Wandern im PN Torres del Paine

Trip Start Mar 04, 2010
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21
69
Trip End May 18, 2010


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Where I stayed
Zelt

Flag of Chile  , Magallanes y Antártica Chilena,
Wednesday, March 24, 2010

Gestern Abend kamen wir in Puerto Natales an, ein Städchen, die das Sprungbrett in den Nationalpark Torres del Paine (das chilenische Wanderparadies schlechthin) ist. Der Zoll hatte zu unserer großen Freude unsere Lebensmittelvorräte extrem verkleinert (Tierprodukte und Obst verboten) und da wir gestern bei geschlossenen Supermärkten ankamen und vor deren Öffnung zum Park aufbrachen, mussten wir uns Lebensmitteltechnisch strak beschränken.

Tag 1:
Am Parkeingang wurden wir angemessen, von zwei Kondoren begrüßt, die trotz Orkanböhen ruhig und ohne Probleme ihre Kreise zogen. Wir beschlossen, nach kurzer Info bei den Rangern, das berühmte W zu wandern, und zwar von hinten nach vorne. Ein Boot brachte uns zum ersten Refugio, wo wir unser Gepäck ließen und loswanderten. Elf Kilometer in eine Richtung bei enormen Gegenwind! Ich hab noch nie erlebt, dass der Wind einen beim bergab wandern wieder den Berg hoch pustet, bis heute!!! Es war beeindruckend und wir mussten uns mit unseren großen, für den Wind große Angriffsfläche bietenden Rucksäcken, ganz schön voran kämpfen. Links von uns lag der Lago Grey auf dem die großen schwimmenden Eisberge von einem Regenbogen wunderbar eingerahmt wurden. Immer weiter sahen wir den Grey Gletscher näher kommen aber kurz vor Ankunft fing es an immer stärker zu regnen, was mit den Orkanböhen sehr unangenehm war und uns zum Umkehren zwang. Leider haben wir erst bei Rückkehr (11 km im Regen hinter uns) gemerkt, dass unsere Rucksäcke nicht Wasserfest sind. Ein weiterer Anfängerfehler war das noch nicht bereitete Bett... ein uns unbekanntes Zelt, bei Dunkelheit, Regen und Orkanböhen aufzubauen war "Mission Impossible 4".. -.-

Tag 2:
7 Uhr... Wecker klingelt ... Regentropfen prasslen auf das Zelt... weiterschlafen...
9 Uhr... Wind reißt am Zelt, kein Regen mehr... aufstehen, anziehen, Zelt einpacken, Kekse essen... mit allem Gepäck auf dem Rücken gings zur Mitte des "W", wo wir unser Zelt diesmal gleich aufbauten und dann in das "Valle Francés" wanderten. Steiler weg, viel Sonne, lauter Gletscher über uns in den Bergen die alle paar Minuten grollend Eis ins Tal krachen ließen. Rechts über uns trohnten die "Cuernos", zwei Hörner deren Unterteil Okker und deren Spitzen schwarz sind. Sehr beeindruckend und einmalig! Den perfekten Tag trübte dann nur eine Maus in unserem Zelt, deren Leben mit Hannes voller 2-Literflasche ein Ende gesetzt wurde.

Tag 3:
Wieder Regen am Morgen, nach zwei Stunden alles klatschnass, in nem Refugio durchgedrocknet, Regen hört auf und kommt nicht wieder. Da kein Wind mehr, ist Wetteränderung nicht zu erwarten was uns veranlasst heimzukehren, ohne zu den berühmten Torres (der letzten Station des "W"s) zu wandern... Auf dem Rückweg konnten wir noch den Schatten eines Pumas erahnen, der sich dann leider hinter einem ganzen Haufen büschen versteckt hielt und sich nicht zeigen wollte.    
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