Beschissene Islas Ballestas

Trip Start Mar 04, 2010
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Trip End May 18, 2010


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Monday, May 10, 2010

An der Küste bei Paracas (das nach der über 2000 Jahre alten Kultur Paracas benannt worden ist) keine 2 Autostunden von Ica entfernt befinden sich die "Islas Ballestas", zu denen wir heute einen Bootsausflug machten. "Die Galapagos-Inseln in klein" hatte Hannes über die Inseln gelesen und mit einer entsprechenden Erwartungshaltung fuhren wir aufs offene Meer hinaus.
Einige hundert Meter vom Ufer entfernt verschwand die Sonne hinter einer dicken Wolcken schicht, die bis aufs Wasser herunter reichte und die Temperatur von T-Shirt auf Fleecejacken-Niveau senkte.
Zunächst gings an der Halbinsel von Paracas vorbei, wo sich eine riesen große (weit über 100 Meter) Felszeichnung am Hang befindet: Dr Candelabro de Paracas = der Kerzenleuchter von Paracas. Er ist nicht wesentlich jünger als die indigenen Kulturen, mein weiß aber nicht genau wo er herkommt. Aliens, Piraten oder einfach nur die Peruaner stehen zur Diskussion...
Dann gings zu der Heimat von Seelöwen, Pinguinen, Blaufußtölpen, Pelikanen und unzählig vielen anderen Vögeln, die auf den vom Wasser durchhöhlten Inseln ganz schön Lärm und vor allem Gestank verursachten. Millionen von Vögeln saßen, liefen und flogen in Scharen über unser Boot, und kackten überall. Unsere Häupter waren in höchster Gefahr, denn bei einer solchen Anzahl von Tieren erwischt zu werden, war nicht unwahrscheinlich ...(ein paar Reihen hinter uns somebody "got bombed"... ich setzte sofort meine Kapuze auf!). Bis vor einiger Zeit wurden Hinterlassenschaften der Vögel, die sich meterhoch anäuften, alle paar Jahre abgetragen und zur Sprengstoffproduktion genutzt... wahnsinn. Die ganzen Tiere einige Zeit zu beobachten war nett, aber mit den Galapagos hatte das ganze nun wirklich nichts zu tun. Schöne Felsformationen war so ziemlich alles, was die Inseln landschaftlich zu bieten hatten, Pinguine hatten wir 100 Mal schöner in Punta Arenas auf der Isla Magdalena gesehen, Seelöwen in San Francisco, nur die Sprengstoffproduktion war neu...
Zurück an Land überbrückten wir die Zeit bis zur Abfahrt mit dem Probieren von Kaktusfrucht. Ich bekam einen ordentlichen Fetzen zum Probieren und war von dem interessanten, extravaganten, speziellen und wirklich superguten Geschmack beeindruckt! Schade, dass es in Deutschland soetwas nicht gibt!!!
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