So schnell kann es gehen!

Trip Start Jun 02, 2012
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Trip End Jan 24, 2013


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Flag of Chile  ,
Thursday, January 3, 2013

Ja und nach beinahe sieben Monaten ist es dann doch noch passiert. Ich wurde im Bus bestohlen! :-(
Nachts um zwei Uhr beim Stopp in Temuco ging die Tuer zu unserem Abteil auf. Ich bin am Geraeusch aufgewacht und habe nachgeschaut was los ist. Es kam ein Mann herein und hat nach seinem Sitzplatz gesucht. Schlaftrunken wie ich war, habe ich nicht weiter drueber nachgedacht. Als der Mann wieder aus dem Abteil gegangen ist, hat etwas mein Bein gestreift. Ich hab zwar innerhalb weniger Momente realisiert dass mein Rucksack nicht mehr da ist, allerdings war es da schon zu spaet! Ein 'Durchsuchen' des Bahnhofs hat natuerlich auch nichts gebracht! 
Waehrend der ganzen langen Reise habe ich das erste Mal meinen Rucksack naeher am Gang gehabt, da es kein Oberfach fuer die 'Lebensmitteltuete' gab und diese immer wieder in den Gang gefallen ist. Und schon ist es passiert! So etwas aergerliches! :-( 
 
Nach meiner Ankunft in Santiago habe ich den groessten Teil des Tages damit verbracht, die wichtigsten Dinge wiederzukaufen, eine Anzeige bei der Polizei zu machen und Geldprobleme zu loesen. Dummerweise hatte ich Kopien meiner Kreditkarten im Rucksack! 
Ja man macht doch allerei Erfahrungen auf so einer Reise!

Samstags habe ich Francisca und Consuelo, zwei der drei Kusinen, die ich in Cusco kennenglernt habe, wiedergetroffen. Wir sind zum 'Parque Natural Aguas de Ramón' gefahren und haben bei tollstem Sommerwetter (ca. 30° und Sonnenschein) eine siebenstuendige Wanderung zum Wasserfall Apoquindo gemacht. Es war richtig heiss, aber nach der Kuehle und dem Regen der vergangenen Wochen fand ich die Hitze die meiste Zeit einfach nur toll. :-D
Abends sind wir im Viertel Bellavista lecker Essen gegangen und haben uns im Anschluss noch einen Cocktail gegoennt. 
   
An den anderen Tagen habe ich, sofern die Hitze es zugelassen hat, verschiedene Ecken von Santiago erkundet. Ich bin auf den Cerro Santa Lucia (ein ca. 70 Meter hoher Huegel und Park mitten in der Stadt) gelaufen, war bei der Marienstatue auf dem Cerro San Cristobal, dem Mercado Central und dem Vega Markt (ein riesiger ueberdachter Markt fuer Obst, Gemuese und andere Lebensmittel) und bin viel durch die Strassen gelaufen. Wie auch in Buenos Aires habe ich an einer gefuehrten Tour zu Fuss teilgenommen.

Silvester habe ich im Hostel verbracht. Es gab erst etwas leckeres zu Essen und um Mitternacht habe ich mir von der Dachterrasse zwei tolle Feuerwerke angesehen und das letzte halbe Jahr Revue passieren lassen. 

Was ich probiert habe:
- Paila marina: eine duenne Bruehe mit allerlei Meerestieren, hauptsaechlich Muscheln
- Pastel de choclo: Ein leckerer Auflauf mit Hackfleisch, gekochtem Ei, Oliven, Zwiebeln und Rosinen bedeckt mit einer dicken Schicht von suesslichem Mais'pueree' 
- Michelada: Bier mit Zitronensaft, Pfeffer, Salsa inglesa und der Glasrand ist in Salz getaucht --> gar nicht mein Ding, v.a. da ich mich auf eine Art Radler gefreut hatte!
- Terremoto (=Erdbeben): Ein 'Cocktail' aus Pipeño (eine Art suesser Wein) mit Ananaseis und manchmal Grenadine. Heisst so weil spaetestens nach zwei Bechern die Erde schwankt. :-D Sehr sueffig aber viel zu suess!
- Mote con huesillo: Ein suesses nektaraehnliches Getraenk aus getrockneten Pfirsichen (huesillo) mit Weizenkoernern, das man eiskalt trinkt/loeffelt. Habe nur den Saft probiert und er war sehr lecker und erfrischend. Ideal bei dem heissen (30-35º) Wetter. 

Was mir geklaut wurde:
- Rucksack
- Reisefuehrer mit vielen Notizen
- Tagebuch (Nummer zwei mit fuenf Wochen 'Inhalt')
- Handy
- 75 US-Dollar
- saemtliche Ladekabel (Kamera, Handy, MP3 Spieler, USB Adapter)
- Akkus fuer Kamera, 16GB SD Karte mit knapp 4000 Bildern, Kameratasche
- Sonnenbrille, -hut, -creme
- Fleece
- Stirnlampe und Taschenmesser
- diverse Medikamente
- und eine Vielzahl sonstiger Kleinigkeiten

Gluecklicherweise habe ich vor der Reise noch die Regenjacke und -hose in den grossen Rucksack getan, mich mit meiner Softshell zugedeckt und am Tag davor meine Bilder gesichert und die volle SD-Karte in der Kamera durch eine leere getauscht. Den Reisepass, den Grossteil meines Geldes sowie die Kamera hatte ich entweder in der Bauchtasche oder sonst 'am Koerper' versteckt. Es haette also wirklich schlimmer kommen koennen!




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