Modesto liegt zwar im Nordosten von Carmel aber irgendwie hatten wir die Route anders im Kopf. Zum Glück hatten wir noch unseren Straßenatlas dabei und warfen einen Blick hinein. Ohje. Unser Navi führte uns zwar nach Modesto, hatte aber nen ganz schön großen Umweg eingeplant. Seufz* aber jetzt hieß es, Augen zu und durch.

Gegen 16 Uhr kamen wir in Turlock an und hatten den School-District gleich gefunden. School-District? Ja genau, wir statteten Heikos alter Highschool einen Besuch ab. War schon interessant mal über einen solchen Schulcampus zu schlendern. War zwar jetzt nicht ganz so wie man es sich aus den Filmen immer vorstellt aber trotzdem interessant. Da waren Sporteinrichtungen vorhanden, von denen können unsere  Schulen nur träumen.

Auf dem weiteren Weg machten wir einen kurzen Abstecher im Hollywood-Drive. Heikos Adresse in seinem Jahr als Austauschschüler. Richtig nette Gegend. Gemütliches amerikanisches Wohnviertel, wie man es sich so vorstellt.

Wir fuhren weiter zu unserem Motel und checkten ein. Noch kurz etwas frisch gemacht und dann folgte der spannendste Teil diesen Abends. Wir trafen auf Heikos Gastfamilie. Zwar nicht mehr in der frühen Konstellation da sich die Gasteltern getrennt hatten und der Gastvater bereits verstorben war, aber dennoch war Heikos Gastmutter mit neuer Familie und der Gastbruder mit seiner Frau dabei. Wir waren zu 8 und hatten jede Menge Spaß bei einem leckeren Steak in einem Steakhaus. War ein richtig cooler Abend. Neben alten Erinnerungen und den vielen Kuriositäten der einzelnen Kulturen (Warum sind deutsche so verrückt und kaufen sich Küchen im Wert von 10.000 Euro und ziehen diese dann evtl. in andere Wohnungen mit um oder das nette Wörtchen „Ach so" hat für einiges an Erheiterung gesorgt.

Gesättigt verließen wir das Lokal und verabschiedeten uns. Zwar nur ein kurzes Zusammentreffen, dafür umso schöner. Wir mussten versprechen auch ja alle potenziellen Babybilder in Facebook zu stellen, da dies auf lange Zeit erstmal der einzige Kontakt wieder sein wird.

Nach einer kurzen Fahrt zum Motel fielen wir in unsere Betten und schliefen den Schlaf der Gerechten trotz Lärm des unmittelbar daneben liegenden Freeways.
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