Rio Grande

Trip Start May 02, 2006
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Trip End Sep 29, 2006


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Flag of Canada  , Alberta,
Tuesday, May 23, 2006

Von Jasper bin ich über Hinton nach Grande Prairie gefahren. Die Strecke war ziemlich hügelig, aber sehr schön. Auf der Höhe nach Hinton konnte man über ein riesiges Wäldermeer blicken. Wald wohin man schaut, das bin ich mich gar nicht gewohnt und falls nicht ein schöner Lastwagen vorbeifährt, ist hier oben eine unwahrscheinliche Ruhe. Das Wetter spielte mit, mein Sonnenbrand wurde grösser ;-). Bären habe ich wiederum 2 gesehen, eine Mutter mit ihrem letztjährigen Jungen. Sie wollten auf einer Anhöhe die Strasse überqueren und schauten mir zu als ich den Berg raufkroch. Bärenjunges:" Mama, Mama da ist ein Radfahrer, den wollen wir zum Abendessen verdrücken." Bärenmama:" Nein Nein Kind, das ist so ein drahtiger Radfahrer, bei dem hats nicht mehr dran als Haut und Knochen, das hab ich dir nun schon oft genug gesagt, die sind ungeniessbar." Und so gingen Bärenmama mit Bärenkind nach Hause.
Von Weitem machte ich ein Foto, als ich näher rankam begann ich, so wie man es mir gesagt hatte, mit dem Bären bestimmt zu sprechen er solle gefälligst abhauen ich möchte nun hier durch. Der Bär stellte sich auf die Hinterbeine damit er mich besser fressen äh sehen konnte, die Situation schien ihm aber auch nicht ganz geheuer und zum Glück verschwand er hinter seiner Mutter im Wald und ich konnte weiterziehen. Nach 4 Tagen kam ich in Grande Prairie an und hab als erstes einen Supermarkt aufgesucht um mir was Gutes zu gönnen.
Dann machte ich mich auf den Weg zu Villigers, Erna hab ich auf dem Weg nach Calgary im Flugzeug kennengelernt. In Calgary gab sie mir dann ein Kroki wo sie wohnt, und sagte falls ich in der Nähe sei, solle ich doch vorbeikommen.
Villigers betreiben hier eine Mutterkuhfarm, somit bin ich wieder mal ein bisschen im Farmbuisness tätig, was interessant ist mit Schweizer Verhältnissen zu vergleichen. Da gerade ein Rind geschlachtet wurde, kam ich in den Genuss frischer Leber, welche Nick gleich selbst zubereitete. Er bäckt auch Brot und ist eh ein Allrounder ob drinnen oder draussen. Gestern waren wir an einem Pot Luck, also Pfannenglück übersetzt, jeder bringt etwas mit, es entsteht ein reichhaltiges Buffet welches mir sehr geschmeckt hat da viele neue Gerichte gekostet werden konnten ( ich habe natürlich viel zu viel gegessen, aber es war soooooo fein :-))
01.06.2006
Ich bin immer noch auf der Farm, aber langsam wirds Zeit weiterzuradeln da ich fast nicht mehr weiss wie mein Sattel aussieht. Morgen gehts weiter Richtung Fort St. John.
Ich wurde hier bei Villigers in das Farmleben eingeführt. Von Reparaturarbeiten über Tiere füttern, Kälber kastrieren und Zäune schweissen bis zu etlichen anderen Dingen haben wir alles gemacht. Dabei immer wieder Besuche, gesellige Anlässe und gutes Essen. Ich wäre hier gut aufgehoben und Nick und Erna hätten Arbeit bis zum nächsten Sommer. Daher ist es wohl besser wenn ich meinen Drahtesel wieder sattle, sonst bleibe ich noch hier stecken. Allerdings wäre das auch nicht weiter schlimm, denn die Gegend und die Leute hier oben gefallen mir ziemlich gut, ich hätte ein warmes Bett und......ja ja Sepp du wolltest doch reisen und dich nicht gleich nach 2 Wochen in Kanada niederlassen :-))
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Comments

fetthenne
fetthenne on

super Fotos, super Text!
Hey Sepp, vielen Dank für deine interessanten Berichte! Du hast aber auch ein Glück. Während wir den Wintermantel wieder hervorkramen und sorgenvoll gen Himmel blickend die neueste Wetterentwicklung beobachten (am Dienstag soll es auf unter 1000m schneien), radelst Du frischfröhlich bei eitel Sonnenschein in den schönsten Landstrichen herum! Deine einzige Sorge sind sporadisch aufkreuzende Bärenkinder, die dich zu verspeisen belieben, höhö. Na, wenns weiter nichts ist. Jedenfalls wünschen wir weiterhin mit solch tollen Stories und Fotos bedient zu werden!

Machs guet und bliib gsund

Gruess vom Dänu

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