Wandern und Schokolade

Trip Start Jun 02, 2012
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Trip End Jan 24, 2013


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Flag of Argentina  , Patagonia,
Tuesday, December 11, 2012

Nachdem mir diverse Leute in El Bolson das Hostel Achalay in Bariloche empfohlen hatten, bin ich dort auch abgestiegen und habe es nicht bereut. Wie auch in El Bolson wurde am Tag meiner Anreise abends ein Assado angeboten. :-)
Dieses Mal sassen wir alle an einer langen Tafel zusammen und das Fleisch bzw. die Wuerstchen gab es 'am Stueck'. Ich habe viel zu viel des guten Fleischs gegessen und entsprechend schlecht geschlafen. :-( Strafe muss wohl sein!

Mittwochs bin ich zusammen mit Anuschka (aus Deutschland) und Graham (aus Australien) aufgebrochen, um erst auf den Cerro Campanario hochzusteigen und dann den 'Circuito Chico' mit dem Rad abzufahren. Im Bus haben wir noch Rebecca (aus England kennengelernt).

Zuerst ging es mit dem Bus zum Kilometer 17,5 der Avenida 'Exequiel Bustillo'. (Die Benennung mit Kilometern erleichtert das Zurechtfinden sehr) Von dort sind wir eine knappe halbe Stunde steil bergauf gestiegen, bevor wir eine superschoene Aussicht auf die Umgebung mit den Seen 'Nahuel Huapi', 'Perito Moreno' und 'Gutierrez' genossen haben. Und das obwohl es bewoelkt war.

Im Anschluss haben wir uns Fahrraeder geliehen und sind den 27 Kilometer langen 'Circuito Chico' geradelt. Zwischendrin haben wir immer mal wieder an den Aussichtspunkten angehalten oder haben einen Abstecher zu einem der Seen gemacht. Eine sehr schoene Tour, wenn ich auch durch das stetige Auf und Ab gemerkt habe, dass ich eindeutig aus der Radelform bin. ;-)

Da das Wetter am naechsten Tag auch noch recht durchwachsen war, habe ich einen ruhigen Tag im Hostel eingelegt und diverse Dinge organisiert.

Freitags ging es dann zum Refugio Frey. Eine wunderschoene Wanderung! Erst ging es mit dem Bus eine kanppe Stunde bis zur Talstation des Cerro Catedaral, einem der groessten Schigebiete Suedamerikas.
Zu Beginn steigt der Weg stetig leicht bergan und fuehrt am See Gutierrez vorbei. Spaeter geht es dann etwas steiler durch den Wald, bevor man am Ende mit Blick auf die Berge 'ploetzlich' das Refugio Frey vor sich hat. Dieses liegt sehr idyllisch am See Toncek und mit einem tollen Blick auf das Bergmassiv des Catedrals. 
Da ich recht zuegig vorangekommen bin, habe ich mich entschlossen noch zur Lagune Schmoll aufzusteigen. Der Weg fuehrt zuerst am See vorbei und dann ueber Steine und teilweise Schnee hinauf. Da es oben trotz des tollen Wetters recht windig war bin ich nach einer kurzen Pause wieder ins Tal abgestiegen.

Am naechsten Tag ging es bei noch schoenerem Wetter zum Refugio Lopez hinauf. (1.700 Meter) Nach den ersten beiden Markierungen hatte ich den Weg 'verloren', aber zusammen mit einem franzoesischen Ehepaar haben wir ihn nach kurzer Zeit 'wiedergefunden'. Die Wanderung selbst war nicht ganz so schoen, da es zwei Stunden lang extrem steil bergauf ging. Dafuer wurde man aber mit einem tollen Ausblick auf die Seen belohnt.

Beim Abstieg kam ich aufgrund des Gefaelles entsprechend schnell voran, bis ich mich verlaufen habe. Ich habe zwar recht schnell bemerkt, dass ich nicht mehr auf dem Weg bin, da es aber am Morgen auch ueber 'alternative' Wege funktioniert hat, dachte ich, ich lauf einfach weiter bergab und komm unten im Wald einfach ein wenig weiter rechts raus. So war es bestimmt auch. Da ich dann aber mitten im Wald ohne Weg da stand, bin ich doch wieder den Berg hochgekraxelt, um es dann erneut zu versuchen. Als ich beim Aufstieg dann aber auch nicht mehr den Weg gefunden habe und von oben ersichtlich war, dass es bis zur Strasse nur etwa 100 Meter durch den Wald sind, habe ich mich entschlossen den 'direkten' Weg zu nehmen. So hab ich es dann auch gemacht und kurz drauf bin ich im Wald dann auf den offiziellen Weg gestossen. :-)
Ich muss gestehen ich war erleichtert. Obwohl gefaehrlich war es nicht. Es war mitten am Tag, wir hatten schoenstes Wetter und ich hatte genuegend Proviant dabei. Mich haette es nur sehr geaergert wenn ich den Bus verpasst haette, denn der naechste fuhr erst drei Stunden spaeter. ;-)

Aufgrund des tollen Wetters bin ich sonntags noch einmal auf den Cerro Campanario gestiegen, um die traumhafte Aussicht (360º) zu geniessen. Da ich aber meine Oberschenkel vom Abstieg am Vortag gemerkt habe, habe ich mich Andreas, meiner Begleitung, angeschlossen und bin mit der Sesselbahn runtergefahren.
Im Anschluss ist Andreas radeln gegangen und ich habe einen ruhigen Nachmittag am See verbracht. Es war zwar sehr heiss, aber mehr als meine Zehen habe ich nicht in den aeusserst frischen Nahuel Huapi See gehalten. :-D    

Montags stand dann ein gefuehrter Ausflug zum Berg Tronador an. Zusammen mit neun anderen ging es zuerst mit dem Minibus nach Pampa Linda und von dort weiter zu einem Aussichtspunkt auf den Manso Gletscher mit schwarzem Gletscher (Ventisquero Negro).

Der Tronador ist 3490 Meter hoch, ein Vulkan, und mit sieben Gletschern bedeckt. Vier befinden sich auf der argentinischen Seite und drei auf der chilenischen Seite. Sein Namen hat er aufgrund des Geraeusches welches entsteht wenn es einen Gletscherabbruch gibt: Donner.

Nachdem wir uns den schwarzen Gletscher angesehen hatten, ging es zurueck nach Pampa Linda und dann weiter zu Fuss. Wir sind etwa zwei Stunden zum Aussichtspunkt des Gletschers 'Castaño Overo' gelaufen. Es war ein sehr angenehmer Weg; meist durch einen Wald mit beeindruckend grossen Baeumen.
Kurz bevor wir freien Blick auf den Gletscher hatten, gab es einen Abbruch. Wir haben leider nichts gesehen, aber das donnernde Geraeusch war unueberhoerbar.
Am Aussichtspunkt haben wir zu Mittag gegessen und sind gegen 15 Uhr wieder nach Pampa Linda aufgebrochen.

Nachdem es in Bariloche extrem viele 'Chocolaterias' gibt habe ich auch das ein oder andere Stueck Schokolade probiert. Endlich gab es mal dunkle Schokolade und superlecker. :-)
Weitere 'Spezialitaeten' der Gegend: Hagebutten- und Himbeermarmelade.
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