Medaka Family School, Saping

Trip Start Oct 30, 2007
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Trip End Mar 15, 2008


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Flag of Nepal  ,
Sunday, January 20, 2008

Hallo liebe Leute,

Von Samstag bis Dienstag morgen, 22. Jänner 2008 habe ich es endlich geschafft nach Dulikhel und Saping, 4 Stunden von der Stadt Dhulikel entfernt (1stunde Bus und 3 Stunden bergAAAuuf), im Norden Nepals, zu fahren. Ich habe schon von Wien aus über lange Zeit mit Uttam Kontakt gehalten. Bevor sich die Gelegenheit bei RRN, der Organisation, wo ich jetzt beschäftigt bin, ergeben hat, hatte ich vor, einfach einige Zeit in seinem Dorf in seiner Schule mit den Kindern zu verbringen und zu unterrichten. Uttam hat mir schon vorweg sehr viel und interessantes von seinen Projekten erzählt und ich bin wirklich sehr froh, dass ich es trozt sehr viel Arbeit, geschafft ihn zu treffen.
Uttam hat im Jahre 2000 mit der finanziellen Hilfe einer japanischen NGO ein Schulgebäude gebaut und in seiner Umgebung, das weitläufige Saping, die Kunde verbreitet, dass er eine Schule für 1-3 Klässler zur Verfügung stellt. Die Schüler sind sorgfältig ausgewählt, da die Schuluniform, Bürobedarf und sonstiges Schulgeld von Uttam abgedeckt wird. Die Kinder bekommen dort auch ein kleines Mittagessen.
Was mir eigentlich am besten Gefallen hat ist, dass Uttam dort interaktiv soziale Wandlungsarbeit betreibt, indem er Kastenbdiskriminierung bei den Schülern nicht diskriminiert. Man muss sich vorstellen, dass Kinder, 5/6 Jahre jung, sich schon weigern zu essen, wenn ein anderes gleichaltriges Kind, einer niedrigeren Kaste in der Nähe sitzt. Diese starke Indoktrinierung ist wirklich tragisch und reflektiert die unglaubliche Kraft dieses wiedersprüchlichen Systems. In Uttam's Schule werden sie besserem belehrt und es isst jeder mit jedem, sowie sie auch nebeneinander sizten und spielen. Doch immer wieder gibt es Schwierigkeiten in dieser Hinsicht. Dies auch, da diese Bewusstseinserweiterung in der Schule noch lange nicht genug sind. Zu Hause sind die Kinder wieder mit den diskriminierenden Kastenregeln konfrontiert und werden von ihren Eltern bestraft, wenn sie diesen nicht folgen. Eltern haben ihre Kinder aus diesem Grund sogar aus Uttam's Schule genommen. Deshalb war eines der eigentlichen Projekte die Mütter auszubilden, auch damit sie ihre Kinder von zu Hause aus erziehen können, solllte der oft sehr lange Weg in die Schule zu bestimmten Zeiten einmal nicht möglich sein.
Eine solche Berufung ist sicher in sich selbst ein sehr steiniger Weg, doch ich habe Uttam auch darin bekräftigt, hier in dieser seiner Richtung weiterzumachen, da es meiner Meinung nach der absolut richtige Weg ist. Es wird immer die erste Generation geben, die in dieser Transitionsphase grosse Verwirrung und Schwierigkeiten erlebt, doch diese Kinder sind die die beides kennen und dann für die nächste Generation die Wahl haben. Und sie werden fühlen, dass ein gleichberechtigter Weg der Richtigere ist, weil er es immer war und weil wir es von Natur aus sind. Ich bin froh, jemanden zu kennen, der zu diesem zukunftsträchtigen sozialen Wandel für ein neues Nepal mit seinem besten Wissen einen Beitrag leistet.
Uttam möchte sich nicht an grössere oder andere Organisationen anschliessen, da es ihm wichtig ist, seine Ziele und Werte nach wie vor vertreten und umsetzen zu können, womit ich sehr einverstanden bin. Natürlich ist das nicht leicht, weshalb er seit einiger Zeit an einer kleinen Pension in Dulikhel baut. Von dem Geld, dass durch die Touristen reinkommt, finanziert er die Schule weiter. Durch den langen Konflikt hat dieses Vorhaben während der Jahre 2003-2006 aber sehr gelitten, da der Tourismus etwas ausblieb.
Uttam freut sich über jede Unterstüztung, da er diese wirklich brauchen kann. Er ist sehr offen von Menschen aus anderen Ländern zu lernen und hat schon so einige Besucher in seiner Schule für kurze und längere Zeit gehabt. Einige haben unterrichtet und andere, den neugierigen Kindern einfach ein paar Sachen, wie knüpfen oder deutsch zählen und ein 'unwissend-undiskriminierendes' Lächeln geschenkt, so wie ich es in den 2 Tagen versucht habe. 
Man kann Uttam gerne besuchen, von Zu hause aus auf:
http://www.innate-force.or.jp/nepal/innatepension/medakascho ol.htm
oder man kommt nach Nepal, für länger oder kürzer. Wenn man sich mit den Kindern wirklich auseinandersetzen will, rät Uttam zu einem Aufenthalt von ca. 1 Monat, da sie so tun, als ob sie schüchtern wären... ;O)
Uttam hat da eine genauere Auflistung, aber es ist echt superbillig und eine tolle Erfahrung. Man zahlt 100NRs pro Tag und bekommt 2-3 mal Essen (Daal Baaht, zu bemerken), Tee und Keksln,... Es gibt auch die Möglcihkeit zu kulturellen Tanzevents, wenn man das möchte, was ich mir dort sehr urig vorstelle. Weiters kann man für einen kleinen Aufpreis auch Nepali Stunden nehmen. Das kostet dann aber aicher auch nicht mehr als 200 NRs am Tag. 1 Euro sind 90 NRs zirka...

Ok, das war's jetzt mit meinen Ausführungen, ich schreib das eben nur für Leute auf, die vielleicht schon öfter mal vorhatten, sowas zu machen (wie meine liebste Evi) und nicht genau wussten wie. Hier ist eine private, sicher nicht überzahlte Möglichkeit, eine solche bereichernde Erfahrung zu machen.

Liebste Grüsse und Buuuuusssi,
Geli
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