Im heiligen Tal der Inkas

Trip Start Mar 04, 2010
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Trip End May 18, 2010


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Flag of Peru  , Sacred Valley,
Thursday, April 29, 2010

Das "Valle Sagrado" - heilige Tal der Inkas war heute unser Ziel.
Während der Fahrt hielten wir kurz an einer Verkaufsstelle für Ramsch im Inka-Style an, wo die Fotos mit den Lamas entstanden. Dort, wo die verrückten Gringos mit ihren teueren Kameras hinkommen, ziehen sich hier einige Natives traditionell an, ziehen ihr Lama zu einem der Spots und stehen Modell. Um sie zum Grinsen zu bringen (und das Lama vom Spucken abzuhalten) muss man natürlich die Kasse klingeln lassen.
Anmerkung: Bei Natives, die traditionelle Kleider tragen, merkt man hier zwischen Bolivien und Peru einen großen Unterschied. In Bolivien auf den Märkten in der Stadt (auch auf denen, wo sich keine Touris rumtreiben), auf den Feldern und einfach ÜBERALL trugen die Leute traditionelle Kleider als normale Alltagskleidung, in Peru ist dies in den allermeisten Fällen NUR für die Touris und ihre Kameras gedacht.

Station Nummer 1 unseres eigentlichen Trips war Pisaq, eine Inkastadt, die ungefähr 30 Kilometer von Cusco entfernt und mitten in den Anden liegt. Pisaq besteht aus dem normalen Stadtteil, dem heiligen Stadtteil (mit Stein, der an die Sonne angebunden sein soll :-O) und den riesen großen Terrassen, auf denen die Inka ihre Pommes Frites produziert haben. In der steilen Bergwand über uns starrten uns hunderte Totenköpfe an, Mumien, die im Berg lagen und eine kleine Öffnung im Grab hatten, um frische Luft zu schnuppern.
Zwischendurch gabs ein von der Touragency organisiertes Festmahl, mit 5 verschiedenen Salaten, 10 verschiedenen Hauptgerichten und Kuchen, Pudding, Muffins etc. als Nachspeise... wir aßen so viel, dass wir nicht mehr gehen konnten :-P

Station Nummer 2: Ollantaytambo - nochmal 30 Kilometer und tausende Schlaglöcher weiter.Ollantaytambo. Das ist das einzige verbliebene Beispiel für Stadtplanung
aus der Inka-Zeit, da sich die Häuser, Tempel, Terrassen und engen Gassen noch in ihrem ursprünglichen Zustand befinden. Besonders auffallend ist der Unterschied zwischen normalen Häusern und wichtigen Gebäuden (wie Tempeln). Die Ruinen der normelen Häuser sind heruntergekommen, stark zusammengefallen und sehen aus, als ob sie 5000 Jahre alt wären, wohingegen die viel wichtigeren Tempel noch aussehen wie damals. Die Häuser waren nur einfache Unterkünfte für die Arbeiter und Mittel zum Zweck. Sie wurden mit kleinen Steinen und Mörtel gebaut. Die Tempel hingegen wurden mit HUNDERTE Tonnen schweren Steinen konstruiert, die so perfekt geformt wurden, dass sie ohne ein Gramm Mörtel oder ähnliches exakt aufeinanderpassten. Diese riesigen, tonnenschwere Steine wurden übrigens aus den Bergen auf dem Boden herangeschleift. Dabei hatten die Inka nur Menschen als "Zugtiere" zu Verfügung, da das stärkste verfügbare Tier das Lama war, das bei 30 Kilo Traglast zusammenbricht. Das Rad kannten die Inka auch nicht. Schon mal versucht 120 Tonnen von Hand zu verschieben?

Letzte Station war eine "Textilwerkproduktionsstätte", wo Inkanachkommen nach alten Traditionen Textilien fertigen. Wolle von Alpacas und Lamas sammeln, von Hand spinnen, mit Läusen und Wurzeln färben und daraus dann z.B. in 40 Tagen Arbeit einen Teppich weben. Wahnsinn! :-)
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Comments

Ingrid von Sivers on

Absolutely fantistic photos & insightful commentary. Of course I'm prejudiced because this, the historical aspect, as well as the fauna & flora when you had inspected the jungle, are areas I'm most interested in as well. Although you just had a small glimpse of the remaining Inca culture in little settlements in Peru, you've managed to reproduce what you saw with your commentary & camera work. Excellent & engaging work. Ingrid.

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