Paradies?

Trip Start Sep 20, 2011
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Trip End Jul 07, 2012


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Flag of Mexico  , Yucatan Peninsula,
Wednesday, October 5, 2011

Paradiesisch war auf Isla Holbox die Ruhe, da Nebensaison war, und unsere kleine aber sehr feine Hotelanlage direkt am Meer. Der Palmenbewachsene Strand, das Meeresrauschen zum Einschlafen, das sonnige Wetter und die Kochkünste eines Sizilianers genossen wir in vollen Zügen. Wer sich einem Burnout annähert, dies bereits hinter sich hat oder einfach mal so richtig entspannen will, dem können wir diese Insel, zumindest in der Nebensaison, wärmstens empfehlen.

Nach einigen Tagen auf dieser Oase der Ruhe zogen wir weiter ins kulturelle Zentrum Yucatans nach Mérida. Wir kamen Sonntags gerade rechtzeitig zur "Vaqueria" an, ein volkstümliches Tanzspektakel, bei welchem junge Einheimische in Trachten tanzen und dazu unter anderem ein Serviertablett auf dem Kopf balancieren. Chapeau! ;-) Das sehr grosse Publikum bestand grösstenteils aus Einheimischen, und als die Band zum Tanz aufforderte schwingten auch fast alle das Tanzbein! Wir wurden oft angequatscht und die Mayas kannten sich bestens mit der Schweizer Geographie aus, konnten Chuchichästli sagen, etc. Ob dies nun aus echtem Interesse geschah oder nur weil sie uns in einen angeblichen Genossenschaftsladen oder ein Restaurant lotsen wollten, bleibt offen.

In Mexiko gibt es viele Cenotes, alleine im Bundestaat Quintana Roo gibt es 58 davon. Ein Cenote ist ein dolinenartiges Kalksteinloch, das durch den Einsturz einer Höhle entstanden und mit Süsswasser gefüllt ist. Das Wasser ist jeweils glasklar und sehr tief (bis über 100 m). Maya betrachteten sie als Eingänge zur Unterwelt und nutzten sie als religiöse Opferstätten. In diesen Löcher kann man schwimmen und tauchen. In dem Cenote, den wir besuchten, hatte es am Rand oben mehrere Bäume, deren Wurzeln wuchsen/hingen ca. 10 bis 15 Meter runter bis ins Wasser. Beeindruckend.

Die Ruinen von Chichen Itza durften dann auf einer Reise durch Yucatan, natürlich nicht fehlen. Neben der Besichtigung der diversen mehr oder weniger interessanten archäologischen Stätten, erstanden wir dort auch noch eine Holzmaske.... nun ja, bis wir diese endlich per Post aufgeben konnten, hatten wir eine ziemliche Odysse in der Grenzstadt Chetumal hinter uns. Ein Tip für künftige Mexiko Reisende, die ein Paket nach Hause schicken wollen. Tut dies ja nicht in Grenznähe zu Belize, denn dann gilt so eine Art Freihandelszone. Das heisst ihr dürft (nachdem ihr euch zuerst frohen Mutes zur einzigen Post durchgeschlagen habt) kreuz und quer durch die Stadt zu einer Zollstelle in einem bestimmten Busterminal und das Paket öffnen, verschliessen und von dem Beamten abstempeln lassen. Danach dürft ihr dann kreuz und quer wieder durch die ganze Stadt zur Post zurück und das Paket kann schliesslich aufgegeben werden. Ob wir oder das Paket eher in der Schweiz sein werden, steht noch nicht fest... Hätten wir zur Maske ein paar Tage früher eine passende Schachtel gefunden (Schachteln kann man in Mexiko keine kaufen: man muss in den Supermärkten fragen, bis man eine passende bekommt), hätten wir das Paket weiter weg von Belize z.B. in Tulum ohne die ganzen Zollformalitäten aufgeben können.

Apropos Tulum. Das Meer an der Riviera Maya ist wirklich sehr klar. Leider vermochte das Wetter zum Zeitpunkt unseres Besuches nicht ganz mit dem schönen Meer mitzuhalten. Für ein paar sonnige Stunden und Fotos reichte es trotzdem ;-)

Auf dem Weg nach Belize schalteten wir noch zwei Nächte an der Laguna Bacalar ein. Ein glasklarer, verschiedene Türkisfarben spiegelnder Süsswassersee, der zum planschen einlädt. Bacalar ist eher ein Ort, wo sich der Fuchse und der Haase einander Gute Nacht sagen. Wir waren froh, überhaupt ein offenes Restaurant zu finden. Aber am Samstag Abend als wir dort waren, war etwas los: Ein Circus gab seine Premierevorstellung zum Besten. Das liessen wir zwei uns, als einzige Gringos im Publikum, nicht nehmen. Über die Qualität des Gebotenen möchten wir uns nicht weiter äussern...


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