Inka-Ruinen um Cusco

Trip Start Oct 01, 2006
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Trip End Oct 21, 2007


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Flag of Peru  , Sacred Valley,
Tuesday, August 7, 2007

Zusammen mit Ulrike ging ich auch die Ruinen von Pisac besuchen. Wir entschlossen uns, einen gewoehlichen Bus zu nehmen, der proppenvoll mit Indigenen Leuten war. Ein kleines Maedchen schlief mit dem Kopf auf meinem Schoss. Wir nahmen ein Taxi hinauf auf den Berg, auf dem die Inka-Ruinen in schwindelerregender Hoehe prangten. Unglaublich, dass die Arbeiter diese schweren Steine den ganzen weiten Weg dort hinaufgeschafft hatten! Die Ruinen waren wirklich sehr schoen und interessant, und die Aussicht auf die Berge war atemberaubend! Es gab Baeder, eine militaerische Anlage, Wohnhaeuser und ein Zentrum mit Tempeln, und auf einem Wanderweg, der ueber Inka-treppen und durch Hoehlen hindurchfuehrte, konnte man sich alles der Reihe nach ansehen. Alles war so wunderschoen, dass ich Angst bekam, dass mir Machu Picchu nach dieser tollen Erfahrung gar nicht mehr so gut gefallen koennte.... Es gab auch gar nicht so viele Touristen, sodass man sich ziemlich ungestoert ueberall umsehen konnte. Ein Einheimischer im gewebten Poncho mit einer riesigen Floete lunste hinter einem Felsen hervor, um sich von den Touristen fotografieren zu lassen. Weil sich keiner um ihn scherte, zog er sich, zu sich selbst murmelnd, wieder "normal" um, und bat mich um Essen. Ulrike und ich machten uns dann auf, um den Berg vorm Sonnenuntergang bis nach Pisac abzusteigen; ganz schoen steil und ganz schoen weit. Das Gestein zuckte und machte ein Geraeusch wie die sich bewegenden Eisplatten eines gefrorenen Sees, als wir abstiegen. Ich mit meinen wackeligen Knien fuehlte mich ganz schoen "gepiesackt", als wir unten in Pisac ankamen. In Pisac schien es irgendwelche Festivitaeten mit Tanzmusik zu geben, aber es war schon dunkel und wir nahmen lieber ein Kollektivtaxi zurueck nach Cusco. In Cusco angekommen, erfuhren wir von Louis, dass es um Pisco herum ein schlimmes Erdbeben gegeben hat, dass sich bis nach Nasca und Lima ausgebreitet hatte. Die Stadt Ica lag groesstenteils in Truemmern. Cusco lag zwar weit ausserhalb dieser Zone, aber das Zucken, das ich in den Bergen gehoert hatte, musste wohl auch von diesem Erdbeben gekommen sein! Natuerlich wollte ich mir auch die Ruinen von Machu Picchu ansehen. Es gibt eigentlich nur beschraenkte Moeglichkeiten, fuer wenig Geld dort hinzukommen; es ist eine Haupt-Touristenattraktion Suedamerikas, und fuer das Zugticket und den Bus hoch auf den Berg wird man ordentlich abgezockt. Der Inka-Trail, der auch nicht gerade billig ist, kam fuer mich auch nicht in Frage, denn ich HASSE Trekking und werde launisch und fluche, wenn man mich fuer mehr als einen halben Tag ueber Stock und Stein scheucht.Ich habe mit Backpackern gesprochen, die das Geld fuer den Zug nicht bezahlen wollten und von einem abgelegenen Dorf aus nach Machu Picchu gewandert sind.... Ich entschied mich jedenfalls fuer den Zug, den ich von Ollantaytambo aus nahm, was auf dem halben Weg zwischen Cusco und Machu Picchu liegt. Auf der Busreise nach Ollantaytambo erklaerte mir mein Platznachbar mit Silberblick, was wir vom Bus aus sehen konnten. Alle Leute mauerten auf ihre Daecher zwei Keramik-Kuehe und eine Leiter. Es ist das letzte Detail, das dem neu gebauten Haus hinzugefuegt wird, und soll Glueck bringen. Dabei stehen die Kuehe fuer die Hoelle und die Leiter fuer den Himmel. In Urubamba mussten wir in ein Kollektivtaxi nach Ollantaytambo umsteigen. Viele Kinder und alte Frauen waren im Kollektivtaxi, die ununterbrochen Obst assen. Auf dem Weg konnte man die "schlafenden Steine" sehen. Das sind Steine, die fuer den Bau der Festung von Ollantaytambo benutzt werden sollten, und die mit Hilfe von Flusswasser und Geroell transportiert wurden, aber die die Festung nicht mehr erreicht haben, da diese von den Spaniern erobert worden war. Der Herrscher Manco-Inka, der sich auf die Festung zurueckgezogen hatte, hatte die Spanier in der ersten Schlacht besiegt, da die Festung strategisch sehr guenstig gelegen war und er das Land unter dem Berg mit Wasser geflutet hatte. In der zweiten Schlacht wurde die Festung aber eingenommen, und der Inka musste noch weiter in den Jungel fliehen.Mein neuer Bekannter zeigte mir ein Restaurant von Freunden, wo ich mein Gepaeck aufbewahren konnte. Die Ruinen hauten mich eigentlich nicht so vom Hocker, aber das Staedtchen Ollantaytambo, in der alle Bauten und Strassen von den Inka geschaffen worden waren, ist recht charmant. Am Bahnhof stapelten sich die Leute, die den Zug nach Aguas Calientes, dem Ausgangspunkt fuer Besuche Machu Picchus, nehmen wollten, und auch Backpacker gab es zuhauf. Ich schob mir noch einen bleichen, gekochten Maiskolben zwischen die Kiemen, den ich von einer netten Cholita kaufte, und los ging es. Die Touristen wurden alle ins selbe Abteil verfrachtet, welch ein kulturelles Erlebnis....
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