Sightseeing in den Catlins

Trip Start Sep 12, 2011
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Trip End Jun 14, 2012


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Where I stayed
Fernlea Backpackers

Flag of New Zealand  , South Island,
Friday, March 2, 2012

Heute wurde ich ohne Wecker schellen wach. Mit dem Gefühl, dass die Besitzerin reinplatzen könnte packte ich schnell meinen Schlafsack zusammen und hinterließ das Bett, als hätte nie einer drin geschlafen. Nach einer Dusche war ich frisch für den Tag. Während ich mir mein Frühstück machte traf ich auf 2 Belgier. Beide waren bereits seit über 1 Jahr unterwegs. Matt war Architekt. Er erzählte mir, dass ich nicht Architektur studieren sollte. Es wäre ein harter Job. Und erst wenn man ca. 15-jährige Erfahrung habe, wurde der Job Spaß machen, weil man dann anderen Leuten von seiner eigenen Erfahrung überzeugen kann.

Das Wetter hatte sich seit dem ich das Lunch mit Lonneke und Elias im Rosengarten genoss, schlagartig geändert. Von dem Tag an, musste ich nun jeden Tag mindestens meinen einzigen Pullover und Regenjacke anziehen. Es ist eisig kalt. Tagsüber steigen die Temperaturen nicht höher als 14 Grad. Dazu weht ein kalter Wind. Die Luft ist vom Regen nass. Alles in allem fühle ich mich, als hätte ich hier Novemberwetter. Es ist ungemütlich.

Mit Frühstück im Magen und gepackten Auto beschlossen Simon, Elena und ich zusammen durch die Catlins zu fahren. Wir hatten die gleichen Ziele, die wir sehen wollten.

Gegen Mittag nahm ich unauffällig die Verfolgung von Simons und Elenas Auto auf. Den ersten Stopp machten wir in der Curio Bay. Verwundert bestaunten wir verrückte Surfer, die bei Regen, kalten Temperaturen und Wind, sich im Wellenreiten versuchten. Nur vom zu gucken wurde uns kalt und wir setzten uns in die warmen Autos.

Wenige Kilometer weiter parkten wir unsere beiden Autos vor einem Café. Wir machten uns einen kleinen Plan, welche Sehenswürdigkeiten wir uns in der bestmöglichen Reihenfolge ansehen können.

So fuhren wir als nächstes zu den McLean Falls. Ein kleiner 15-minütiger Walk brachte uns zu den Wasserfällen. Für mich war es jedoch nichts Besonderes. Ich hatte mittlerweile so viele Wasserfälle gesehen, da machte dieser kleine keinen Unterschied.

Nun war es Zeit für ein kleines Lunch. Es war 14:45 Uhr. Mein Magen knurrte. Der Regen hatte auch gerade eine kleine Pause eingelegt. Mit 3 kleinen Brotscheiben vom Supermarkt, war es nun ein weniger ruhiger in der Magengegend. Wir fuhren wieder auf der Scenic Route auf.

Nur wenige Kilometer weiter fing es wieder zu Regnen an. Am Straßenrand stoppten wir in einer Haltebucht. Ein Schild hatte uns auf den Florence Hill Lookout hingewiesen. Die Aussicht war super. 2 Bilder und schnell wieder zurück ins Auto.

Kurve um Kurve, Steigung um Gefälle zirkelte sich die Scenic Route die Küste entlang. Auf der linken Seite tauchte die Lost Gipsy Gallery auf. In einem altem VW Bus fanden sich lauter kleiner Spielereien. Von Geldscheinen aus aller Welt,  Mainboards unter der Decke, der heiße Draht oder abgefahrenen Holz-Kurbel-Spielereien fand sich in dem Bus alles wieder. Es sah aus wie in einem kleinen, aufgeräumten Messihaus.

Prompt, als wir den Bus verließen, schloss die Gallery. Ein letzter Stopp stand bevor. Über eine 8km lange Gravelroad erreichten wir den Leuchtturm am Nuggetpoint. Auf dem kurzen Wanderweg fing es wieder leicht zu nieseln an. Unter vor der Küste tollten Seelöwen herum. Es waren die ersten die ich in Neuseeland sah.

Zurück am Auto fuhren wir nur wenige Meter wieder die Gravelroad zurück. Wir parkten die Autos erneut und liefen zu Beobachtungshäuschen an einem Strand. Gleich als wir das Häuschen betraten watschelten die ersten, sehr seltenen, „yellow-eyed-penguines" aus dem Wasser. Am Strand streckten und rekelten sie sich. Richtig knuffig war es, wenn sie vom Strand auf die Steine hüpften. Echt niedlich.

Mit einigen Fotos und total kalten Händen stiegen wir wieder ins Auto. Von nun an suchten wir eine Unterkunft. Es war schon 19:45 Uhr. An einem Campingplatz mit Free-Internet stoppten wir. Die ersten Tropfen prasselten wieder aufs Dach. Am Campingplatz gab es nur die Stellmöglichkeit für ein Zelt. Keine Küche, keine Toiletten. Elena, Simon und ich entschieden uns nach Kaka Point zu fahren.

In Kaka Point gab es einen Campground mit Küche. Doch Elena fühlte sich so unwohl bei der Sache, dass wir uns entschieden in das nächstlegende Backpacker zu gehen. Wir hatten Glück. Im „Fernlea Backpackers“ kamen wir in einem Dormroom von einer älteren Dame unter. Es war, als würde man bei Oma schlafen. Alles war relativ alt. Doch es war warm und man brauchte nicht in der Kälte bei 7 Grad in einem Zelt übernachten. Auch wenn ich mir vorgenommen hatte, die Tage vor Dunedin zu Campen, war es heute einfach zu kalt dafür. So war ich gewollt, die $ 25,00 für das Bett zu bezahlen.

In der Küche von der Dame, machte ich mir total überhungert Nudeln mit Tomatensauce. Das ging schnell und einfach. „Es werden wieder bessere Dinner kommen“, dachte ich mir. Gegen 20:45 Uhr blickte ich auf meinen Teller und genoss mein Essen. Zum Abschluss machte ich mir noch 3 Brotscheiben.

Am Abend zückte ich mein Netbook. Zeigte Elena und Simon den Unterschied meines Haarschnitts am Anfand meiner Reise und Jetzt. Verdutzt guckten sie mich an. Später schauten wir zusammen, (fast) wie in Deutschland, die 20 Uhr Nachrichten von gestern. Als der Wetterbericht kam, vielen wir aus allen Wolken. Bei Euch ist es wärmer als bei uns! Wir haben täglich nur noch höchstens 13 Grad, nachts 7 Grad. Der Herbst rollt ungebremst in Neuseeland ein.

Glücklich, dass ich ein Dach über den Kopf hatte und nicht im Zelt schlief, schlief ich, durchgefroren von der Kälte und dem vielen Regen in meinem Schlafsack, ein.

Euer Scuba
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