Panne mitten im Flussbett

Trip Start Feb 21, 2013
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31
87
Trip End May 19, 2013


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, Luang Prabang,
Sunday, March 24, 2013

Durch den Güggel schon nach 4h geweckt (haben wir diesen eigentlich seit Ho Chi Minh City im Gepäck dabei???), kann die Schreiberin nicht mehr schlafen. So geht's in den kühlen Morgen raus - es soll heut Sonntagsmarkt sein. Dem entfernten Geschnatter nach zu beurteilen, sind die Marktstände bezogen...
Ja, so ist es! Auf einer Strassenlänge von 100 Meter sitzen beidseitig alle zwei Meter die Marktfrauen und -männer mit ihrem Gut: Bananen, Zwiebeln, Salat, Hahnenfüsse vom Grill, Tabak, Melone, Algenblätter-Snack, Süsskartoffeln... Pro Verkäuferin jeweils ein Produkt. Weiter hinten die Kleiderauswahl und ein Karaoke-Stand. Zudem noch Garküche, wo es Suppe zum Frühstück gibt. Alle scheinen den Sonntag wie ein Fest zu geniessen - und schon vor 09.00h ist der Spuk schon fast vorbei. Jedenfalls sind die Hahnenfüsse ausverkauft. Wie lange es wohl dauert, bis mich kein Hahn mehr weckt? Wird Laos satt davon?
Amon und ich essen zum Frühstück einen Pancake mit Honig - hier leider mehr Kuchen als Pan... Jürg kuriert sich aus. Bekommt zum Glück ein natürliches Wundermittel von Naturheiler Brett - ein bitterer Grapefruitsaft, welcher alles vernichten soll... Somit sind wir gerüstet für die Fahrt nach Luang Prabang - rund 7 Stunden auf dem Boot sollen's sein.
Das Hinterteil schmerzt schon nach wenigen Stunden... Harte Bänke! Die Aussicht jedoch ist wiederum schön, das Ufer oft belebt, die Menschen freudig zuwinkend. Mittlerweilen auch angenehm warm. Picnic auf dem Boot macht Sinn - Schreiberin immer noch die Einzige mit Appetit... Das Boot steuert aufs Ufer zu. Toll, WC-Stopp? Tja, nicht nur... Mangels Wasser im Nam Ou kann das Boot nur ohne uns die Stelle befahren. Somit müssen wir ein paar hundert Meter gehen, bevor wir wieder einsteigen können. So umfährt der Captain immer die seichten Stellen, versucht, uns sicher durchzuschiffen. Doch halt - jetzt heisst es wieder aussteigen. Und schieben bitte! Okee... Und rein und weiter geht's. Oder doch nicht? Ein lautes Krachen, ein Ruckeln unter dem Allerwertesten! Und Schluss mit der Fahrt! In Unterhosen steigen Captain und Matrose aus, nach hinten zur Schiffsschraube und Motor. O weh! Die Schiffsschraube ist defekt! So sitzen wir mitten im Flussbeet fest, 16h nachmittags, in "the middle of nowhere"! Luang Prabang in noch unerreichter Ferne!
Es dauert ewig, bis die Schraube demontiert ist und die zwei Herren diese reparieren können. Wir stehen bis zu den Knien im Wasser, hoffen auf baldige Genesung... Amon spielt mit Kindern, welche von fern zugeschwommen, resp. zugerannt kommen, um unser Unglück zu ihrem Glück zu nutzen: sie betteln um Süsses und Allerlei... Nicht ohne Erfolg!
Endlich, die Dämmerung setzt ein, die Fahrt geht weiter. Die Schraube muss geschont werden, also piano, piano... Als kleine Entschädigung gibt es einen traumhaften Sonnenuntergang für uns! Die Sonne als rote Kugel, einem leuchtenden Vollmond gleich. Wunderschön. Amon nickt ein, was sicher gut ist!
Die Ankunft in der Kaiserstadt erfolgt gegen 19h. Das erstbeste Hotel ist ganz okay - haben keine Energie für die Suche nach einem Günstigeren, Besseren. Kurz das Zimmer beziehen, schnell noch was essen gehen - und endlich mal wieder die warme Dusche!
Ein langer Reisetag, jedoch ein sehr schöner, so auf dem Boot an der frischen Luft. Dem Bus auf der Staubpiste trotzdem vorzuziehen, trotz langer Reisezeit und höherem Ticketpreis. Und nassen Füssen und Hosen :-).
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