New York, New York

Trip Start May 08, 2008
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Trip End Aug 15, 2008


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Flag of United States  , New York
Thursday, August 21, 2008

Mit einiger Verspätung nun der Bericht ueber mein allerletztes Ziel.
Nach einem so abenteuerlichen Jahr war ich froh, ganz am Ende noch ein Highlight vor mir zu haben: Der Besuch bei meiner Freundin Lisa in New York.
Ihr erinnert euch vielleicht, dass ich Lisa vor genau 1 Jahr am absoluten Beginn meiner Reise in Ladakh kennengelernt habe. Die Tatsache, dass ich das Jahr nun auch mit ihr beende, hat fuer mich Symbolwert: Menschliche Begnungen und neue Freundschaften über die Kulturen hinweg sind das Wertvollste, was ich von diesen Reisen mitgebracht habe.
Wie zur Bestätigung wurde ich von Lisa und ihrer süssen Familie nach Strich und Faden verwöhnt. (Unter anderem wurde ich "gezwungen", mich im ehelichen Schafzimmer breitzumachen, während sich die 4köpfige Familie ins Kinderzimmer quetschte.)
Thank, you, thank you, thank you, Lisa and Paul!

Trozdem blieb mir noch genug Zeit für ausgedehnte Fussmärsche quer durch Manhattan. Eine Metropole wie geschaffen für eine leidenschaftliche Stadtindianerin!

Auch wenn mich New York nicht im selben Maße emotional anspricht wie San Francisco, ist es für mich doch die "Welthaupstadt", der Schmelztiegel aller Kulturen, die weltstädtischste aller Weltstädte und eine unerschöpfliche Fundgrube fuer Entdeckungen jeglicher Art.

Zu den besten gehörten für mich diesmal das "Immigrationsmuseum" auf Ellis Island, das mich so deutlich an einen der Gründe erinnerte, warum ich die USA so liebe: Dass dieses Land komplett von Menschen besiedelt wurde und wird, die bereit waren, alles hinter sich zu lassen, um ein besseres Leben in einer neuen Welt zu beginnen. Das ist die Existenzgrundlage der USA, die sie mit keinem anderen Land der Welt teilen und die sie zu einem Volk unerschütterlicher Optimisten und Idealisten machen.

Zum anderen hat mich mein 9/11-Pilgerweg schwer beeindruckt. Da dies mein erster Besuch in NY nach dem 11.09.01 war, habe ich nach einem Ort gesucht, den Toten meinen Respekt zu erweisen und noch einmal über diese fürchterliche Tragödie zu trauern. Ground Zero taugt dazu nicht mehr, dort ist der Alltag wieder eingekehrt. Aber ich fand das Gesuchte in der wunderschönen "St.Pauls Chapel" aus dem 18. Jahrhundert, die wie durch ein Wunder überlebte und damals Zufluchtsstätte für Überlebende und Rettungskräfte wurde.
Die kleine Ausstellung dort zeigt, wie bewundernswert die New Yorker damals reagierten: Mit unerschütterlichem Zusammenhalt, Aufopferungswillen und Mitmenschlichkeit begegneten sie der unfassbaren Grausamkeit und Dummheit des Terrorismus. Nicht eine einzige Ausschreitung gegen Moslems oder andere rassistische Zwischenfälle hat es in den letzten 8 Jahren in dieser multikulturellsten Stadt der Welt gegeben.
Ach, wären doch Regierungen nur halb so klug wie ihre Bürger!

So verlasse ich nach 6 Wochen dieses Land mit gewaltigem Respekt für die New Yorker und wie immer mit Begeisterung für die phänomenale Freundlichkeit der Amerikaner. Nicht einmal George Bush hat es geschafft, meine Liebe zu diesem Land zu zerstören, obwohl sich der debile Dorftrottel soviel Mühe gegeben hat.
Daher: I'll be back !!
(Im doppelten Sinne, den ein abschliessender Eintrag wird hier in Kürze folgen).So long, folks.
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