Der Quilotoa-Loop und der Cotopaxi

Trip Start Oct 12, 2011
1
31
60
Trip End Apr 29, 2012


Loading Map
Map your own trip!
Map Options
Show trip route
Hide lines
shadow
Where I stayed
Hostal Tiana

Flag of Ecuador  , Cotopaxi,
Wednesday, January 18, 2012

In Latacunga selbst gibt es nicht viel zu sehen. Vielmehr ist es Ausgangsstation für Wanderungen in der benachbarten Quilotoa-Region und dem Aufstieg zum Cotopaxi (5897m, einer der höchsten aktiven Vulkane der Erde). Also machten wir uns auf den Weg zum Akklimatisieren auf dem Quilotoa-Loop (toller Wanderrundweg in Zentralecuador). Hierbei ging es von 2800m bis zu 4000m über den Meeresspielgel vorbei an einem tollen Wochenmarkt, weitläufigen grünen Tälern und einer beeindruckenden Vulkanlagune. Leider spielte sich die meiste Zeit dieser Wanderung im Regen statt. Aber was soll´s. Das Höhentraining stand im Vordergrund. Nette Hostels und lustige Kartenspiele am Abend machten den Regen vergessen. Zurück in Latacunga wurden wir von unserem deutschsprachigem Bergführer empfangen (all seine Geschwister leben in Bonn). Die Ausrüstung bestehend aus warmen Sachen, Bergschuhen inkl. Steigeisen, Klettergurt und Eispickel wurde gepackt und los ging es. Zunächst mit dem Auto auf gut 4600m. Von da aus zu Fuß auf das 4800m hoch gelegene Refugio (nur Betten, keine Heizung, Nichts). Nach einer Teerunde, Einführung in die Ausrüstung, Abendessen und einer kleinen Ruhepause (3h Schlaf), ging es pünktlich 1uhr nachts los. Es hatte viel geschneit in den letzten Tagen und somit mussten wir bereits ab dem Refugio die Steigeisen tragen, die eigentlich erst bei 5100m am Gletschereinstieg zum Einsatz kommen sollten. 5-6h waren für den Aufstieg veranschlagt. Aber bei dem vielen Schnee war bereits am Anfang daran kaum noch zu denken. Denn auch auf dem Gletscher lag entsprechend viel Schnee (nur nicht ganz so nass und schwer wie weiter unten) und wir kamen nur recht langsam voran. Wobei "langsam" bei einem Pulsschlag von 160-180 wohl nicht das richtige Wort sein kann. In mitten der Dunkelheit kamen wir an außergewöhnlichen Eisformationen vorbei (Gletscherdicke bis zu 80m). Wie muss das erst bei Tageslicht aussehen fragten wir uns. Leider blieb uns die volle Schönheit des Berges vorenthalten. Bei 5600m, 6.40 Uhr in mitten sehr dichten Nebels entschließen wir uns aufgrund der bevorstehenden Höhenkrankheit bzw. schlechten Wohlbefindens Carolines (meine aktuelle Reisebegleiterin aus der Schweiz) und der Aussicht auf keine Aussicht auf dem Gipfel zum Umkehren. Und Hups! Beim Abstieg wäre ich fast in in eine Gletscherspalte gerutscht, hätte mich das Seil mit dem wir drei verbunden waren nicht davor bewahrt! Puh! So ganz ohne, abgesehen von der physischen und mentalen Belastung, ist so ein Aufstieg dann doch nicht. Auch ohne den Gipfel erreicht zu haben war dies eine außergewöhnliche Erfahrung. Mitten in der Nacht im Tiefschnee an rießigen Eisfelsen vorbeizustapfen, dabei das Herz klopfen hörend und sich immer wieder selbst zu motivieren, das war einmalig! Und ich bin heiß den Berg das nächstemal zu bezwingen :-)
Slideshow Report as Spam

Use this image in your site

Copy and paste this html: