Manila

Trip Start Dec 15, 2012
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Trip End Feb 24, 2013


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Flag of Philippines  , Luzon,
Thursday, January 24, 2013

Die letzte Station unserer diesjährigen Philippinen Reise sollte uns wieder zurück nach Manila führen. Nach fast zehnstündiger Busfahrt erreichen wir gut geschüttelt den Stadtbezirk Ermita in Manila. Ermita gilt so ein bisschen als Sündenpfuhl Manilas. Bald wird uns auch klar, warum. Aber immer schön der Reihe nach... Das Hotel, ein Traum, haben wir in weisslicher Voraussicht bereits ein paar Tage vorher gebucht. Das war wiedermal ein cleverer Schachzug. Wie sich herausstellte, waren viele Hotels bereits ausgebucht. Einen speziellen Grund dafür durften wir nie erfahren. Hungrig wie immer, wollten wir uns den japanischen Gepflogenheiten entsprechend verpflegen. Sehr komfortabel, da wir nur die Strasse überqueren mussten und schon waren wir auf dem Weg zum Japaner. Gleich neben dem Eingang ein erstes Beispiel der Sündigkeit. Ein (wir nennen es Hühnerstall) etwa zehn Meter langer Gang mit duzenden leicht bekleideten Fräuleins, auf der Suche nach zahlender Kundschaft. Ähnlich wie beim Karaoke, haben die das Gefühl lauter sei gleichbedeutend mit besser. Nur diese zehn Meter, und man hat das Gefühl, ein vierstündiges Rockkonzert habe einem den Tinitus geweckt. Katastrophal. Das Essen war dann leider auch nicht die Erleuchtung. Nicht schlecht, aber eben nicht das Erwartete. Müde, einigermassen gesättigt, kämpften wir uns wieder zurück in die wohligen Tiefen des Hotels und lauschten den zarten Klängen unserer Träume.

Der nächste Tag wollten wir natürlich noch ein bisschen eintauchen in das wunderbare, laute, dreckige, überlaufene, verstopfte, faszinierende Manila. So entschieden wir uns, einen ganz speziellen Ort zu besuchen - den chinesischen Friedhof. Auf den ersten Blick könnte man meinen, dass dies nicht wirklich ein Besuch Wert ist, dem ist aber definitiv nicht so. Eine groteske Welt der Toten hat sich uns geöffnet. Ein Friedhof, wie es ihn auf der Welt nur einmal gibt und zwar mitten in Manila. Ein Friedhof, der mit nichts ähnlichem zu beschreiben ist. Es handelt sich um eine Kleinstadt der Toten. Die Frontreihe ist den Millionären gewidmet und besteht aus Einfamilienhäuser ähnlichen Bauten. Wirklich, kein Witz. Da baut sich jemand ein Einfamilienhaus, um darin beerdigt zu werden. In jedem Bau hat es mindestens Strom, fliessend Wasser, eine Toilette und eine Dusche. Wirklich verrückt. Tiefer im Friedhof kommen noch gewaltigere Bauten zum Vorschein. Dreistöckige Häuser, Mausoleum, sogar Grabstätten gebaut wie eine Kirche (inklusive Schiff, etc.) sind keine Ausnahme. Sorry für die Wiederholung - einfach nur verrückt. Die Strassen durch den Friedhof sind menschenleer, was der ganzen Szenerie ein noch spezielleres Ambiente verschafft. Sowas braucht die Welt zwar nicht, aber wenns schon da ist... einfach nur verrückt.

Das war aber noch nicht alles. Am Abend haben wir mit unseren philippinischen Freunden zum Essen abgemacht und wollten uns im Singing Cooks and Waiters treffen. Ein Erlebnis, das man wahrscheinlich auch nur auf den Philippinen erleben kann. Ein Restaurant, wo das Personal einem singend die Bestellung entgegennimmt, das Essen serviert und permanent auf Groove eingestellt ist. Wahnsinn. Bei super Essen und ständigem Rambazamba vergeht der Abend wie im Flug. Ein tolles Restaurant, das sicher auch in anderen Teilen der Welt Zukunft hätte. Bei den Anstellungsbedingungen muss man einfach erwähnen, dass kein Schamgefühl vorhanden sein darf.

Den letzten Tag versüssen wir uns mit einem letzten Besuch der Familie in Parañaque. Und zu unserem Erstaunen, durften wir auch Papa und Mama noch ein letztes Mal sehen und konnten uns so nochmals herzlich und gebührend verabschieden. Es bleiben viele schöne Erinnerungen an ein wunderschönes Land und sagenhaft nette Leute.

Unser Weg geht weiter zurück nach Malaysia. Mal schauen, was sich da alles so verändert hat :-)
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Comments

Marianne und Armin on

Danke für die Karte mit den netten Äusserungen von Serge.
Erika geniesse noch die letzten Tage und komm gesund retour. Wir freuen uns
auf ein Wiedersehen in der kalten Schweiz.

Pia 007 on

Sali zäme danke für die schöne und fröhliche Karte. Bald trennen sich ja Eure Wege. Erika gute Heimreise und bring Wärme mit, wir können sie alle brauchen.Serge ,Dir wünsche ich weiterhin eine spannende Reise und viel Glück.Ich bleib Euch auf den Fersen.

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