Death Valley – Im Schatten des Teufels

Trip Start Oct 16, 2011
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Trip End Jun 03, 2012


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Flag of United States  , California
Monday, April 23, 2012

Der Highway führte uns am Montag geradewegs ins Death Valley. Von der Stadt der Lichter ins Tal des Todes, dominiert von Hitze und Einsamkeit – geht es extremer?



Am Zabriskie Point (lookout) haben wir uns einen ersten Überblick über die Gegend verschafft. Wow. Berge, Felsen, Steine, Sand und ein Wüstenwind, der uns fast umgepustet hat. Wahnsinn hier draußen. Schnell ins gekühlte und windstille Innere des Autos und zu den Sehenswürdigkeiten des National Parks gefahren. Der wollte übrigens kein Eintrittsgeld von uns (wie schon der Grand Canyon), weil zufällig die Tage der Nationalparks in Amerika waren. Warum die nun mit unserem Aufenthalt zusammenfielen, ob das jetzt entweder an unserer grandioser Planung lag (*hust*) oder an unserer wahnsinnigen Intuition für die richtigen spontanen Entscheidungen, das lass ich mal dahingestellt…

Ein Stück weiter der Devil's Golf Course – ein Feld voller Salzgebilde. Mitten im Tal einfach nur grob, wild und absolut beeindruckend. An sich wäre der Talboden perfekt eben, aber die kleinen scharfkantigen Gebilde machen ihn unbegehbar. Ein Feld, auf dem nur der Teufel selbst Golf spielen würde. Oder so.

5 Meilen weiter erreichte die Höhenanzeige mit 282ft. unter sea leavel ihren Tiefstpunkt und die Temperaturskala ihren Extremwert, 17h06 hatte es kuschelige 43°C, dazu ein angenehm heißes Lüftchen. Lauschig. Praktisch allerdings, dass man vom Schwitzen nichts mitbekommt – der Wind trocknet augenblicklich jedes kleinste Anzeichen von Feuchtigkeit aus.

Wir hatten eindeutig Badwater erreicht – den tiefsten und heißesten Punkt Amerikas. Ein Wasserloch, bedeckt mit Salz. Trittsicher, aber sobald man Löcher in den Boden buddelte, wurde dieser nass. An einer Ecke war auch tatsächlich Wasser zu sehen. Mit Grün herum. Ich war schwer beeindruckt.

Zurück auf der Straße gen Norden den sich durch verschiedenste Fels- und Steinformationen schlängelnden Artist’s Drive entlang bis zur Artist’s Palette. Dort strahlt der Fels im Abendlicht in den unterschiedlichsten Farben. Juhu. Noch viel mehr Fotos von bunten Steinen!

In Furnace Creek dann auf einen Camping Platz, just in time für den sunset. Es war immer noch sehr heiß – hier kühlt es nicht so schnell ab, wie noch viele feet höher im Grand Canyon. Irgendwann später war der Wind dann heißer, als die eigentliche Umgebungstemperatur. Puh. Lag noch lange auf einer Bank und hab Sternenhimmel geguckt – noch sieht der in der nothern hemisphere sehr ungewohnt aus. Irgendwann auf dem Schlafsack eingeschlafen, zudecken war nun wirklich nicht nötig.

Und Dienstag noch kurz vor dem Sonnenaufgang bei lauschigen über 30°C aufgewacht. Schön, wenn man nicht frieren muss. Auf der naheliegenden Ranch gab es dann Kaffee (wie gesagt, in Amerika ist die Versorgungslage eher sorgenfrei). 8h morgens im Schatten unter Palmen ließ es sich noch ganz gut aushalten…

Dann ging es in der morgendlichen Kühle weiter durchs Death Valley und seine öde, wilde und gleichzeitig faszinierende Landschaft. Bei der Harmony Borax Works (Mine) gehalten und uns über den Abbau von Borax (Salz) und das harte Leben der Arbeiter damals informiert. Mir könnte man nicht genug zahlen, um hier draußen zu leben. Und die sind täglich für $1 arbeiten gegangen – abzüglich Kost & Logis. Wahnsinn.

Mit steigenden Temperaturen weitergefahren, das Devil’s Cornfield durchquert und zu den Sanddünen. Viel wundervoll geschwungener Sand und wir mitten drin. Im Hintergrund die prägnante Form der Mesquite Flat Dune. War ein schöner scenic Spaziergang durch Sand mit Aussicht auf Felsen. Sah einfach toll aus.

Ja, und dann, ehe wir es uns versahen, waren wir Tod und Teufel entkommen, kletterten immer weiter die Panamint Ranges hinauf (mal eben von -150ft. auf 5000ft.) und auf einmal hatte es nur noch 26°C. Kühl hier, hat der Christoph ganz richtig festgestellt. Sind während unseres amerikanischen Frühstücks (lecker fettig bacon, Würstchen, Bratkartoffeln und Rührei) in Panamint Springs bei sogar nur 25°C auch ganz ehrlich fast erfroren. Zum Glück hat die Sonne geschienen.
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